Tierfotografie – mal anders.

Ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber die Liebe und ich teilen uns das Leben und vor allen Dingen die Wohnung mit diversen pelzigen Mitbewohner/innen. Da wären zunächst drei Kaninchen: Gustav, Wanja und Freddy. Und dann noch drei Cuys – also Riesenmeerschweinchen: Konstantin, Loki und Oda.

Es scheint logisch, dass diese Tiere, gerade, wenn man sowieso gerne fotografiert, öfter mal vor der Kameralinse zu finden sind. Ha! Weit gefehlt!

Warum?

Es gibt Tiere, die sehen auf Fotos total süß aus. Die guggen kokett oder machen etwas total Lustiges. Die möchte man vom Fleck weg adoptieren. Ihnen ein Heim geben. Sie liebhaben und kuscheln. Sie vor allem Bösen dieser Welt beschützen.

Meine nicht.

Liegen meine Kaninchen irgendwie gerade besonders süß da oder machen sie gerade was total Drolliges, kann man darauf wetten, dass sie genau dann damit aufhören, wenn man eine irgendwie geartete Kamera zückt. Dann müssen sie sich plötzlich kratzen, den Kopf wegdrehen oder sich so hinsetzen, dass irgendetwas zwischen ihnen und der Kamera ist, was man unmöglich übersehen kann. Oder sie sehen auf Fotos aus wie stinknormale Haus- und Hofkaninchen, an denen mal so überhaupt nix Besonderes ist. Dabei gehen die beiden Damen noch – was zum einen an ihrer Unflätigkeit, zum anderen an ihrem Gesichtsausdruck liegt. Der Herr jedoch nimmt, wenn er eine Kamera nur erahnt, gleich Reißaus.

Aaaaaber…manchmal gibt es bei den Kaninchen auch helle Foto-Momente.

Meine Cuys indes verkriechen sich in die dunkelste Ecke. Man ahnt es nicht, aber ein 1,7kg schwerer Cuy kann sich, -bei Bedarf-, auf einem Quadratzentimeter unsichtbar machen. Sollte es einem doch mal gelingen, ein Foto von ihnen zu machen, ist es unter Garantie verschwommen oder unscharf. Sollte man es irgendwie hinkriegen, dass das Foto nicht unscharf oder verschwommen ist, ist es mit Sicherheit zu dunkel. Oder zu hell, weil man einen Blitz benutzt. Oder sie sind gar nicht mehr auf dem Foto drauf, weil sie in einer unbeobachteten Millisekunde Gas gegeben haben. Und sollte man das alles irgendwie umgangen haben, guggen meine Tiere, als würden sie in der nächsten Minute mindestens tot umfallen, …wenn nicht noch mehr. Ganz große Fotografie-Kunst.

Hier ein paar der besseren (!) Fotos von den Meerschweinchen.

Die Hoffnung auf bessere Bilder muss ich wohl vertagen bis zu der Zeit, wenn sie wieder im Garten sind und ich mein Glück mit einem Teleobjektiv versuchen kann.

Life is live

Wie ich schon in einem kurzen Post zuvor erwähnt habe, sind meine Vorsätze, mich hier öfter zu melden, an der Realität gescheitert.

Die meisten werden das kennen: neben der Arbeit (für die man bezahlt wird) und der Hausarbeit (für die man nicht bezahlt wird), neben Haustieren (für die man quasi nur bezahlt) und den Frondiensten für die Familie bleibt (Daseinsberechtigung, wie meine Mutter das nennt) bleibt meistens kaum Zeit für etwas anderes. Vielleicht wäre der Geist willig, aber häufig ist das Fleisch schwach. Oder beides. Meistens beides.

Und wenn das noch eine Beziehung ins Spiel kommt, hat der Tag, der sowieso zu wenige Stunden hat, noch weniger Stunden.

Nach zehnjährigem Single-Dasein kam relativ unverhofft das Ende jener Single-Phase. Alles hat seine Vor- und seine Nachteile. Das Single-Leben so wie eine Beziehung.

Junggesellinnen-Bude

In meinem Fall war es so, dass die Liebe etwas weiter weg wohnte und ich aufgrund meiner Tiere nicht einfach mal so weg konnte. Da wir aber beide in der gleichen Stadt arbeiten, ergab es sich relativ schnell, dass die Liebe bei mir einzog. Platz habe ich. Das Blöde war nur, dass meine Bude eine typisch verranzte Single-Bude war. Warum etwas reininvestieren? Geht doch. Irgendwie. Es gab auch Dinge, die mich durchaus an meiner Bude genervt haben. Aber ich hatte nie die Energie, etwas daran zu ändern.

Mit dem Einzug der Liebe hat sich das geändert. Nicht, dass sie mit dem Stahlbesen durch alle Räume gegangen und mir mitgeteilt hat, was sich gefälligst zu ändern hat. Es war mehr oder weniger so, dass ich aus meiner Komfort-Zone raus musste.

Mittlerweile haben wir das Bad neu gestrichen und eine gute Dusch-Abtrennung für die Badewanne installieren lassen. Bis dato hatte ich so ein wackeliges Ding aus irgendeinem Kaufhaus, das schon hundert Mal wieder zusammen gebastelt worden ist und nur noch an einem seidenen Faden hing. Ich behalf mir die ganze Zeit über damit, einfach nicht zu duschen, sondern nur zu baden. Obwohl duschen ja viel schneller geht. Auch, dass das Wasser nur in einem Rinnsal aus der Dusche lief und eine Badewanne fast eine halbe Stunde brauchte, um endlich halbwegs voll zu sein (von warmen Wasser mal ganz abgesehen, das war eher Mangelware), hat mich wenig gestört. Naja, gestört vielleicht schon, aber es ging ja irgendwie. Auch dieses Problem habe ich gelöst, in dem ich meinem Vater (Hausbesitzer) so lange auf den Sack gegangen bin, bis er endlich einen Handwerker geholt hat. Siehe da. Da war ein Teil kaputt. Ausgetauscht, das ganze Haus hat wieder heißes Wasser und ordentlich Druck auf der Leitung.

Mein ehemaliges Büro, das im Grunde nur eine Mischung aus Abstellkammer und Winterquartier für die Meerschweinchen war, und noch mein Kinderzimmer beherbergte, weil jedes Mal, wenn ich auch nur daran dachte, die ganzen Möbel rauszuschmeißen, mein Vater Schnappatmung bekam („Das ist doch noch gut!“ – „Ja, Papa, aber ich bin mittlerweile 42!“). Auf der anderen Seite sträubte es mich auch, die ganzen Schränke mal zu öffnen und auszusortieren. Ganz ehrlich: ich habe kein Problem damit, Dinge wegzuwerfen. Aber ich habe ein Problem damit, dass man -in Deutschland- alles an andere Stellen bringen muss, um es fachgerecht zu entsorgen. Man ist quasi nur damit beschäftigt, A hierher, B dorthin und C wieder woanders hin zu kutschieren. Liste durchzulesen, was man zum Sperrmüll stellen darf. Emails an irgendwelche Stellen zu schreiben, von denen man sowieso keine Antwort bekommt (Müllverbrennungen, Kompostierungen, etc.). Mich wundert es nicht, dass manche so verzweifelt sind, dass sie alles in den Wald kippen. Gut, da wird weniger Verzweiflung, als mehr Faulheit der Grund sein, aber trotzdem…

Natürlich kann man Sperrmüll bestellen. Das dauert dann zwar acht Wochen, bis der kommt und man muss die Dinge dann halt irgendwo zwischenlagern. Und irgendwann ist halt auch kein Platz mehr. Wenigstens konnte man alles, was nicht niet- und nagelfest war, zur Müllverbrennung fahren. Das hat die Dinge erleichert. Nur geht das jetzt auch nicht mehr, die hat geschlossen.

Natürlich habe ich es auch über Plattformen im Internet versucht. Wenn auch nicht gerade Ebay, aber doch das hochgelobte shpock. Nachdem ich allerdings drei Mal versetzt wurde, war mir das auch zu blöd. Ich habe echt keine Zeit, ständig irgendjemandem hinterher zu laufen. Das nervt!

Zu guter Letzt wurde das Zimmer von einer Bekannten meiner Mutter abgeholt und -damals noch möglich- alles andere, was nicht zum Sperrmüll oder zum Elektroschrott konnte, zur Müllverbrennung gefahren. Danach wurden neue Möbel bestellt, der ganze Raum mit Teichfolie ausgeschlagen und schließlich haben jetzt die Kaninchen ihr eigenes Zimmer. Nicht ganz uneigennützig, denn dafür sind sie aus dem Wohnzimmer rausgeflogen. Dessen Renovierung war auch nicht ganz ohne. Auch hier neue Möbel, Teppiche, Vorhänge… Die alten Teppiche, der Stall, in dem die Kaninchen gelebt haben, und diverser Müll stehen übrigens in der Garage. Weil eben die Müllverbrennung zu hat und wir erst auf den Sperrmüll warten müssen.

Familie

Meine eigene Familie okkupiert schon auch den ein oder anderen Tag. Insbesondere, wenn es um Gartenarbeit geht. Nun kommt ja noch die Familie meiner Liebe hinzu, die eben mal einfach 1.5 h Weg wegwohnt. Ein Besuch ist also immer damit verbunden, dass auch mindestens ein Tag weg ist.

Tiere

Neben zwei Aquarien hüpfen hier noch zwei Meerschweinchen und drei Kaninchen herum. Im Winter waren noch alle drin, im Sommer sollten eigentlich alle nach draußen. Aber auch hier sind sämtliche Pläne an der Realität zerschmettert. Pläne wurden geschmiedet, Dinge gekauft, der Plan für unrealisierbar verworfen, neue Pläne geschmiedet, neue Dinge gekauft. Usw. Mittlerweile sind wenigstens die Meerschweinchen draußen und in der Garage und im Keller stehen unbenutzte Gehege und Ställe, die ich irgendwie wieder loskriegen möchte. Aber entweder, die Leute, an die ich mich wende, haben gerade kein Interesse oder keinen Platz oder aber Anfragen bei Stellen wie z.B. Tierheimen (ich würde die Dinger sogar spenden, obwohl sie über 200 Euro gekostet haben), bleiben unbeantwortet. Das nervt.

Krankheiten

Wenn wir also mal nichts zu tun haben – was realistisch gesehen nie wirklich der Fall ist -, wir beide frei haben, das Wetter nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu trocken und nicht zu nass ist und wir theoretisch einen (oder gar zwei!) Tage frei hätten, wird unter Garantie eine von uns krank. 😦 Heuschnupfen-Schübe, Magen-Darm, Kopfschmerzen, irgendwelche Zyklus-Geschichten, Rückenschmerzen, Erkältungen … irgendwas ist IMMER.

 

In den letzten neun Monaten war also relativ wenig Zeit für Hobbies, für die man vor die Tür gehen muss. Es war ohnehin relativ wenig Zeit, selbst, um einfach nur ein Buch zu lesen. Ich kam mir vor, als wäre ich die meisten Zeit vor allem damit beschäftigt gewesen, in jeder frei Minute irgendwas zu organisieren oder irgendwelche Pläne zu schmieden, wie man etwas organisieren könnte. Dabei bin ich auf viele neue Wege gestoßen, aber auch eben darauf, dass viele Wege mangels Kommunikation nur auf dem Papier bestehen.

Wenn man abends um 18 Uhr nach Hause kommt und froh ist, wenn man es bis 22 Uhr schafft, geduscht auf dem Sofa zu liegen, etwas gegessen hat, die Tiere versorgt sind und man nicht sofort ins Koma fällt, wenn die Wochenenden gefüllt sind mit Renovierung, Familienbesuchen, Gartenarbeit, dem Planen und Aussuchen von Möbeln etc, Einkaufen, Hausarbeit… Kurz gesagt: Wenn das alles der Fall ist, dann hat man einfach keine Zeit, ein paar Fotos zu machen.

Natürlich kann man jetzt argumentieren: gerade, wenn es so stressig ist, sollte man sich eine Auszeit können und fotografieren gehen. Mal in die Natur. Einfach mal spazieren gehen oder so. Tun wir auch. Wir gehen gerne spontan raus. Mal eben um den Block. Da kann dann auch ein zweistündiger Spaziergang draus werden. Wir sind auch beide gerne draußen.

Das Ding ist nur: Wenn wir die Wahl haben, einen Sonntag Nachmittag drei Stunden spazieren zu gehen oder auf dem Sofa einfach mal zu schlafen … so gebe ich zu … gewinnt im Moment meistens das Sofa.

Aber manchmal klappt es eben doch. 🙂

Prä-Ostern

Nein, natürlich haben wir noch kein Ostern. Als Kaninchen-Halterin verflucht man dieses Fest ohnehin, denn jeder meint, irgendeine „lustige“ Bemerkungen machen zu müssen, die auch nach 35 Jahren nicht witziger geworden ist. Sei’s drum.

Meine Kaninchen – oder zumindest zwei davon – wurden in einem Tierheim geboren, in ein anderes Tierheim übergeben und sind dann bei mir gelandet. Glücklicherweise haben Wanja und Freddy (die eigentlich Frederika heißt) offenbar keine schlechten Erfahrungen gemacht, denn sie sind zwar keine Kuscheltiere, aber neugierig und relativ furchtlos. Aber wie würden sie reagieren, wenn sie zum ersten Mal Gras unter den Füßen und Wind um die Nase haben? Mein drittes Kaninchen – Gustav – fand das irgendwie nie so prall. Und meine Lulu, die letztes Jahr gestorben ist, war auch nicht der ganz große Fan vom Garten – deshalb waren die Kaninchen, im Gegensatz zu den Meerschweinchen, die auch noch hier rumspringen, nie viel im Garten.

Am letzten Wochenende nun durften sie zum ersten Mal mit nach draußen. Gustav und Wanja sind direkt in ein überdachtes Gehege gelaufen und haben fröhlich geschnuppert. Freddy saß erstmal zehn Minuten wie schockgefroren auf dem Gras, um dann ebenfalls ins Gehege zu laufen und zu tun, was ein Kaninchen tun muss: buddeln! Nach zwei Stunden haben wir sie dann wieder mit nach oben genommen. Selbst Gustav fand den Garten gar nicht mal so übel. Na, das war ja richtig gut gelaufen!

Deshalb haben die Liebe und ich am Samstag beschlossen, die Kaninchen mit in den Garten zu nehmen, während wir die neuen Ställe lasieren, die dann die Sommerresidenz für die Tiere sein sollen. Die Kaninchen waren in einem Teil des Gartens untergebracht, wo zum einen das überdachte Gehegeteil untergebracht ist, in den sie letzte Woche schon gebuddelt hatten, zum anderen aber hatten wir auch noch ein etwa 12 qm großes Areal mit Gittern umzäunt. Schön. Für uns alle frische Luft und Sonne. Entspannung, sieht man mal vom Lasieren ab.

Und von der Tatsache, dass Gustav plötzlich mitten im Garten saß. Ausgebüxt. Also … Gustav wieder zurück getrieben, die Gitter auf Lücken überprüft. Lücke gefunden. Geschlossen. Läuft.

Zehn Minuten später hoppelte Gustav wieder fröhlich an uns vorbei. *gnnn* Gleiches Spiel von vorne.

Lange Rede, kurzer Sinn: irgendwann haben wir aufgegeben, alle Lücken zu suchen und zu schließen und haben im Schichtwechsel lasiert, während der jeweils andere Gustav aus Nachbars Garten geholt oder von sonstigem Unsinn versucht hat abzuhalten. Die beiden Damen waren da noch mit Buddeln beschäftigt. Irgendwann haben die allerdings auch festgestellt, dass es da ja noch was anderes gibt. Haben kurz den Garten erkundet, sind dann aber schnell wieder zu ihrem persönlichen Bergbau-Projekt zurückgekehrt. Gut, das mit Gustav war etwas lästig, aber war noch okay.

Gestern sollte es ja ein sonniger Tag werden. Wurde es ja auch. Wir beschlossen, die Kaninchen UND die Meerschweinchen mit in den Garten zu nehmen. Die Damen würden ja ohnehin buddeln, die Meerschweinchen Gras fressen und Gustav irgendwann im Schatten schlummern. Und wir könnten, nachdem wir die Zugänge zu Nachbars Garten geschlossen hatten, wenigstens ein bisschen dösen. So die Theorie.

Die Praxis: Wir sind ab 12 Uhr permanent hinter drei (!) Kaninchen her gerannt. Wieder im Schichtwechseln. Die Damen hatten nämlich keine Lust mehr auf ihre Bergbauprojekte und fanden es viel spaßiger, im Garten herumzuflitzen. An Dösen in der Sonne war also nicht zu denken.

Gegen 15 Uhr hatten auch die Meerschweinchen beschlossen, dass sie in ihrem abgezäunten Auslauf nicht mehr bleiben möchten und haben sich ebenfalls auf Wanderschaft gemacht. Was normalerweise alles kein Problem ist, wenn der Garten erstmal wieder für die Außenhaltung fertig gemacht ist. Aber gestern sollten alles einfach mal nur die ersten Sonnenstrahlen genießen. Gras fressen, unter dem Busch schlummern. Also ist meine Liebe hinter den Meerschweinchen her gewesen, während ich versucht habe, die Kaninchen im Auge zu behalten.

Gegen 17:00 Uhr hatten wir dann alle sechs wieder in der Wohnung in ihren Ställen, waren klatschnass geschwitzt und lagen erschöpft auf dem Balkon. Noch ein kleiner Spaziergang? Vergiss es.

Wenn mir hier noch einer mit „süßen Osterhäschen“ kommt, der darf sich gerne mal meine ausleihen!

Einfach nicht mein Jahr

Ihr Lieben,

das Jahr 2016 ist einfach nicht mein Jahr. Das dachte ich zwar auch schon letztes Jahr, aber in diesem Jahr scheint sich schlechtes Karma in einer Wolke über mir verdichtet zu haben und ständig kleine Blitze herunter zu schicken. Was immer ich in meinem vorherigen Leben angestellt haben mag: 2016 scheint Zahltag zu sein. Und ich muss mächtig böse gewesen sein!

Die essentiellen Dinge sind durchaus noch vorhanden: Job, Dach überm Kopf, Heizung und Essen auf dem Tisch. Auch die Beziehung läuft auf der gleichen Linie wie immer … nämlich der Null-Linie. Meine Familie ist -bis auf eine 90jährige Tante- noch vollständig. Was ich von meinen Tieren nicht gerade behaupten kann.

So musste ich in diesem Jahr vier Verluste hinnehmen: Dino, Christie und Alba aufseiten der Meerschweinchen und Lulu aufseiten der Kaninchen haben sich in diesem Jahr von mir verabschieden müssen.

Seit Januar habe ich quasi ein Dauer-Abo beim Tierarzt und ich kriege einfach keine Ruhe rein. Teilweise sind es keine schlimmen, aber lästige Dinge. Teilweise kommen dann eben Diagnosen wie Krebs.

Es gab natürlich auch Zuwachs. Der kleine Konstantin ist endlich bei mir eingezogen. Und auch das hat unüblich in die Länge gezogen, weil ständig irgendwas dazwischen gekommen ist.

Konstantin
Konstantin

Eigentlich hatte ich die Schnauze voll. Habe die Tiere mittlerweile auch von ihrem Sommerquartier draußen in ihr Winterquartier in die Wohnung geholt. Als Alba Anfang September gestorben ist, dachte ich, jetzt ist erstmal gut. Keine neuen Tiere, keine Eingewöhnung, Vergesellschaftung, Umgewöhnung. Doch dann starb vor einer Woche Lulu und ich muss wieder losziehen und eine neue Partnerin für Gustav holen, denn ein Kaninchen allein zu halten ist -wie bei Meerschweinchen übrigens- Tierquälerei. Aber Gustav muss noch etwas warten, bis Frauchen im Oktober Urlaub hat. Ich habe genug von Hau-Ruck-Aktionen und (unschönen) Überraschungen.

Zu Anfang des Jahres 2016 hatte ich mir einiges vorgenommen.

Meine Blogs auf eigenen Webspace umziehen, vielleicht sogar wieder eine eigene Webseite unabhängig von WordPress basteln. Regelmäßig die Blogs pflegen. Fotografieren gehen. Kleine Reisen unternehmen. Lesen. Jetzt haben wir Oktober, ich habe leidlich wenig fotografiert, bastle immer noch an meinen Blogs, von denen ich es kaum schaffe, sie überhaupt aktuell zu halten. Gereist bin ich maximal auf die Arbeit. Selbst meine üblichen Wochenend-Touren mit dem Fahrrad kann ich an einer Hand abzählen.

Fotografieren ist, wie gesagt, Mangelware in diesem Jahr. Und wenn ich dann mal gehe, kriege ich wenig auf die Reihe. Keine Ahnung, was mir in diesem Jahr fehlt, um mit meinen Bildern zufrieden zu sein. Wahrscheinlich ist es auf der einen Seite doch latenter Zeitdruck. Auf der anderen Seite quengel ich mit den Motiven und mit mangelnder, sich ewig ändernder Zielsetzung. Ich fotografiere plan- und ziellos. Konzentrationslos. Lustlos. Obwohl ich jedes Mal, wenn ich in einer Foto-Zeitschrift blättere, richtig Bock habe, die Kamera in die Hand zu nehmen. Aber wenn es dann soweit ist… Failure.

Obwohl ich immer gesagt habe, dass ein eigener NAS, also ein eigener kleiner Server, was für Poser, Protzer und Menschen mit Potenzprobleme ist, habe ich mir selbst einen zugelegt, nachdem die dritte externe Festplatte abgeraucht und der Platz auf meinem Laptop immer knapper wurde. Nun steht er hier, der kleine NAS. Die Grundidee dahinter … prima. Allerdings nicht, wenn man an einer generell langsamen INet-Leitung hängt (wir haben hier alles, was das Herz begehrt, zockeln aber dafür noch mit einer maximal 16000-DSL-Leitung durch die Gegend). Und wenn man das Ganze dann noch über WLAN mit einem Laptop betreiben will, kriegt man schnell Zweifel, ob so ein NAS die richtige Entscheidung gewesen ist. Bis ich ein Foto auf den NAS übertragen habe, habe ich es schneller nachgemalt. Deshalb will ich jetzt mal versuchen, wie die Geschwindigkeit ist, wenn ich den Laptop direkt ans Netz anschließe, also per Kabel. Aber natürlich hat mein Laptop keinen LAN-Anschluss. Also musste ich erst einen Adapter bestellen. Natürlich. Auf den warte ich jetzt und dann hoffe ich, dass zumindest das funktioniert. Und ich hoffe auf nächstes Jahr, denn dann soll hier endlich Breitband kommen.

Ansonsten habe ich eben an meiner Webseite gebastelt, um es relativ schnell wieder sein zu lassen. Früher habe ich mir Nächte um die Ohren gehauen und teilweise sogar mein Geld damit verdient, Webseiten zu stellen. Heute frage ich mich, woher ich damals die Energie genommen habe. So wurde aus der Webseite eine kleine Plattform und was habe ich gemacht? Genau: WordPress auf den Webspace aufgespielt.

Der Hintergrund des Ganzen war ursprünglich mal gewesen, dass es mich genervt hat, dass WordPress und Facebook unkompatibel sind. Ich habe in Facebook eine kleine Fotogruppe und es ist nicht möglich, einen WordPress-Artikel automatisch in einer Facebook-Gruppe zu posten. Also musste ich alles immer doppelt machen. Alles PlugIns, durch die ich mich gewühlt habe, haben entweder nicht oder nicht mehr funktioniert. Zwar ist es möglich, Artikel auf mehreren WordPress-Seiten crosszuposten, aber mal nach draußen … keine Chance. Oder zumindest leidlich eine.

Desweiteren wollte ich eine andere Möglichkeit, Fotos zu posten. Dabei bin ich auf Koken gestoßen, was auf den ersten Blick ganz nett ist, aber wenn man eine Weile damit arbeitet, stößt man schnell an seine Grenzen. Im Moment sieht meine Seite so aus: http://www.fraumagistra.de/koken/, aber es nervt mich, dass man z.B. die Größe der Bilder nicht verändern kann. Also bastel ich wieder an etwas anderem … wobei das eher theoretischer Natur ist, denn ich habe seit August keinen Strich mehr dafür getan. Kommt auf die Liste der „Muss-ich-mal-wieder“-to-dos. Die mittlerweile sowieso einmal um den Erdball reicht, da kommt es auf einen Eintrag mehr oder weniger auch nicht an.

Die Zeit rast. Ich hechele hinterher.

Ich folge euch allen im Stillen und hin und wieder schaffe ich es, selbst einen Beitrag zu posten oder zumindest ein „Gefällt mir“ und/oder einen kleinen Kommentar bei euch zu setzen.

Mehr scheint in diesem Jahr einfach nicht zu funktionieren.

Fighting Canon 70D #1: Voll im Bulb-Modus

Seit ich an Silvester den Bulb-Modus kennen gelernt habe, bin ich ein bisschen erleichtert, denn Nachtaufnahmen waren eine kleine Leidenschaft von mir. Ich habe schon meine Felle davon schwimmen sehen, denn die ersten Nachtaufnahmen mit der Canon 70D waren … na …reden wir nicht drüber. Aber durch zwei simple Tricks -1. Bildstabilisator ausschalten und 2. Bulb-Modus einstellen- hat das an Silvester viel besser funktioniert.

Um die Kamera nicht trotzdem zu verwackeln, habe ich sie über WLAN mit meinem Handy und der Camera Connect-App verbunden. Das hat super funktioniert, nur kam irgendwann mein gar nicht mal so leistungsschwachses Handy nicht mehr hinterher. Deshalb habe ich mir den Fotga Timer Fernauslöser zugelegt. Der funktioniert für meine Zwecke auch super. Etwas lästig ist nur das Gepiepse. Das kann man zwar ausschalten, aber dummerweise hat er die Einstellung „Lautlos“ öfter vergessen, wenn ich das Gerät ausgeschaltet habe.

Da hier gerade ein blödes Wetter herrscht – Regen und alles Grau und Grau -, bleibt mir nicht viel übrig, als mich weiter mit dem Bulb-Modus auf Balkon und diversen Fenstern auszutoben. Es klappt auch schon ganz gut, wie ich finde. Ich würde auch gerne mal nach Darmstadt fahren, um da ein paar Fotos zu machen, aber das Wetter ist echt nicht besonders einladend. 😦 Auch die folgenden Fotos wurden bei Nieselregen gemacht. Ich hätte schon gerne mal einen schönen dunkeln Winternacht-Himmel.

Schornstein der Nachbarn
Schornstein der Nachbarn

bild #1

Gustav

Gustav

Bei Gustav sieht man nun wieder, dass der Bereich um die Nase unscharf ist, während das Einstreu links neben ihm scharf ist. Dieses Fotos habe ich allerdings bei manuellem Fokus gemacht. Dieser manuelle Fokus fällt mir ein bisschen schwer, weil ich durch Allergien sowieso Augenprobleme habe und nie so richtig erkenne, ob das, was ich im Fokus sehe, richtig scharf ist oder nicht. Deshalb gefällt mir auch der Gedanken nicht, eine Kamera zu haben, bei der der Autofokus nicht richtig funktionieren könnte.

Bei diesem Foto hatte ich gedacht, ich hätte seine Nase fokussiert und sie wäre scharf gewesen. Möchte es aber nicht beschwören (also, dass die Nase wirklich scharf war), weil Gustav sehr unleidlich wird, wenn man ihn aufweckt und ich mich daher möglichst wenig bewegt habe. Außerdem war das Licht im Zimmer nicht so prall, so dass ich das Display vielleicht nicht so ganz richtig gesehen habe.

Ich muss mir mal eine ordentliche Test-Reihe überlegen, bzw. die Dinge gezielter ausprobieren. Aber die Outdoor-Aufnahmen gefallen mir schon recht gut.