Rock it! Canon EFs 24mm Festbrennweite / Canon EFs 55- 250mm

Ein ganz kurzer Beitrag noch zu meinen neuen Objektiven für die Canon. Ganz kurz nur, weil ich bis dato noch nicht viel zum Ausprobieren gekommen bin.

Warum diese Objektive? Warum um alles in der Welt eine Festbrennweite?

Canon EFS 24mm 1:2.8

Zweite Frage, gute Frage. Ich habe schon eine 50mm-Festbrennweite und frage mich wirklich jedes Mal, in welchem dunklen Moment ich darauf gekommen bin, mir dieses Objektiv zu holen. 50mm! Reicht nicht zum Leben und zum Sterben! Und sooo viel besser als meine Zoom-Objektive waren die Fotos damit auch nicht. Na, da ist es doch ganz logisch, dass man sich gleich noch ein 24mm dazu holt! Dazu muss man aber sagen, dass ich eigentlich recht gerne im Weitwinkel fotografiere. Also auf 18mm bin ich schon gerne unterwegs, die 24mm sind nicht so weit davon entfernt und es war ein recht günstiges Objektiv. Nach meinen Erfahrungen mit dem 50mm wollte ich nicht nochmal viel Geld in eine Spielerei stecken, von der ich nicht wusste, ob ich mich danach vielleicht nochmal ärgere. Ganz ehrlich: I love it! Dieses Objektiv rockt einfach und es macht richtig Spaß, damit zu fotografieren. Auch im Nahbereich! (Ich finde gerade kein Foto im Weitwinkel, das ich mit diesem Objektiv gemacht habe.)

Canon EFS 55-250mm 1:4-5.6

Dieses Objektiv war quasi ein Notkauf, weil mein 75-300mm so langsam, aber sicher den Geist aufzugeben scheint. So gaaaanz zufrieden war ich mit dem alten Objektiv auch nicht, weil bei 300mm Schärfe auch ein wenig ein Glücksfall war, die Fotos oft verwaschen wirkten und die Farben etwas dumpfer. Aber es war okay, da ich ohnehin selten im 300mm-Bereich fotografiert habe. Deshalb dachte ich, dass 250mm auch vollkommen ausreichend sind. War jetzt auch nicht wirklich teuer, aber es würde auf alle Fälle besser als mein altes Objektiv sein. Und auch hier bin ich wirklich sehr erfreut ob der Qualität!

Fazit: Die beiden neuen Objektive habe meine Sammlung wirklich bereichert. Das alte 75-300mm kann nun eingemottet werden, die 50mm Brennweite kann gerne haben, wer „Hier“ schreit. Natürlich ist es mein Traum, irgendwann mal alle Brennweiten in der Qualität von meinem Tamron SP 17-50mm F/2.8 zu haben. Aber ich bin mit meiner jetzigen Ausrüstung wirklich zufrieden.

 

Meine Meinung: Systemkamera Sony Alpha 6000

Nun mehr 6 Wochen nach der Ankündigung kommt meine Meinung zur Sony Alpha 6000, ihres Zeichens eine Systemkamera und im Gegensatz zu einer handelsüblichen Spiegelreflex wesentlich leichter und handlicher. Warum hat’s so lange gedauert? Weil ich erstmal mit dem Ding fotografieren musste. 😀

Wer eine Spiegelreflexkamera inkl. einiger Objektive hat – da kommt ja im Laufe der Zeit auch was zusammen! -, wird das kennen: gegen einen kurzen Spaziergang mit voller Foto-Ausrüstung auf dem Rücken ist jeder 30kg-Gepäckmarsch der Bundeswehr ein federleichter Gang auf Wolken!

Natürlich: Beinah jede/r hat heute ein Handy mit einer einigermaßen gut funktionierenden Kamera dabei – und Gott weiß, dass ich die wirklich nutze und mein Pixel durchaus rockt-, aber wenn man schon Fotografie als sein Hobby bezeichnet, dann möchte man auch irgendwie … ’ne Kamera haben … und nicht aufm Handy rumdrücken.

Also…es muss eine Kamera für leichtes Marschgepäck her! Ich bin wirklich lange drumrum geschlichen, weil es mir einfach für so „zwischendrin“ zu teuer war, aber als dann ein kleiner monetärer Regen kam, dachte ich: „Jetzt oder nie!“ und habe mir -neben zwei neuen Objektiven für die Canon- eine Systemkamera gekauft.

Ich habe ehrlich gesagt nicht lange gesucht. Meine Kriterien: einen optischen Sucher (gar nicht so leicht zu finden bei einer Systemkamera!) und größer als eine Scheckkarte bitte.

Heraus kam eben die Sony Alpha 6000 mit einem 16-50mm Objektiv. Wen technische Daten interessieren, der kann die Kamera gerne hier bei Sony näher betrachten.

Die ersten Fotos habe ich auf dem Balkon gemacht. Meine Euphorie wurde jedoch gleich ein wenig gedämpft. Zwar machte sie teilweise wirklich gute Fotos, aber dann schwankte die Qualität auch wieder in Richtung: „Äh okay…da habe ich mir mehr drunter vorgestellt!“ Insbesondere, was die Farben angeht, gerade, wenn man das Objektiv auf 16mm laufen hat. Es wirkte alles etwas blass und unspektakulär. Außerdem … und damit hadere ich noch heute … scheint mit der Autofokus so beweglich wie ein Amboss. Sich leicht im Wind wiegende Pflanzen … mmh … schwierig.

 

Diese Fotos wurden alle innerhalb von ungefähr zehn Minuten bei relativ gleichen Lichtverhältnissen erstellt. Es war etwas windig an diesem Tag und es war relativ schwierig beim Lavendel, dem Autofokus zu erklären, was ich gerne scharf gestellt hätte – und trotzdem war es dann oft verwaschen, obwohl diese Kamera sich doch rühmt, einen sehr schnellen Auslöser zu haben. Man sieht, dass die Fotos eine Unschärfe haben. Da hätte ich mir mehr versprochen.

Mit eben diesem Autofokus habe ich auch gehadert, als ich die Kamera zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang genommen habe. Man stelle sich vor: ein Zaun, dahinter ein paar Äste mit Blättern und dahinter ein Reh. Mit der Spiegelreflex hätte ich locker durch die Lücke zwischen den Blättern fokussieren können. Die Sony hingegen nahm die Blätter in den Auto-Fokus und war zu nichts anderem zu überreden. Dislike!

Andererseits: die Kamera kann durchaus schnell auslösen. Wer schon mal Fische in einem Aquarium, die leicht hysterisch hin und her schwimmen, weil es ja potentiell was zu essen geben könnte, fotografieren möchte, der kommt schnell an Grenzen. Meine Spiegelreflex ist dazu irgendwie zu langsam. Die Sony hat da schon eher eine Chance.

Durch die Scheibe, ohne auf Belichtung zu achten

 

Alles in allem war ich bis zu diesem Punkt mehr oder weniger enttäuscht. Das, was ich mir versprochen hatte, ist nicht wirklich erfüllt worden und ja, da kann man sich fragen, wozu so eine Kamera, wenn sie nicht unbedingt bessere Fotos als (m)ein Handy macht. Billig sind diese Dinger ja nicht gerade. Und das, was ich bis dahin an Erfahrungen gemacht hatte, hat mich nicht gerade dazu animiert, weiter Geld in Form von weiteren Objektiven zu investieren. Irgendwie hatte ich sie mir qualitativ näher an meiner Spiegelreflex und weiter weg von meinem Handy vorgestellt.

Dann allerdings folgte ein Grillabend und ich nahm die Kamera mit, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Und siehe da: das hat sie wirklich gut hinbekommen. Handlicher als mein Handy und wesentlich (!) handlicher (und unauffälliger!) als die Spiegelreflex hat sie richtig gute und scharfe Fotos gemacht. Gut, die Farben sind nachwievor etwas blasser, aber trotzdem… das hat echt Spaß gemacht!

Gestern waren wir unterwegs und ich habe wieder die kleine Sony in den Rucksack gepackt. Weil ich nicht wusste, ob ich wirklich fotografieren werde, aber wenn ich wollen würde, hätte ich gerne eine Kamera dabei.

Auf dem Nachhauseweg habe ich den Sonnenuntergang mit dem Handy und der Sony fotografiert.

Das Ganze war bei ca. 90 km/h aus dem Auto heraus. (Nein, ich bin nicht gefahren! :D). Ist doch auch ganz nett!

Mein Fazit bis dato:

Die Sony Alpha 6000 ist weit davon entfernt, meine Canon 70 D zu ersetzen, wenn es wirklich um Fotografieren geht. Farben, Autofokus, „Beweglichkeit“ der Kamera können einfach nicht konkurrieren.

Für Schnappschüsse, für Situationen, in denen man einfach eine Kamera dabei haben und trotzdem ganz gute Fotos machen möchte, für Momente, die man spontan festhalten möchte, ist die Sony jedoch ganz gut. Ihr Vorteil gegenüber einem Handy ist dann halt doch ihr Zoom und die Tatsache, dass sie haptisch einfach stabiler zu halten ist. Und gegenüber der Spiegelreflex ganz klar das Gewicht und die Größe.

Was sie relativ gut kann, ist Fotos von Dingen zu machen, die quasi direkt vor ihrer Nase sind. Auslöser drücken, passt. Wirklich gutes Fotografieren (im Sinne von Fotografieren) … da scheint sie mir persönlich zu „unbeweglich“.

Lästig auch: Gefühlt braucht der Akku ewig zum Laden. Die gepriesene WLAN-Verbindung zum Handy habe ich -technisch doch versiert- nicht hinbekommen.

Würde ich sie mir noch einmal kaufen? Nein. Definitiv nicht.

Dazu reicht mir das Preis-Leistungsverhältnis einfach nicht aus. Wo sie nun mal da ist, werde ich sie sicher auch weiter benutzen, in eben solchen Situationen wie oben beschrieben. Ob ich ihr jedoch Situationen zutrauen würde, in denen ich wirklich gute Fotos machen möchte (z.B. auf einer Hochzeit, im Urlaub, etc.)…eher nicht. Ich glaube, ich hätte Angst, danach enttäuscht zu sein.

Wenn es ums Fotografieren geht: Spiegelreflex rockt für mich weiter konkurrenzlos. Allerdings habe ich eben den Vergleich.

Onkels Erbin

So schaffe ich es heute wenigstens doch noch zu einem weiteren (kleinen) Beitrag.

Mein Onkel ist schon vor einigen Jahren gestorben. Als nun vor etwa drei Wochen noch die dazugehörige Tante starb, ging es nun ans Ausräumen des Hauses. Mein Onkel hat, obwohl ich mich daran nicht mehr bewusst erinnern kann, sehr gerne und sehr viel fotografiert. Anstatt Fotos war Dias damals das Medium der Wahl, entsprechend viele gibt es auch noch und ich hoffe, dass ich sie, wenn sie sonst niemand haben möchte, ebenfalls erben werde. 🙂

Ich habe darum gebeten, dass ich die alte Ausrüstung meines Onkels haben möchte. Gestern habe ich sie bekommen und heute eine ersten Bestandsaufnahme gemacht. Es kann sogar sein, dass noch Teile fehlen, aber es ist jetzt schon recht umfangreich.

Sofern ich das schon konkret überblicke, gibt es zwei Kameras:

  • eine Praktica MTL 5 B (DDR-Modell?)
  • eine Yashica TL Electro X

Dazu vier Objektive (mit jeweiligem Filter zum Linsenschutz):

  • RMC Tokina 35 – 105mm 1:3,5 – 4,5
  • Yashica Yashinon-DX 35 mm 1:2,8
  • Yashica Yashinon-DX 50 mm 1:1,7
  • Yashica Zoom 75 – 230 mm 1:4,5

Außerdem drei Zwischenringe (11mm, 18mm,36mm), ein System SCA 300 metablitz-Aufsteckblitz, ein Rokuwa Stativ sowie diverse Zubehörteile wie ein Fernauslöser, eine Tasche, Sonnenblenden etc.

Wie ich meinen Onkel kenne, sind die Teile alle gut gepflegt (wenn auch etwas eingestaubt) und wahrscheinlich noch voll funktionstüchtig. Allerdings muss ich mir erstmal die Bedienungsanleitungen suchen, denn ohne … keine Chance. Außerdem habe ich viel zu viel Angst, was kaputt zu machen.

Wenn es nach mir geht, werden die Kameras natürlich reaktiviert. Am liebsten mit s/w-Filmen. Das wird mit Sicherheit noch mal eine andere Form des Fotografierens, denn da ist wirklich nix mit automatisch und man muss jedes Rädchen selber drehen. O.O

Es ist schade, dass mein Onkel nicht mehr fotografiert hat, so lange ich mich erinnern kann und nicht mehr gelebt hat, als ich damit begonnen habe. Er hätte sich sicher gefreut und mir eine Menge beibringen können. Aber es bleibt doch immer in der Familie, auch über Generationen hinweg.

Wirst Du Freund oder bleibst Du Feind: meine Canon EOS 70D

Ich gebe zu, ich hatte bisher noch nicht viel Gelegenheit, mit der Canon 70D zu fotografieren. Die wenigen Gelegenheiten, die ich hatte, haben mich allerdings an den Rande der Verzweiflung gebracht. Schwankt diese Kamera zwischen Genie und Wahnsinn? Bin ich unfähig oder ist die Kamera kaputt (man hört ja, die soll einen eingebauten Fehler im Autofokus haben und so)? Es hat doch vorher auch geklappt, ich war doch gar nicht so schlecht mit meiner alten EOS 1100D. Warum funktioniert das, was mit der alten Kamera ging bei doch eigentlich gleichen Einstellungen mit der neuen nicht?

Immer wieder die gleiche Frage: Ist die Kamera kaputt oder kann ich nicht mit ihr umgehen?

Das Damokles-Schwert des defekten Autofokus bei lichtstarken Objektiven durch den Sucher schwebt seit Anbeginn über dieser Kamera. In zahlreichen Foren wird sich darüber ausgelassen, nur Canon selbst schweigt sich nach wie vor aus. Wühlt man sich durch die Foren, so wird man allerdings mit unterschiedlichen Fehlern des Autofokus konfrontiert … bis hin zu der Meinung, dass es dieses Fehler überhaupt nicht gibt, sondern die Leute einfach unfähig sind und dessen Gegenpol, dass überhaupt alle Canon 70D defekt sind und wer behauptet, dass seine Kam korrekt funktioniere, einfach keine Ahnung habe. Okay … sucht euch also was aus.

Meine ersten Versuche ließen mich allerdings nicht nur an eben jenem Autofokus zweifeln, sondern an der Kamera als Ganzes. Der Autofokus machte sowieso nie das, was ich wollte. Die Versuche mit dem LiveView, bei dem das oben angesprochene Problem nicht bestehen sollte, waren jedoch auch nicht besser. Selbst, wenn ich die Kamera auf ein Stativ packte und es mit Fernauslöser versuchte, waren die Bilder verschwommen, als würde ich auf einem schwankenden Schiff stehen. Funktionierte der Fokus doch mal, dann waren die Bilder häufig grisselig. Und als ich nicht mal in der Lage war, auf 80cm ein still sitzenden Meerschwein scharf zu stellen, war ich der Verzweiflung nahe. Die Kamera *musste* einen Defekt haben.

Der Salat ist superscharf, aber ich hatte auf die Meersau gezielt.
Der Salat ist superscharf, aber ich hatte auf die Meersau gezielt.
Mit Stativ und Fernauslöser...ja nee, ist klar. Oder eher nicht.
Mit Stativ und Fernauslöser…ja nee, ist klar. Oder eher nicht.
Ich hatte NICHT auf die Karotte fokussiert.
Ich hatte NICHT auf die Karotte fokussiert.

Okay, ein paar dieser Bilder hatte ich mit meinem ohnehin verhassten 50mm-Objektiv gemacht. Das Ding und ich werden sowieso keine Freunde. Aber Objektiv hin oder her, auf die kurze Distanz bzw. auf einem Stativ sollte ein Bild schon scharf werden. Und einen solchen Knick in der Optik habe ich nun nicht, dass ich nicht sehe, was ich fokussiere: Meerschwein oder Salat.

Auf der anderen Seite: Wenn ich nichts von diesem Fehler der Canon EOS 70D wüsste, was würde ich dann denken? Was würde ich dann tun? Würde ich automatisch denken, dass die Kamera kaputt ist oder würde ich es doch auf meine eigene Unfähigkeit schieben? Wie ist es mir mit meiner ersten Canon, der 1100D ergangen? War ich da am Anfang nicht auch verzweifelt, weil die Kamera immer alles überbelichtete?

Ich gebe zu, ich bin keiner, der die Bedienungsanleitung liest. Bzw. vielleicht würde ich sie sogar lesen, wenn ich dazu nicht am Computer sitzen müsste. Es ist eine Unart, dass heutzutage die meisten Bedienungsanleitungen nur in digitaler Form „beigelegt“ werden.

Meine erste Sorge galt der Tatsache, dass einfach viele Bilder so grisselig waren. Ich stöberte also durchs Netz und kam auf den ISO-Wert. Natürlich sagt mir das was, aber ich hatte mich bisher nie darum kümmern müssen. Meine alte Canon hatte es offenbar nicht so sehr mit hohen ISO-Werten, denn wen ich bei meinen Nachtaufnahmen schaue, steht da höchstens mal ein ISO 200, während die neue ekstatisch erst ab ISO 6400 in Wallung zu kommen scheint. Ooookay, dann stellen wir den ISO-Wert doch mal manuell ein, dann klappt’s dann gleich viel besser.

Mein zweites „WTF?!“ kam von den total verwackelten Bildern, wenn ich ein Stativ genutzt habe. Ich meine … hallo?! … Stativ?! … Fernauslöser?! … Windstill?!“ … was zur Hölle soll da wackeln? Nun habe ich gestern zu meiner Überraschung in einem Artikel zum Fotografieren von Feuerwerk gelesen, dass man den Bildstabilisator ausschalten soll, weil der gerne mal versucht, Bilder zu stabilisieren, obwohl es da gar nichts zu stabilisieren gibt. Ja…wie? Aber gut, dann machen wir das mal und siehe da … es funktioniert!

IMG_1150
Es war allerdings ein bisschen diesig gestern, deshalb scheint es ein wenig unscharf.

So langsam, aber sicher ist es mir dann gedämmert, dass es eben doch ein (kleiner) Quantensprung zwischen einer 1100D und einer 70D ist. Und dass die 70 D von dem, der sie benutzt, ein wenig mehr verlangt als nur ein Rädchen zu drehen, durch den Sucher zu guggen und auszulösen. Das habe ich vor allen Dingen festgestellt, dass ich in die in diesem Artikel zum Feuerwerk fotografieren Einstellungen an der Kamera vornahm und zum ersten Mal mit dem Bulb-Modus konfrontiert wurde. Natürlich sagen mir Dinge wie Blende und Verschlusszeiten und so weiter was, aber so richtig damit auseinander gesetzt habe ich mich -ehrlich gesagt- nie. Gewisse Grundkenntnisse reichten bei der meiner 1100D aus, um durchaus gute Fotos zu machen.

Deshalb war ich gestern ein bisschen stolz, als meine Kamera, die Stative zu hassen schien und sowieso nix scharf stellen kann (oder nicht das, was man möchte), es dann doch plötzlich hin bekommt. Für jemanden, der seit Jahren versucht, ein Feuerwerk zu fotografieren und es nie hinbekommen hat, ist ein solches Foto schon ein großer Erfolg.IMG_1196

 

 

 

 

 

Das einzige, woran ich jetzt tatsächlich noch hardere, ist die Sache mit dem (Auto)Fokus. Mal stellt die Kamera auch das scharf, was ich (dachte zu) fokussiere(n) und mal etwas völlig anderes. Es gibt mehrere Fokus-Modi, aber selbst, wenn ich es über den LiveView versuche … irgendwie funktioniert das nicht so, wie ich das möchte.

Aber wie gesagt: Wenn ich nichts von dem Fehler wüsste, würde ich es auch nicht automatisch auf die Kamera schieben. Ich werde also weiter versuchen, herauszufinden, wo der Haken ist. In der Hoffnung, dass das Problem eben doch nicht die Kamera, sondern die, die dahinter steht, ist.

Bis dato weiß ich also noch nicht, ob ich von der Kamera enttäuscht sein soll oder ob ich mir einfach mehr Mühe geben muss. Wenn sie denn dann mal funktioniert, wie ich denke, dass sie funktionieren soll, dann ist die 70D wirklich super. Aber so lange das scheinbar auf Zufall basiert, bin ich mir nicht so sicher, ob ich mich nochmal für sie entscheiden würde.

Aber so leicht werfe ich die Flinte nicht ins Korn. Das Jahr 2016 wird also ein Trainingsjahr.

Meine neue Kamera: Canon EOS 70D

Spätestens seit meinem Urlaub in Flensburg und einem langen Gespräch in einem Fotogeschäft, wie es sie in dieser Qualität wahrscheinlich nicht mehr viele gibt, war mir bewusst, dass meine geliebte Canon EOS 1100D so langsam an ihre Grenzen stößt. Oder zumindest an die Grenzen dessen, was ich von ihr verlange. Ein neues Objektiv sollte den Schaden damals noch zumindest mildern, aber die Entscheidung war gefallen: Das nächste Weihnachtsgeld wird in einen neuen Body investiert.

Eine Canon sollte es wieder werden – allein schon wegen all meiner Objektive. Außerdem war ich bis dato mit meiner Canon immer zufrieden gewesen, warum also wechseln? Und sie sollte natürlich bezahlbar sein. Dass Fotografieren generell ein teures Hobby ist, findet man spätestens heraus, wenn man nur einen gescheiten Rucksack für die Cam kaufen will. Da weiß man ganz schnell, dass man entweder nur dieses eine Hobby hat … oder die anderen Hobbys um einiges kostengünstiger ausfallen müssen.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht. Aber welche soll es denn nun werden?

Irgendwann hatte ich die mögliche Auswahl auf drei Modelle verkleinert: Canon EOS 750D, Canon EOS 760D oder eben die Canon 70D.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Zeitungen ich gewälzt habe, wie viele Vergleiche ich gelesen habe, wie viele Foren und Meinungen ich im Internet durchforstet habe … nur … wirklich schlauer war ich danach auch nicht. Die Canon EOS 750D ist zwar wesentlich billiger, schien aber an anderer Stelle wiederum die besseren Werte zu haben. Aber wenn sie doch eigentlich „besser“ war, warum war sie denn da soviel billiger? Dazu kommt noch, dass die 750 erst im Januar 2015 auf den Markt kam, die 70D allerdings schon seit 2 Jahren käuflich zu erwerben ist. Ist die 70D dann schon irgendwie überaltet?

Am Ende, so blöd sich das anhören mag, war  für mich ausschlaggebend, dass Canon selbst die EOS 750D (und die 760D) als Einsteiger-Modell einteilt, während die 70D schon im Fortgeschrittenen-Segment angesiedelt ist. Und ich dachte mir: „Ein Einsteigermodell hatte ich mit meiner EOS 1100D. Jetzt will ich einen Schritt weiter gehen.“

So nahm ich die 70D ins Visier … um gleich erschrocken festzustellen, dass es da scheinbar massenhaft Probleme von Werk gegeben hat. Die Kamera stellte bei kleiner Blende nicht so scharf wie sie sollte bzw. stellte das scharf, was sie wollte … was nicht immer dem entsprach, was der Fotografierende wollte. Der Fehler war wohl bekannt und Canon behob ihn auch ohne Beanstandung, aber hatte ich Bock, eine Kamera zu kaufen, die vielleicht gleich wieder in Reparatur muss? Und dann das ganze Gerenne und der Papierkram, bis man das Ding dann wieder zurückgeschickt hätte… In einem anderen Forum las ich dann wieder von denen, deren 70D von Werk dieses Problem nicht hatte und dass sie total begeistert von der Kamera waren.

Lange Rede, kurzer Sinn: nach einigem Hin und Herwälzen aller Gedanken habe ich mir gesagt, ich gehe das Risiko ein und habe die Kamera bei Amazon bestellt. Ich hätte sie auch sehr gerne in einem hier ansässigen Fotogeschäft gekauft, aber entweder, sie hatte die Kamera nicht da oder aber das sogenannte Fotogeschäft war nichts als ein „Wir machen auch biometrische Passfotos“.

Ich habe sie, wie gesagt, bei Amazon, allerdings im Warehouse, bestellt, in der Hoffnung, dass die Kamera da schon von jemandem überprüft und ggfs. repariert worden ist. Dafür musste ich etwas länger warten, denn, wie ich erstaunt festgestellt habe, ist die Kamera aus Barcelona über Lyon zu mir geflogen worden.

Gestern kam sie nun an. *freu* Leider konnte ich sie nicht gleich ausprobieren, weil der Akku leer war. 😦 Aber er hat schnell geladen, von 0 auf 100 in gefühlt einer Stunde.

Das erste, was mir aufgefallen ist, ist das Gewicht der Kamera, die doch einiges mehr wiegt als meine alte. Und natürlich die vielen Knöpfchen und Rädchen. Kurz das Handbuch durchgeblättert (das muss reichen!) und dann los gelegt. Natürlich war es draußen schon dunkel und natürlich bin ich auch heute erst heimgekommen, als es schon dunkel war. Ich kann also noch nicht wirklich viel über die Kamera sagen, außer, dass sie mir vom Handling erstmal sympathisch ist und ich bis jetzt alles Neue, was ich entdeckt habe, für gut befunden habe. Aber ich will euch zumindest nicht das erste Bild, das ich mit meiner neuen Kamera gemacht habe, vorenthalten. 😀

IMG_0016

Später habe ich dann noch versucht, meine beiden Jungs zum Model-Stehen zu motivieren. Aber die waren nur mäßig begeistert.

Mal sehen, wann ich endlich Zeit haben werde, mit der Kamera mal richtig loszulegen. Wie ich mein Glück kenne, wird das wohl im Moment noch etwas dauern.

Meine alte Cam will ich meinem Patenkind zum Ausprobieren überlassen. Fotografieren mit einer Kamera ist doch was anderes als Fotografieren mit einem Handy. Wenn es ihr gefällt, kann sie die Kamera haben. Wenn nicht, findet sich bestimmt jemand oder ich nehme sie als Zweit-Body. Sie ist ja nicht kaputt.