Lyricsonskin #1 Pretest

Auch, wenn ich seit einiger Zeit nichts mehr darüber geschrieben habe, bin ich weiterhin an diesem Projekt dran.

Zur Zeit sammle ich die prinzipielle Grundlage: Models und Lyrics. 😀

Die Models sind gerade im Urlaub, aber ich habe schon zwei Freiwillige gefunden. Die fanden das ursprüngliche Bild schön und konnten sich sofort damit anfreunden, ihren eigenen Körper dafür herzugeben. Oder wahlweise eben die Kamera zu halten und auf mir herumzukritzeln.

Ein paar Lyrics habe ich auch schon gefunden. Die sammele ich schön auf meinem Tablet für späteren Gebrauch.

Heute bin ich an einen zweiten Selbsttest gegangen. Dabei habe ich ein interessantes Problem entdeckt, was mir gar nicht so sehr bewusst war, weil es beim ersten Mal wunderbar geklappt hat: mit welchem Stift schreibt man eigentlich am besten auf Haut? (Jetzt komm mir hier keiner mit wasserfestem Edding!)

Der Füller, der auf meinem Arm problemlos funktioniert hat, hat ebenso wie der Kugelschreiber auf meinem Brustkorb den Dienst verweigert. Dabei hatte ich  vorher so schön geübt, in Spiegelschrift und auf dem Kopf zu schreiben. Ja, nu ist guter Rat teuer.  Wahrscheinlich muss ich die Haut vorher entfetten. Wieder was auf meiner Liste notiert.

Das Ergebnis von heute ist also entsprechend ein Lerneffekt-Ergebnis.

lyricsonskin#2bob

„It may be the devil, it may be the Lord,
But you’re gonna have to serve somebody.“

#Bob Dylan
# Gotta serve somebody, 1979

 

 

Jahresmotto 2016: #lyricsonskin

Ich habe bisher in jedem Jahr versucht, das Jahr fotografisch unter ein bestimmtes Motto zu stellen. Oder ich nehme mir vor, wenigstens ein Bild zu machen, das zu einem bestimmten Titel, einer bestimmten Überschrift passt.

2012 wollte ich ein Foto machen, das zu „Fields of Gold“ passt. Es war das erste Jahr mit meiner Canon EOS 1100, das Jahr, in dem ich mit dem Fotografieren angefangen habe.

2012
Fields of Gold – 2012

Im Jahr darauf – 2013 – hatte ich kein besonderes Motto, jedenfalls nicht, sofern ich mich erinnern kann. Ich war einfach nur mit der Kamera unterwegs.

2014 sollte das Monochrom-Jahr werden, aber ich habe viel Familienfeste, Fussballturniere und andere Dinge fotografiert, bei denen man es mir übel genommen hätte, wenn ich die Fotos nur in schwarz-weiß abgeliefert hätte. Zudem war ich viel in der Natur unterwegs und habe kleine Städtereisen nach Wiesbaden und Frankfurt unternommen, habe angefangen, meine Liebe zur Nacht-Fotografie zu entdecken und naja, das war’s dann eben mit dem Monochrom-Jahr.

Letztes Jahr -2015- dann ließ mich eine Zeile aus einem Lied von Sophie B. Hawkins („As I lay me down“) nicht los: „It felt like springtime on this February morning“. Ich bin ziemlich vielen Sonnenauf- und untergängen hinterher gehetzt, war zudem noch in Flensburg und Berlin unterwegs, so dass es letzt endlich ein simples Handy-Foto wurde, dass ich an einem Wintermorgen aufgenommen habe, als ich auf den Zug ins Büro gewartet habe.

It felt like springtime on this February morning - 2015
It felt like Springtime on this Febuary morning – 2015

Nun ist es 2016 und wieder sind es Songtexte, lyrics, die mir Bilder in den Kopf kommen lassen. Bilder, die ich mit Sicherheit nicht alle mit der Kamera einfangen kann…und sollte dem so sein, wäre es besser, wenn mindestens die Hälfte nicht an die breite Öffentlichkeit käme. *g* Inspiriert von Musik und aus meiner Trägheit gelockt von Wortmans Foto-Challenge „Ein Objekt an 29 Tagen“ habe ich Gefallen gefunden an etwas, was ich #lyricsonskin nenne: Liedtexte, Fragmente, auf die Haut geschrieben. Eines dieser Bilder, die gedanklichen und technischen Anfänge, habe ich hier ja bereits als Outtake gepostet. Seitdem hat mich die Idee nicht mehr losgelassen. Das nun soll also mein Motto für 2016 sein.

#lyricsonskin

Es wird mit Sicherheit das bis dato schwierigste Motto, das ich mir auf die Haut, äh, auf die Fahnen schreibe. Zumal ich es nur bedingt alleine lösen kann. Meine liebe Kollegin und noch liebere Freundin hat sich sofort als „Opfer“, als „partner in crime“ zur Verfügung gestellt. Das ist schon mal wichtig, denn ich kann meinen eigenen Körper eben nur bedingt selbst bemalen. Und dann muss eventuell auch noch jemand anderes fotografieren.

Ich will es langsam und ordentlich angesehen lassen.

Im Moment befinde ich mich erstmal auf einer kleinen Recherche-Reise durchs Internet und betrachte mir diverse Tattoo-Seiten, um herauszufinden, welche Körperteile sich mit Texte oder Bildern darauf auch noch ordentlich fotografieren lassen. Wie man Texte am besten wo unterbringt. (Wobei ich da mal wieder feststellen muss, dass mir die meisten Tattoos einfach nicht gefallen und noch mehr irgendwie schlecht gestochen sind – ansonsten habe ich nichts gegen diese Körperkunst einzuwenden.).

Dann werde ich erstmal an mir selbst das ein oder andere ausprobieren. Wenn ich am Ende des Jahres eine Handvoll guter Bilder gemacht habe, bin ich froh. Qualität statt Quantität. Das ist meine Foto-Jahres-Challenge. Ich lade niemanden explizit dazu ein, mitzumachen … kann es aber auch niemandem verbieten. 🙂

Aber jeder ist eingeladen, Ideen, Kritik, Verbesserungsvorschläge oder ähnliches anzubringen, wenn denn mal die ersten Bilder da sind. Ich bin kritisch mit mir selbst, also seid ihr es auch. Sonst kann ich ja nix lernen. 🙂