April

Nelografies Projekt 366 Tage hält es einem vor Augen: Es sind schon wieder die ersten 100 Tage (genauer genommen heute 101 Tage) des Jahres vergangen.

Endlich hat auch hier das warme Wetter und die Sonne Einzug gehalten. Seit ein paar Tagen gibt es mehr Sonne statt Wolken und die Natur explodiert. Die Pollen auch. A*schlöcher.

Leider kam ich neben Arbeiten und Haus- und Haustierversorgung kaum zum Fotografieren. Important shit to do: neuen Rucksack kaufen, neue Bremsbeläge ans Fahrrad montieren und so. Heute hatte ich nun eigentlich losradeln wollen, aber dann ist mir aufgefallen, dass mein Kamera-Akku fast leer war. Zudem war es windig … und wenn es mich im Garten schon nervt, fluche ich aufm Fahrad auf freiem Feld noch mehr. Und der Oberschenkel zwickt sowieso. Kurz gesagt: bis ich heute endlich dazu kam, mal einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ich mich mal aufs Fahrrad schwingen könnte, hatte ich keine große Lust. Das mit dem Akku stimmt allerdings! Irgendwo hatte ich aber auch ein schlechtes Gewissen, deshalb bin ich wenigstens etwas unmotiviert durch den Garten geschlichen.

Ich hatte außerdem heute Mittag beschlossen, ich könnte mich mal etwas intensiver mit Lightroom auseinander setzen. Also…durch den Garten geschlichen…Lightroom aufgerufen und … lange Rede, kurzer Sinn: Als ich mit dem Aussortieren fast fertig war, falschen Knopf gedrückt, alle Fotos gelöscht. *gnnn*

Als ich dann wieder von vorne angefangen habe, habe ich festgestellt, dass in meinem Bearbeitungscontainer, also die Partition, auf die erstmal wahllos alle Fotos geschoben werden, bis ich mich intensiver damit auseinander setzen kann, fast 2000 Fotos liegen. Wie sagte eine Freundin von mir neulich: „Ich muss mal ein Wochenende für Fotos blocken!“ Äh ja, ich wohl auch.

Ich müsste für so viele Dinge mal Zeit blocken. Aber irgendwie kriege ich sie nicht zu fassen, diese verdammte Zeit.

Fleißiges Bienchen
Fleißiges Bienchen

Buch: „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D“

Lange bin ich drum herum geschlichen, nun habe ich es mir doch zugelegt: „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D – Ihre Kamera im Praxiseinsatz“ von Holger Haarmeyer und Christian Westphalen.

Warum habe ich gezögert?

Aus zwei Gründen:

Zum einen ist das Buch relativ teuer und ich wollte es nicht online kaufen, ohne zu wissen, was mich erwartet. Ich wollte weder ein Buch, dass mir erstmal die Geschichte der Fotografie im allgemeinen und die von Canon im speziellen erzählt, sondern ein sehr konkretes Handbuch, in dem auf die Kamera und ihre (Einstellungs-)Möglichkeiten eingegangen wird. Mir sollte keiner erklären, dass ich vor dem Fotografieren den Deckel von der Linse nehmen muss, aber ich wollte auch nicht mit Fremdwörtern und/oder technischen Details zugeworfen werden.

Den zweiten Grund habe ich in Ansätzen schon erwähnt. Ich habe hier einige Bücher zum Thema Digitale Fotografie herumstehen. Die Mehrzahl der Seiten könnte ich getrost herausreißen, weil sie für mich keinen Mehrwert haben. Es ist ja ganz nett zu wissen, wie die Kamera technisch funktioniert und welche Physik dahinter eine Rolle spielt. Wo der Unterschied zwischen menschlichem Auge und einer Kameralinse liegt und wie sich das Licht im dritten Viertel bricht. Allerdings: das interessiert mich nicht. Ich will konkret wissen, wie ich mit welchen Grundeinstellungen was fotografiere. Worauf ich achten muss und wo der Fehler liegen könnte, wenn es so gar nicht funktionieren will. Leider legen viele Bücher eben den Fokus auf ersteres. Kapitelweise Technik, noch mehr allgemeines Blabla und in einem fitzelkleinen Teil wird es dann konkret. Davon habe ich also genug Bücher und brauche nicht noch eines für viel Geld.

Warum ich es doch gekauft habe.

Als ich mir die EOS 70D gekauft habe, hatte ich schon drei, vier Jahre mit der EOS 1100D auf dem Buckel und dachte mir: „Kennste eine, kennste alle!“ Ich musste jedoch zu meinem Leidwesen feststellen, dass dem eben nicht so ist. Genau genommen hat mir meine Erfahrung mit der kleineren Canon im Umgang mit der 70D nicht geholfen. Alles, was ich bei der Kleinen aus dem EffEff beherrschte, hatte bei der größeren nun keinen Taug mehr. Das Handbuch der Canon liegt digital auf einer CD. Da habe ich auch schon mal reingeguggt, aber ich schau mir kein komplettes Handbuch am PC an und zum Ausdrucken war es zu umfangreich. Einige konkrete Einstellungen kann man im Internet nachschauen, aber ALLE Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten? Ich hätte mir einen Wolf im Netz gesucht und gelesen. Vor allen Dingen interessierten mich der Autofokus (mit dem ich ja gerne meine Probleme habe/hatte) und was denn an der Kamera überhaupt was und wofür ist.

Als ich im Buchladen dann ein Buch für meinen Vater holen sollte, ist mir beim Stöbern auch die Fotografie-Abteilung aufgefallen und da stand es nun, griffbereit und vor allen Dingen bereit, schon vorab einen Blick hineinwerfen zu können. Ich habe es kurz durchgeblättert und da ich unmöglich aus einen Buchladen gehen kann, ohne für mich ein Buch mitzunehmen (Bücher für andere zählen nicht!), habe ich es mitgenommen.

Das Buch und seine Kapitel

Das Buch ist ein Hardback, riecht etwas streng und hat insgesamt -mit Index- 445 Seiten. Es ist aufgeteilt in insgesamt 8 Kapitel:

  1. Die Canon EOS 70 D kennen lernen (S. 13 – 61)
  2. Autofokus und Schärfe (S. 63 – 102)
  3. Belichtung (S. 105 – 171)
  4. Blitzfotografie (S. 175 – 209)
  5. Objektive (S. 213 – 261)
  6. Nützliches Zubehör (S. 267 – 290)
  7. Filmen mit der Canon EOS 70 D (S. 297 – 345)
  8. Alle Menüs und Einstellungen im Überblick (S. 349 – 430)

Die Kapitel haben dann noch diverse Unterpunkte, versteht sich.

Auch hier musste ich feststellen, dass für mich persönlich einige Kapitel nicht oder zumindest noch nicht interessant sind. Inbesondere 4. Blitzfotografie, 6. nützliches Zubehör und 7. Filmen mit der Canon hätte ich nicht gebraucht. Ich filme nicht mit einer Fotokamera. Wenn ich Filmen will, kaufe ich mich eine Filmkamera. Und das nützliche Zubehör: naaaja. Dass man ein Stativ braucht, kann man sich ungefähr denken. Regenschutz und Speicherkarten? Muss ich sowas eigene Seiten widmen? GPS-Empfänger? Wer auf sowas scharf ist, würde sich auch so darüber informieren können. Auch das erste Kapitel hätte für mich auf fünf oder sechs Seiten gekürzt werden können.

Ich habe jedoch die Kapitel 1 bis 3 – also etwa die Hälfte des Buches wirklich intensiv durchgearbeitet. Habe mir kleine Merker an den Rand gemacht und für mich wichtige Aussagen oder Tipps markiert.

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Die Kapitel (und ihre Unterpunkte) sind mit vielen Bildern aufgelockert und logisch aufgebaut. Am Ende eines jedes Kapitels ist dann der sogenannte „Praxistipp“, von dem ich nicht so überzeugt bin, ob es da nicht andere, bessere Praxistipps gegeben hat. So ist der Praxistipp beim Kapitel „Belichtung“  Panoramafotografie und außerdem lernen wir noch, wie wir aus einem Smartphone eine tolle Lichtquelle für ein Modellauto basteln. Na, wenn wir sonst nix zu tun haben beim Thema „Belichtung“.

Das erste Kapitel ist absolut für Anfänger gedacht. Es hätte wirklich nur noch gefehlt, dass da steht, man müsse den Deckel vom Objektiv nehmen. Aber trotzdem habe ich noch den ein oder anderen Hinweis auf irgendeinen Knopf gefunden, der mir bis dato noch nicht aufgefallen war. Ob es so wichtig war, dass es ich noch wüsste, wenn ich es mal brauchen sollte, weiß ich allerdings nicht.

Das zweite Kapitel – Autofokus und Schärfe – war endlich genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Natürlich ist auch hier einiges an technischem Blabla enthalten, was man nun nicht unbedingt für die reine Nutzung der Kamera benötigt, aber ansonsten war es eine gute Mischung zwischen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Wissen, das sehr gut und nachvollziehbar erklärte, wie der Autofokus funktioniert und warum er manchmal daneben haut. Es war für mich ein wirklich erleuchtendes „Aha!“-Ergebnis.

Das dritte Kapitel – Belichtung – indes war dann wieder eine Ernüchterung. Ich habe bisher noch kein Buch gefunden, bei dem ich nicht das Gefühl hatte, dem/der oder den Autor*innen wäre es nicht lästig, über so etwas doch ganz Logisches und Selbsterklärendes etwas schreiben zu müssen. Blende, ISO, Weißabgleich … Leute, das ist doch alles ganz klar!

Mir war es noch nie so ganz 100%ig klar und deshalb war ich nach dem Kapitel über den Autofokus total enttäuscht, dass auch hier das Thema Belichtung eher im Galopp und mit viel Technik, aber wenig Anwendungsbeispielen gespickt war. Da stehen dann so Sätze wie „Wenn Sie den ISO-Wert um den Faktor 2 erhöhen, können Sie den Blendenwert um den Faktor 1,4 erhöhen oder die Belichtungzeit halbieren und erhalten trotzdem die gleiche Bildhelligkeit.“ Ich hätte es gut gefunden, wenn man da mal ganz konkret ein Beispiel dazu geschrieben hätte, aber das ist dem Leser oder der Leserin selbst überlassen, sich einen Reim darauf zu machen. Leider gibt es in diesem Kapitel kaum konkrete Beispiele. Es wird viel theoretisiert und man könnte/sollte, aber tatsächlich verstanden habe ich genauso wenig wie vorher. Dafür ist man dann durch die verschiedenen „Betriebsarten der Belichtungseinstellungen“ – also P, Tv, Av und wie sie alle heißen- fröhlich durchgaloppiert und der Satz „Sie werden die Blende ohnehin von Hand wählen wollen, weil es für viele Motive einen optimalen Blendenbereich gibt, der wenige Variationen zulässt“ fand ich ein wenig übermotiviert, wenn man gerade erst dabei ist, die Kamera kennen zu lernen (dafür liest man ja dieses Buch!) und froh ist, wenn sie überhaupt einigermaßen das tut, was man will. Die „optimalen Blendenbereiche für viele Motive“ kenne ich zum Beispiel nicht.

Das vierte Kapitel „Blitzfotografie“ ist für mich uninteressant, da ich es hasse, mit Blitz zu fotografieren.

Im fünften Kapitel – „Objektive“ – werden eine relativ große Menge an Objektiven vorgestellt. Positiv: Es handelt sich dabei nicht nur um Canon-Objektive. Ein bisschen doof ist es halt, dass die Objektive da jetzt festgetackert sind und wenn das Buch mal zwei Jahre alt ist, vielleicht nicht mehr aktuell sind. Ich habe das Kapitel zwar erstmal nur überflogen, aber zumindest werden hier, bevor man bei den Beschreibungen der Objektive damit um sich schmeißt, Begriffe wie „Bokeh“, Brennweite und Lichtstärke erstmal erklärt. Ob man daraus schlau wird, kann ich noch nicht sagen, ich habe es zum einen erst überflogen und zum anderen bin ich mit meinen Objektiven im Moment sehr zufrieden, dass ich den Kauf eines weiteren erstmal nicht plane und mich daher mit dem Thema erstmal nicht auseinander setzen muss.

Das sechste Kapitel – „Nützliches Zubehör“ – habe ich auch erst überflogen. Es beschäftigt sich relativ ausgiebig mit Stativen und dann weniger ausgiebig mit Fernauslösern, GPS-Empfängern, Batteriegriff, Filtern, Streulichtblende, Regenschutz, Speicherkarten und der Sensorreinigung.

Filmen will ich nicht mit meiner Kamera und das achte Kapitel -„Alle Menüs und Einstellungen im Überblick“ werde ich mir mit Sicherheit nochmal in Ruhe zu Gemüte führen (müssen).

Fazit

Von den 445 Seiten hätte ich -zumindest mein Fazit bisher- mit einem Drittel, wenn nicht weniger, leben können.

Die Informationen zum Autofokus waren wirklich, wirklich hilfreich und wenn das ganze Buch in diesem Stil und auf diesem Niveau geschrieben wäre, dann hätte ich Kapitel, die sich mit Themen, die mich nicht interessieren, sehr leicht leben können. Es ärgert mich, dass das Thema „Belichtung“ in seiner Gänze mal wieder so lieblos geschrieben wurde, als ob doch jeder im Grunde wüsste, was damit gemeint ist, während man sich hingebungsvoll fast 50 Seiten mit dem Thema „Filmen“ abgibt, wozu die Kamera ja im Grunde gar nicht hauptsächlich ausgelegt ist. Diese 50 Seiten noch ein für die Belichtung genommen und dafür ein bisschen ausführlicher UND mit Beispielen auf Blende, ISO-Wert, Weißabgleich und Belichtungszeit eingegangen und man hätte zumindest den Hauptfokus besser gelegt.

Aber dieses Buch schafft es nicht, seinen Mittelweg beizubehalten und Anfängern sowie Fortgeschrittenen gerecht zu werden.

Nun kann man sagen, dass es das ohnehin nicht gibt. Das stimmt. Aber dann muss ich mich für eines entscheiden: Schreibe ich für Fortgeschrittene oder schreibe ich für Anfänger und – das tut dieses Buch nicht. Schreibe ich für Anfänger, so erkläre ich alles von Grunde auf. Meinetwegen eben auch, wie eine Kamera technisch funktioniert, die ganze Theorie dahinter blablabla. Schreibe ich für Fortgeschrittene, muss ich all das jedoch nicht mehr erwähnen.

Dieses Buch heißt „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D – Ihre Kamera im Praxiseinsatz“ und genau das hat mir in ganz großen Teilen gefehlt: der Praxiseinsatz. Die ganz konkreten Einsatzmöglichtkeiten, mehr Beispiele, mehr Einstellungsbeispiele, Tipps für Fehlerbehebungen, How to’s, usw.

Das Kapitel mit dem Autofokus hätte ich wahrscheinlich inhaltlich auch im Internet gefunden.

Trotzdem bin ich nicht ganz unzufrieden. Ich bin zwar enttäuscht, aber Enttäuschung kommt ja auch daher, dass man sich etwas anderes vorgestellt und das eben nicht bekommen hat. Also nehme ich das Buch als das, was es ist: ein Nachschlagewerk, in dem ich noch das ein oder andere nachblättern kann. Das Kapitel mit den Objektiven könnte ja noch mal interessant werden und auch die Menüs und Einstellungsmöglichkeiten könnten ja noch den ein oder anderen Schatz verbergen.

Ich wüsste jedoch nicht, wem ich dieses Buch empfehlen sollte: Einem Anfänger oder einem Fortgeschrittenen. Aber ich weiß: Wer immer es sich kaufen möchte, der sollte unbedingt in eine Buchhandlung gehen und sich das Buch vorher gründlich ansehen. Länger hinein lesen. Und sich dann gut überlegen, ob das Preis-Leistungsverhältnis für einen selbst in Ordnung ist.

Es gibt übrigens noch ein zweites, ähnliches Buch: „Canon EOS 70D: Das Handbuch zur Kamera“ von Dietmar Spehr. Aber ich befürchte, das wird auch nicht anders sein.

 

Reactivation: Panasonic Lumix DMC-FZ7

Meine Wohnung ist viel zu groß für mich alleine. Sie bietet einfach zu viel Platz, um Dinge irgendwo hinzulegen und dann zu vergessen. Oder zu ignorieren. Oder beides. Oder Dinge von A nach B zu tragen und sie dann zu vergessen. Oder zu ignorieren…

Ich habe seit bestimmt zwei Jahren lang tapfer eine kleine Tüte von Thalia von einem Ort zum nächsten geschleppt. Das Problem an dieser Tüte ist, dass sie farblich einfach irgendwie immer passt und mich deshalb visuell nicht genug beleidigt hat, als dass ich sie endlich mal ausräumen würde. Dabei wusste ich da sowieso, was drin war: meine alte DigiCam, eine Panasonic Lumix DMC-FZ7.

Nachdem ich mir die Canon 1100 D und später die 70D gekauft hatte, ist meine alte Kamera in den Schrank mit dem Elektrolager gelandet. Das ist nicht das Lager für den Elektroschrott! Im Elektrolager lagern Dinge, die man irgendwann ja nochmal gebrauchen könnte: alte Telefone, alte Handys, Kabel (oh! natürlich! Kabel!), diverse Dinge, von denen man nicht mehr weiß, wofür man sie benutzt und eben meine alte Digicam.

Nun hat mich irgendwann vor zwei Jahren mal jemand gefragt, ob ich nicht für ein junges Mädel eine Kamera für die Klassenfahrt hätte, das Handy wäre ja jetzt dann halt doch nicht sooo gut. Da habe ich meine Lumix aus dem Schrank geholt, in eben jene Tasche gepackt und mitgegeben. Allerdings habe ich sie relativ schnell wieder zurückerhalten, weil … zu kompliziert. Gut, dazu sage ich jetzt mal nichts, aber seit diesem Tag lag die Tüte hier rum.

Am Freitag hatte ich beschlossen, dass ich mal wieder richtig Lust darauf hätte, mit meiner alten Lumix fotografieren zu gehen. Dann allerdings stellte ich fest, dass sie nicht mehr so funktionierte, wie ich dachte, dass sie funktionieren sollte. Kurz hatte ich im Verdacht, dass jemand die Kamera gelyncht hatte, während sie ausgeliehen war. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Diese Kamera kann halt nur mit Karten bis maximal 2 GB. So eine habe ich gar nicht mehr! Aber wozu gibt es Amazon?

Ich habe keine Ahnung mehr, wann ich mir die Lumix damals gekauft habe. Und warum. Ich hatte zwar früher schon mal Phasen, in denen ich ganz gerne mal geknipst habe, aber wenn ich so recht darüber nachdenke, hat sie wahrscheinlich 90% der Zeit einfach nur herum gelegen. Bis ich Anfang 2012 Probleme mit der Schulter und dem Nacken bekommen habe und man mir sagte, ich solle mich möglichst viel bewegen. So bin ich jeden Tag spazieren gegangen oder habe mich aufs Fahrrad geschwungen. Bloß kennt man eben irgendwann auch jeden Stein und jedes Blatt und so bin ich damals auf die Idee gekommen, ich könnte ja mal die Kamera mitnehmen. Das war, in Kurzform, der Beginn (m)einer Leidenschaft. Ein halbes Jahr später ist dann die erste Canon bei mir eingezogen.

Zurück zur Lumix:

Ich hatte mir damals eine Panasonic Lumix gekauft, weil ich ziemlich begeistert von deren eingebauten Bildstabilisator gewesen bin. Mein Vater hatte ebenfalls eine kleine Lumix und knipste, wenn meine Eltern im Urlaub gewesen sind. Die Bilder waren scharf, farbtreu und es gab nichts an ihnen zu meckern.

Zwar hat auch die DMC-FZ7 schon die verschiedene Einstellungsmodi, die man auch heute an den Kameras findet (P(rogramm), A (Blendenöffnungvorrang), M(anuelle Belichtung) etc.), aber ich habe damals wohl nur den „Einfach-Modus“ genutzt. Vielleicht mag es daran gelegen haben, vielleicht war es aber tatsächlich einfach eine Schwäche aller oder zumindest der beiden Lumix-Modelle, die ich kannte: So lange das Licht gut war, haben die Kameras sehr geile Bilder gemacht. Aber wehedem, es wurde dunkler – ob nun Dämmerlicht oder einfach Innenfotografieren bei leicht gedämpftem Licht. Da knickte die Kamera ein. Was schade war, denn so war sie eigentlich nur eine Gut-Wetter-Kamera. Oder zumindest Outdoor.

Dafür hat sie andere Qualitäten: sie ist ein Fliegengewicht gegen meine Canon, sie ist klein(er) und trotzdem griffig.

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Die Canon und die Lumix #1
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Die Canon und die Lumix #2

Sie passt in Taschen und Rucksäcke und sie ist wirklich einfach zu bedienen – wenn es jemandem nicht zu kompliziert ist, den Deckel vom Objektiv zu nehmen und die Kamera anzuschalten. Zudem hat sie auch eine Zoomfunktion. Kurz: die perfekte Kamera für Schnappschüsse bei Spaziergängen! Zudem habe ich einen zweiten Akku und wie es aussieht, ist sie auch noch voll funktionstüchtig, denn rückblickend ist sie noch nicht oft benutzt worden.

Deshalb habe ich beschlossen, sie mit ins Büro zu nehmen und dort in meinem Schreibtisch zu bunkern. So kann sie mich auf Rundgängen im Park begleiten und/oder steht zur Verfügung, wenn mir einfach mal nach Fotografieren zumute ist.

 

 

Lyricsonskin #1 Pretest

Auch, wenn ich seit einiger Zeit nichts mehr darüber geschrieben habe, bin ich weiterhin an diesem Projekt dran.

Zur Zeit sammle ich die prinzipielle Grundlage: Models und Lyrics. 😀

Die Models sind gerade im Urlaub, aber ich habe schon zwei Freiwillige gefunden. Die fanden das ursprüngliche Bild schön und konnten sich sofort damit anfreunden, ihren eigenen Körper dafür herzugeben. Oder wahlweise eben die Kamera zu halten und auf mir herumzukritzeln.

Ein paar Lyrics habe ich auch schon gefunden. Die sammele ich schön auf meinem Tablet für späteren Gebrauch.

Heute bin ich an einen zweiten Selbsttest gegangen. Dabei habe ich ein interessantes Problem entdeckt, was mir gar nicht so sehr bewusst war, weil es beim ersten Mal wunderbar geklappt hat: mit welchem Stift schreibt man eigentlich am besten auf Haut? (Jetzt komm mir hier keiner mit wasserfestem Edding!)

Der Füller, der auf meinem Arm problemlos funktioniert hat, hat ebenso wie der Kugelschreiber auf meinem Brustkorb den Dienst verweigert. Dabei hatte ich  vorher so schön geübt, in Spiegelschrift und auf dem Kopf zu schreiben. Ja, nu ist guter Rat teuer.  Wahrscheinlich muss ich die Haut vorher entfetten. Wieder was auf meiner Liste notiert.

Das Ergebnis von heute ist also entsprechend ein Lerneffekt-Ergebnis.

lyricsonskin#2bob

„It may be the devil, it may be the Lord,
But you’re gonna have to serve somebody.“

#Bob Dylan
# Gotta serve somebody, 1979

 

 

Ein Tag am See

Gut, der Titel stimmt nicht wirklich. Ich war nicht *wirklich* an einem See, also zumindest ist das keiner, in dem man schwimmen kann. Und schon gar keinen ganzen Tag lang, sondern gerade mal zwei Stunden. Aber heute war mir alles egal. Ich habe erledigt, was ich erledigen musste und habe zu allem anderen „Nein!“ gesagt. Heute war das Wetter toll und … meine Woche war es bis dato weniger gewesen. Ich musste raus. Ich wollte fotografieren. Egal, was, egal, wie es am Ende ausschauen würde. Aber einfach mal zwei Stunden Pause vom Alltag.

Dieser See ist nicht weit von mir, aber es reicht, um in der Natur zu sein. Jetzt, im Frühjahr, wenn noch alles kahl ist, sieht man auch den kleinen Bach, der sich dort entlang schlängelt. Auf dem See gibt es Stockenten. Ich liebe Enten und Gänse. Ich weiß gar nicht, wie ich es jeden Morgen im Park am Ententeich vorbei auf die Arbeit schaffe, ohne, dass meine Chefin mich dort abholen und an den Ohrläppchen reinzerren muss.

Für die Romantiker – sind Romantiker anwesend? – gibt es dort normalerweise ein Schwanenpärchen, meistens im Sommer dann mit Jungen. Heute war der Papa allein und nicht erpicht darauf, mich zu sehen. Wir haben uns auf einen Sicherheitsabstand von etwa 10 m geeinigt.

Ansonsten ist es Natur, so, wie es hier so aussieht, wenn man sich mal eine Viertelstunde aufs Fahrrad setzt. Bis auf die Strommasten eigentlich ganz nett. Und die Ecke dahinten ist auch relativ ruhig, gerade gegen Nachmittag. Da kann man einfach nur abschalten.

Der See…

…und sein Getier.

Am Bach gleich daneben.

Bäume…

…und Gräser.

Es wird doch nun endlich Zeit für Frühling.

März-Frust

Eigentlich sollte ich es schon gewöhnt sein: Irgendwann in dem Zeitraum zwischen Winter und Frühling überkommt mich der große Frust.

Es ist nicht mehr so richtig Winter. Zumindest sieht es nicht mehr ganz so aus. Es ist aber auch noch nicht so richtig Frühling. Zumindest fühlt es sich noch nicht so an.

Ich habe ein paar Tage Urlaub und ich habe mich darauf gefreut, quasi JEDEN Tag die Sonne zu genießen und endlich wieder fotografieren zu gehen. Gut, der Freitag geht immer mit den Vorbereitungen fürs Wochenende drauf: Einkaufen gehen, Tierbehausungen sauber machen. Etc. Der Samstag, naja, ich hätte Putzlappen Putzlappen sein lassen, wenn das Wetter wirklich einladend gewesen wäre. Letzt endlich habe ich mich dann abends nach draußen gezwungen. Heute war Sonntag und nein, der Name war nicht Programm! Keine Sonne, widerlich kalter Wind.

Aber gut, vielleicht wird es ja noch besser. Stellt sich nur die nächste Frage: Quo vadis?

Hier, vor Ort, gibt es nicht wirklich viel, was es zu fotografieren lohnt. Ich habe es zwar nicht weit in Feld und Wald, aber hier herrscht noch die absolute Tristesse und von explodierenden Frühlingsfarben sind wir so weit weg wie vom Mond. Überall noch verdörrte Natur, Matsch, Dreck. Die Bäume kahl, der Himmel dreckig. Aber der Himmel ist nicht mal dreckig genug, um irgendwelche Endzeitaufnahmen zu machen.

Obwohl ich nahe an Feld und Wald wohne, gibt es hier nix Romantisches. Keine verfallenen kleinen Scheunen, keine alten, vergessenen Landmaschinen. Alles schön ordentlich erschlossen. Ich habe einige Lieblingsplätze, aber die werden auch nicht anders aussehen und mir fehlt im Moment die Puste (im wahrsten Sinne des Wortes), um mich auf Verdacht dorthin zu quälen.

Also habe ich mir gedacht, dass ich in Fasanerien oder Tierparks gehen könnte. Aber mir steht nicht der Sinn nach Tieren hinter Gittern und Familien, die vor den Gittern stehen und ihren Kindern versuchen einzureden, dass der Esel das ganz toll findet oder enttäuscht sind, weil die Otter nicht auskommen wollen (blöde Viecher!) oder ähnliches. Es muss nicht sein, dass ich sowas unterstütze, nur, weil ich etwas suche, was ich fotografieren kann … und das auch nur deshalb, weil die Eule keine Chance hat, wegzufliegen.

Aber viel mehr gibt es hier einfach nicht, was bei Tageslicht (und dazu noch bei einem so beschissenen Tageslicht!) spannend oder nicht quasi schon zu Tode geknipst wäre. Oh ja, hier gibt es Parks. Mitten in der Stadt. Jugendstil auch. Man kann also in jedem Park irgendein Schlösschen, irgendeinen Teich, ein paar oder wahlweise eine Menge Enten und Gänse und den 358tausensten Krokus fotografieren. Alles andere würde sich im Moment nur nachts lohnen, aber nein, ich ziehe nicht noch einmal frierend um die Häuser.

Angefixt von smartphoto78 und ihren geilen Industrieaufnahmen habe ich mich daran erinnert, dass wir hier ja ein Bahn-Museum haben. So mit alten Loks und Waggons. Das würde sicherlich Spaß machen! Ja, nu… Öffnungszeiten Sonn – und Feiertag (und ab April auch mittwochs, immerhin!), aber frei bewegen darf man sich auf dem Gelände nicht. Man muss schön brav bei einer Führung mitwackeln. Fürs Fotografieren also eher … unbefriedigend.

Aber selbst, wenn ich in die Parks gehen, auf irgendwelche kleinen Berge klettern oder meinetwegen in den Odenwald fahren würde: das Wetter lädt nicht gerade zu gemütlichem Flanieren mit der Kamera ein. Die Sonne mag – hin und wieder – scheinen, aber der Wind ist eisig und bläst einem jede Motivation aus den Knochen. Ich verdiene kein Geld damit, dass ich draußen eingemummelt herumrenne und verzweifelt nach einem Motiv suche, während mir eben jener Wind Tränen in die Augen treibt.

Wohin ich mich auch drehe und wende: es ist frustrierend.

 

(M)Ein neues Stativ

Von all den Dingen, die ich für meine Fotoausrüstung noch brauche oder brauchen könnte, war das Stativ nun doch am wichtigsten.

Obwohl ich gerne auf Marios Rat gehört hätte, mit Sack und Pack in einen Laden zu gehen und ein Stativ vor Ort auszuwählen, quasi am lebenden Objekt,auszuprobieren, fehlte mir letzt endlich die Zeit, mich weiter nach einem Laden meines Vertrauen umzuschauen. Also habe ich es eben doch online bestellt: das K&F Concept Professional.

Eine kleine Peinlichkeit vorweg: Geht man von bestehenden Vorurteilen aus, so mögen die meisten Frauen denken, man kann nicht genug Schuhe haben. Und wahlweise Handtaschen. Oder, um mal das gute alte „Absolutely Fabulous“ zu zitieren: „You can never have enough hats, gloves and shoes!“

Ich bin eher der Meinung, man kann nicht genug Rucksäcke haben. Und schon gar nicht genug Fotorucksäcke. Deshalb habe ich derer mehrere. Meine letzte Anschaffung war der Mantona Rhodolit SLR-Kamerarucksack. Groß, schwer und gefühlt unverwüstlich hat er mich seither auf allen meinen Reisen und Touren begleitet. Nur hatte er, wie ich dachte, zwei kleine Mankos: ihm fehlte eine Außenseitentasche, in der ich mal eine kleine Getränke- oder Thermoskanne unterbringen könnte und … er hat keine Halterung für ein Stativ. Deshalb bin ich auch so ungern mit Stativ fotografieren gegangen, weil man eben immer noch eine zusätzliche Tasche mitschleppen musste. Zudem war mein altes Stativ für nicht mal 25 Euro zwar ganz nett für den Anfang, wenn auch wacklig und etwas dünnbeinig, aber leider eben auch ziemlich sperrig zum Mitnehmen. 

Anyway…ich war beim Rucksack und der Tatsache, dass er keine Halterung für ein Stativ hatte. Dachte ich. Wunderte mich gleichsam über diverse Kleinigkeiten am Rucksack, mit denen ich irgendwie nichts anfangen konnte. Egal…jedesfalls habe ich, nachdem ich das Stativ bestellt hatte, gleich nach einem neuen Rucksack gespäht. Ich klickte mich  so durch die Seiten und stieß mit einem kleinen Seufzer auf meinen jetzigen Rucksack. Hach ja…das isser. Mein Gutster. Wenn er doch nur…äh…Moment! Lange Rede, kurzer Sinn: Auf einem der Bilder hing an meinem Rucksack -festgezurrt und völlig friedlich- ein Stativ. O.O Nicht, dass ich den Rucksack schon fast drei Jahre habe. Gott, wenn ich mir doch endlich mal angewöhnen könnte, Gebrauchsanweisungen zu lesen oder mir wenigstens Beschreibungen VOLLSTÄNDIG durchzulesen.

Nachdem ich meinen Kopf mehrfach auf die Tischplatte und gegen die Wand gehauen hatte (ein bisschen Strafe muss sein), rannte ich überglücklich zu meinem Rucksack. Ich brauchte keinen anderen. Meiner kann ja alles. *strahl*

Und tatsächlich: Gestern das neue Stativ dran geschnallt und losgelaufen. Es hat bombenfest gehalten und das zusätzliche Gewicht von 1,25kg habe ich so gut wie nicht gespürt.

Das Stativ habe ich gestern zum ersten Mal benutzt. Ich kann soviel sagen, dass es einen sehr stabilen Eindruck macht und sich auch von dem Wind, der gestern blies, nicht hat beeindrucken lassen. Was noch nicht geklappt hat, war, die Kamera hochkant zu befestigen. Offenbar hatte ich die Platte nicht richtig an der Kamera festgeschraubt (kleiner Minuspunkt: man braucht dazu einen großen Schraubenzieher, vllt tut es aber auch eine Münze, muss ich ausprobieren). Ich habe allerdings gefühlt erst zehn Prozent aller Schrauben und „beweglichen Teile“ gestern ausprobiert, deshalb kann ich noch nicht viel dazu sagen, wie es sich z.B. auf volle Größe ausgefahren benimmt.

Ich werde bei Gelegenheit noch ein paar mehr Detailfotos machen.

Allerdings müsste ich dazu entweder in ein anderes Zimmer gehen oder die Kaninchen wegsperren. Photobombing. Ich habe keine Ahnung, warum, aber meine Kaninchen finden Stative sowas von spannend, dass es teilweise wirklich schwierig ist, ein Foto zu machen, ohne, dass einer der beiden minimum seinen Rüssel ins Bild streckt…

Lulu und das Stativ
Lulu und das Stativ

 

Bahnhofsromantik

Zugegeben…unser Bahnhof ist alles andere als schön und noch weniger romantisch. Deshalb soll er ja auch grunderneuert werden. Danach wird er wahrscheinlich genauso wenig schön und romantisch sein. Aber wenigstens abgefuckter geht nicht mehr.

Trotzdem … irgendwie liebe ich unseren Bahnhof. Wenn man das alte Haus mit den zwei Gleisen vor der Tür überhaupt Bahnhof nennen kann.

Und weil mich die Sonne heute den ganzen Tag geärgert hat, habe ich beschlossen, mich unabhängig von ihr zu machen und meiner Leidenschaft, der Abend-Fotografie nachzugehen. Immerhin habe ich ja mittlerweile ein neues Stativ und das wollte ausprobiert werden. Was ich etwas unterschätzt habe, war der eiskalte Wind, der mir so die Finger hat frieren lassen, dass ich nach 45 min kaum noch die Kamera abbauen konnte (Wer hat die Handschuhe vergessen? Ich!). Ich friere ehrlich gesagt immer noch.

Hach, ich bin halt doch in der Tiefe meines Herzens ein Monochrom-Kind.

 

Ein bisschen Frühling

Leider hat es die Sonne heute nicht gut mit mir gemeint.

Sie war noch da, als ich draußen Kartons zusammen geschnitten habe, damit sie in die Papiertonne passen. Sie war auch noch da, als ich die Post geholt habe und als ich den Balkon aufgeräumt habe. Sie war eigentlich immer da, wenn ich mit dem Putzlappen in der Hand aus dem Fenster gesehen habe. Aber sobald ich die Kamera genommen habe und in den Garten gegangen bin, hatte die Sonne akut was anderes zu tun. Nun gut … im Moment gibt unser Garten auch noch nicht viel her. Trotzdem…manchmal ist die Sonne ein Arschloch!

Jahresmotto 2016: #lyricsonskin

Ich habe bisher in jedem Jahr versucht, das Jahr fotografisch unter ein bestimmtes Motto zu stellen. Oder ich nehme mir vor, wenigstens ein Bild zu machen, das zu einem bestimmten Titel, einer bestimmten Überschrift passt.

2012 wollte ich ein Foto machen, das zu „Fields of Gold“ passt. Es war das erste Jahr mit meiner Canon EOS 1100, das Jahr, in dem ich mit dem Fotografieren angefangen habe.

2012
Fields of Gold – 2012

Im Jahr darauf – 2013 – hatte ich kein besonderes Motto, jedenfalls nicht, sofern ich mich erinnern kann. Ich war einfach nur mit der Kamera unterwegs.

2014 sollte das Monochrom-Jahr werden, aber ich habe viel Familienfeste, Fussballturniere und andere Dinge fotografiert, bei denen man es mir übel genommen hätte, wenn ich die Fotos nur in schwarz-weiß abgeliefert hätte. Zudem war ich viel in der Natur unterwegs und habe kleine Städtereisen nach Wiesbaden und Frankfurt unternommen, habe angefangen, meine Liebe zur Nacht-Fotografie zu entdecken und naja, das war’s dann eben mit dem Monochrom-Jahr.

Letztes Jahr -2015- dann ließ mich eine Zeile aus einem Lied von Sophie B. Hawkins („As I lay me down“) nicht los: „It felt like springtime on this February morning“. Ich bin ziemlich vielen Sonnenauf- und untergängen hinterher gehetzt, war zudem noch in Flensburg und Berlin unterwegs, so dass es letzt endlich ein simples Handy-Foto wurde, dass ich an einem Wintermorgen aufgenommen habe, als ich auf den Zug ins Büro gewartet habe.

It felt like springtime on this February morning - 2015
It felt like Springtime on this Febuary morning – 2015

Nun ist es 2016 und wieder sind es Songtexte, lyrics, die mir Bilder in den Kopf kommen lassen. Bilder, die ich mit Sicherheit nicht alle mit der Kamera einfangen kann…und sollte dem so sein, wäre es besser, wenn mindestens die Hälfte nicht an die breite Öffentlichkeit käme. *g* Inspiriert von Musik und aus meiner Trägheit gelockt von Wortmans Foto-Challenge „Ein Objekt an 29 Tagen“ habe ich Gefallen gefunden an etwas, was ich #lyricsonskin nenne: Liedtexte, Fragmente, auf die Haut geschrieben. Eines dieser Bilder, die gedanklichen und technischen Anfänge, habe ich hier ja bereits als Outtake gepostet. Seitdem hat mich die Idee nicht mehr losgelassen. Das nun soll also mein Motto für 2016 sein.

#lyricsonskin

Es wird mit Sicherheit das bis dato schwierigste Motto, das ich mir auf die Haut, äh, auf die Fahnen schreibe. Zumal ich es nur bedingt alleine lösen kann. Meine liebe Kollegin und noch liebere Freundin hat sich sofort als „Opfer“, als „partner in crime“ zur Verfügung gestellt. Das ist schon mal wichtig, denn ich kann meinen eigenen Körper eben nur bedingt selbst bemalen. Und dann muss eventuell auch noch jemand anderes fotografieren.

Ich will es langsam und ordentlich angesehen lassen.

Im Moment befinde ich mich erstmal auf einer kleinen Recherche-Reise durchs Internet und betrachte mir diverse Tattoo-Seiten, um herauszufinden, welche Körperteile sich mit Texte oder Bildern darauf auch noch ordentlich fotografieren lassen. Wie man Texte am besten wo unterbringt. (Wobei ich da mal wieder feststellen muss, dass mir die meisten Tattoos einfach nicht gefallen und noch mehr irgendwie schlecht gestochen sind – ansonsten habe ich nichts gegen diese Körperkunst einzuwenden.).

Dann werde ich erstmal an mir selbst das ein oder andere ausprobieren. Wenn ich am Ende des Jahres eine Handvoll guter Bilder gemacht habe, bin ich froh. Qualität statt Quantität. Das ist meine Foto-Jahres-Challenge. Ich lade niemanden explizit dazu ein, mitzumachen … kann es aber auch niemandem verbieten. 🙂

Aber jeder ist eingeladen, Ideen, Kritik, Verbesserungsvorschläge oder ähnliches anzubringen, wenn denn mal die ersten Bilder da sind. Ich bin kritisch mit mir selbst, also seid ihr es auch. Sonst kann ich ja nix lernen. 🙂

 

Ein Objekt an 29 Tagen – Tag 29

 

Worum ging es?

Wordman hat im Februar zu einer kleinen Foto-Challenge aufgerufen. Alle Teilnehmer/innen sollten ein Objekt, das sie sich selbst aussuchen konnten, 29 Tage lang jeweils anders fotografieren und das Foto posten. Ich hatte mir meinen Füllter ausgesucht. 🙂

Um meinen Blog ein bisschen aufzuräumen, sammele ich hier nun alle Fotos dieser Challenge, die den Namen „Ein Objekt an 29 Tagen“ trug.

My 2ct zu „Ein Objekt an 29 Tagen“

Ich gebe zu, ich habe es zuerst ein bisschen unterschätzt.

Nicht nur die Kreativität, die ich quasi auf Knopfdruck generieren musste, sondern auch den Zeitaufwand. Natürlich kann man „vorarbeiten“, aber ich hatte nun nicht immer gleich zehn Ideen im Kopf, so dass ich manches Mal abends nach dem Arbeiten doch noch mal an die Kamera musste. Wenn ich etwas anfange, dann will ich es auch ordentlich durchziehen und Faulheit oder „Keine Lust“ lasse ich als Ausreden nur ungern für mich gelten.

Zudem habe ich mich zum ersten Mal mit der Inszenierung von Bildern auseinander gesetzt. Bis dato habe ich immer versucht, aus Gegebenem etwas zu machen. Sei es Natur oder Städte oder sonstwas. Ein Foto zu arrangieren – das hatte ich so noch nicht gemacht. Aber das war ein interessante Erfahrung. Es ist eine andere Art des Fotografierens, bei der plötzlich die Vorarbeit mehr Zeit kostet hat als das Fotografieren an sich. Es hat seinen Reiz und ich werde das in Zukunft vielleicht häufiger angehen. Zumal ich in jedem Jahr  ohnehin immer eine Art Jahresmotto für mich suche.

Ich wurde zudem durch dieses Projekt definitiv gezwungen, mich mit meiner neuen Kamera auseinander zu setzen. Und ich habe gemerkt, dass meine Canon 70D gar nicht so schlimm, gar nicht so zickig ist. Im Gegenteil. Meine Liebe zu dieser Kamera ist fast mit jedem Mal gewachsen, wenn ich sie in die Hand nehmen musste.

Dieses kleine Projekt hat mich also einigen Dingen näher gebracht, die ich in Zukunft ausprobieren möchte, auf die ich einen (neuen) Fokus legen möchte.

Und nicht zuletzt ist man mit Leuten in Kontakt gekommen, mit denen man ansonsten vielleicht nie ein (geschriebenes) Wort gewechselt hätte. Gleichzeitig habe ich da auch allerdings wieder Grenzen von WordPress kennengelernt, gerade, wenn es in Richtung Kommunikation geht. Blogs sind eben eher doch für Monologe oder Darstellungen ausgelegt und hier und da hätte ich mir ein bisschen mehr Flexibilität gewünscht. Aber das ist ein Thema für sich.

Mein Fazit: Es hat mir viel gebracht und es war sehr, sehr nett, aber ich bin auch ein bisschen froh, dass es jetzt erstmal vorbei ist. 29 Tage sind schon eine lange Zeit, wenn man sich damit herumplagen muss, einen popligen Füller jeden Tag neu in Szene zu setzen. 🙂

Shoppinglist und Blog-Gedanken

Nachdem ich mich so langsam mit meiner 70D anfreunde und wieder etwas vermehrt dazu komme, mich auf Foto-Blog-Seiten herumzutreiben und die Nase in Foto-Zeitschriften zu stecken, grüble ich über weiterem Zubehör.

.Stativ

Okay, da gibt es nicht viel zu überlegen: Ich habe das Meinige gelyncht. Man kann nur noch mit Gewalt den vertikalen Winkel der Kamera einstellen. Äußerst uncool, zumal ich jedes Mal dazu neige, am Objektiv herumzudrücken, wenn die Kamera auf dem Stativ sitzt. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, so rohe Gewalt und so. Natürlich möchte ich die eierlegende Wollmilchsau. Am besten auf 30cm zusammen klapp-, aber bis mindestens 1,60m ausfahrbar. Am besten 300g leicht, aber stabil, dass ihm selbst Windstärke 9 nix ausmacht. Und das Ganze am liebsten geschenkt. 😀 Gut, gibt’s nicht. Sehe ich ein. Aber leicht zu transportieren wäre schon schön, zumal ich 90% aller Fototouren mit dem Fahrrad abliefere und das hat keinen Gepäckträger. Den Rest erledige ich zu Fuß, da trägt sich alles ein wenig besser, aber ich möchte da auch nicht unbedingt 1,20m durch die Gegend schlenkern. Das Stativ werde ich mir aber auf alle Fälle beim Händler des Vertrauens vor Ort besorgen. Sobald ich einen gefunden habe.

.Makro-Objektiv

Erste Frage: Brauche ich ein Makro-Objektiv? Keine Ahnung, woher soll ich es wissen, wenn ich noch nie eines hatte? Mein Interesse an Motiven ist jedoch uneingeschränkt, ich bin keine ausgesprochene Makro-Fotografiererin, aber ich kann mich auch dafür begeistern. Bis dato haben meine vorhandenen Objektive irgendwann mal eine klare Weigerung angesprochen, wenn ich noch näher ran wollte. Brauche ich also ein Makro-Objektiv? Ich weiß es nicht. Ich dachte ja auch mal, ich bräuchte ein Festbrennweite-Objektiv. Ich habe eines gekauft und jedes Mal, wenn ich jetzt damit fotografiere, könnte ich es beherzt gegen die Wand werfen. Würde ich von einem Makro-Objektiv begeistert sein oder es hinterher werfen? Vielleicht sollte ich mich erstmal theoretisch schlau machen, ein paar Zeitschriften inhalieren und mir dann nochmal Gedanken darüber machen.

.Grau-Filter

Mit dem Graufilter verhält es sich so ähnlich wie mit dem Makro-Objektiv. Brauche ich einen Graufilter? Muss und möchte ich bei besten Lichtverhältnissen die Belichtungszeit hochreißen? Auch interessant: ein Pol-Filter. Beide Filter würde in meine Art der Fotografie ziemlich gut reinpassen. Gerade beim Stöbern einen netten Artikel gefunden: DSLR-Filter. Sehr schön in der Chip beschrieben, ohne, dass ich mich vorher seitenweise durch Physik wälzen muss (mir ist scheißegal, wie die Dinger funktionieren, ich will wissen, welchen Vorteil sie mir bringen).

.Kamera-Rucksack

Was für andere Mädels (vorurteilshalber) Schuhe sind, sind für mich Kamera-Rucksäcke. Ich brauch‘ nur drei Paar Schuhe, aber bei ’nem Kamera-Rucksack, hallo?!, da brauch ich Auswahl. Nicht jeder Rucksack ist für alles immer geeignet, da muss ich flexibel sein. -.-

Gut, also, das Jahr hat gerade angefangen und meine Shopping-Liste steht schon mal.

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Allerdings grübele ich immer noch auch über ein gänzlich anderes Thema: soll ich meine Blogs zusammen legen oder getrennt lassen?

Thematisch sind sie völlig unabhängig voneinander, deshalb ist eine Trennung schon sinnvoll. Allerdings habe ich wenig Lust, immer mit drei Bällen so rein admin-technisch zu jonglieren. Ich hasse Entscheidungen, wo pro und kontra sich gleichmäßig auf 50:50 verteilen.

Okay, scheiße … aber immerhin…

Da habe ich also im Schweiße meines Angesichts meine Kamera mit auf die Arbeit geschleppt. Im Gegensatz zu meiner alten Canon scheint die 70D bei gleichem Maßen mindestens doppelt so viel zu wiegen. O.O Geplant war eine nette, ruhige Runde des Abends durch den Park vor meiner Bürotür – nach Feierabend.

Aber wie es dann eben so ist, haben sich andere Dinge dazwischen gedrängelt (Böse Menschen nennen es, man habe sich verquatscht!), so dass ich am Ende mehr oder weniger hysterisch eine zwanzigminütige Tour durch den Park gesprintet bin, um die Kam wenigstens nicht ganz umsonst dabei gehabt zu haben. Natürlich hatte ich kein Stativ dabei – es wird sich schon irgendwas finden, wo man die Kamera darauf legen kann. Nee, nicht wirklich! Verdammt! So musste wahlweise mein Knie oder der Boden herhalten. Beides nicht optimal, aber ich hatte mich damit abgefunden, dass es ohnehin nur ein „Nur mal grob ausprobieren“ sein würde.

Den Bulb-Modus beherrschen wir ja schon ganz gut. Allerdings kann ich  ja nicht immer, wenn ich abends draußen bin, mit Bulb fotografieren. Schon gar nicht freihändig! Und wieder einmal lagen die 70D und ich im Kampf miteinander. Dann drehte ich, mittlerweile genervt und ordentlich durchgefroren, wild sämtliche Knöpfe und siehe da! Das Ding pariert … äh … funktioniert! Also noch eine Runde wild klickend durch den Park, wohl wissend, dass die Canon, aus reiner Bosheit und zur persönlichen Rache versteht sich!, die ISO wieder hochdrehen wird und es mir die Bilder vergrieselt.

Am Ende sind die Bilder zwar scheiße, aber mit einer Menge Potenzial. Da geht was! Ganz bestimmt. 🙂

Fighting Canon 70D #2: Sonne und Licht

Heute war ich den Tag über mit meinem Wohnzimmer beschäftigt. Damit mir aber keiner sagen kann:“Ha, da jammerst Du übers schlechte Wetter und wenn die Sonne scheint, kriegst Du Deinen Kadaver nicht vors Loch“ habe ich mich tapfer aufs Fahrrad geschwungen. Auf dem Rücken meine 70D. Viel vom Tag blieb nicht, bis die Sonne verschwinden würde. Im Winter hat man eben doch nur einen begrenzten Zeitraum. Der Sonnenuntergang war heute auf 16:42 Uhr angesetzt, aber die Wolken haben ihn ein bisschen vorgezogen. Dabei hatte ich mein Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC Objektiv. Das hatte ich mir damals in Flensburg  bei Foto Raake gekauft. Falls ihr mal in Flensburg sein: super Laden, extrem nett, tolle Beratung und wenn ihr ein Problem habt, schauen die sich eure Bilder direkt am PC an und sagen euch, wo ihr noch ne Schraube drehen könnt. Das erste Mal kam das Objektiv nachts am Hafen zum Einsatz. Ebenso in den frühen Morgenstunden, ebenfalls am Hafen. Sollte was schiefgehen … am Objektiv kann es nicht liegen.

Das erste (und bisher einzige) Mal, als ich mit meiner Canon draußen gewesen bin, war im November bei dickstem Nebel. Da hat sie sich eigentlich sehr tapfer geschlagen und meine Begeisterung war groß. Mittlerweile etwas ernüchtert war ich gespannt, wie sie sich bei gutem Licht präsentieren würde. Was macht er also, der Autofokus?

Bei meiner EOS 1100 D habe ich meistens die Blendenautomatik gewählt. Sprich: Ich stelle die Verschlusszeit ein, die Kamera die Blende. Die Canon EOS 1100D hat bei mir stets dazu geneigt, die Bilder überzubelichten. Deshalb hatte ich die Belichtungskorrektur grundsätzlich auf -1 eingestellt. Die Canon EOS 70D neigt nun zum Gegenteil: Bei gleichen Einstellungen wie bei der 1100D neigt sie zum Unterbelichten. Also habe ich die Belichtungskorrektur auf +1 eingestellt.

Dann war es okay.

Also…Schätzelein…was kannste?

Anbei eine Auswahl der Bilder direkt von der Speicherkarte. Kein Photoshop, kein Lightroom, keine sonstige Bearbeitung.

Na, das sieht doch relativ ordentlich aus. Wie gesagt, es ging mir erstmal vor allen Dingen um die Schärfe und den (Auto)Fokus.

Und jetzt zu den Bildern, auf die ich am besten gespannt war: Der Autofokus bei Nahaufnahmen. Tut er das, was ich will? Fokussiert er das, was ich anpeile oder streckt er mir den mittelsten Finger entgegen?

Okay, ich würde sagen, so langsam werden wir uns einig. 😀

Ups.
Ups.

 

 

 

 

 

 

 

Diese Bild muss ich der Canon verzeihen, da bin ich nämlich fast in den Graben gekippt. 😀

Zu guter Letzt noch mal die Sonne, bevor sie sich dann endgültig verkrümmelt hat.

IMG_1558

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte heute nicht viel Zeit und zugegeben auch nicht viel Muße. Aber ich bin erstmal erleichtert, denn von dem 80%igen (!) Ausschuss, von dem bei der Canon 70D häufig gesprochen wurde, habe ich soweit erstmal nichts bemerkt. Für ein erstes Mal bei diesen Lichtverhältnissen bin ich zufrieden. Ich habe mit größerem Frust gerechnet. Auch damals im Nebel hat sich die 70D recht gut benommen. Kritisch soll es ja ohnehin nur in einem Blendenbereich bis 2,8 sein.

Jetzt bin ich erstmal etwas beruhigt(er) und hoffe darauf, die nächste Runde mit mehr Zeit und Muße angehen zu können.

Fighting Canon 70D #1: Voll im Bulb-Modus

Seit ich an Silvester den Bulb-Modus kennen gelernt habe, bin ich ein bisschen erleichtert, denn Nachtaufnahmen waren eine kleine Leidenschaft von mir. Ich habe schon meine Felle davon schwimmen sehen, denn die ersten Nachtaufnahmen mit der Canon 70D waren … na …reden wir nicht drüber. Aber durch zwei simple Tricks -1. Bildstabilisator ausschalten und 2. Bulb-Modus einstellen- hat das an Silvester viel besser funktioniert.

Um die Kamera nicht trotzdem zu verwackeln, habe ich sie über WLAN mit meinem Handy und der Camera Connect-App verbunden. Das hat super funktioniert, nur kam irgendwann mein gar nicht mal so leistungsschwachses Handy nicht mehr hinterher. Deshalb habe ich mir den Fotga Timer Fernauslöser zugelegt. Der funktioniert für meine Zwecke auch super. Etwas lästig ist nur das Gepiepse. Das kann man zwar ausschalten, aber dummerweise hat er die Einstellung „Lautlos“ öfter vergessen, wenn ich das Gerät ausgeschaltet habe.

Da hier gerade ein blödes Wetter herrscht – Regen und alles Grau und Grau -, bleibt mir nicht viel übrig, als mich weiter mit dem Bulb-Modus auf Balkon und diversen Fenstern auszutoben. Es klappt auch schon ganz gut, wie ich finde. Ich würde auch gerne mal nach Darmstadt fahren, um da ein paar Fotos zu machen, aber das Wetter ist echt nicht besonders einladend. 😦 Auch die folgenden Fotos wurden bei Nieselregen gemacht. Ich hätte schon gerne mal einen schönen dunkeln Winternacht-Himmel.

Schornstein der Nachbarn
Schornstein der Nachbarn

bild #1

Gustav

Gustav

Bei Gustav sieht man nun wieder, dass der Bereich um die Nase unscharf ist, während das Einstreu links neben ihm scharf ist. Dieses Fotos habe ich allerdings bei manuellem Fokus gemacht. Dieser manuelle Fokus fällt mir ein bisschen schwer, weil ich durch Allergien sowieso Augenprobleme habe und nie so richtig erkenne, ob das, was ich im Fokus sehe, richtig scharf ist oder nicht. Deshalb gefällt mir auch der Gedanken nicht, eine Kamera zu haben, bei der der Autofokus nicht richtig funktionieren könnte.

Bei diesem Foto hatte ich gedacht, ich hätte seine Nase fokussiert und sie wäre scharf gewesen. Möchte es aber nicht beschwören (also, dass die Nase wirklich scharf war), weil Gustav sehr unleidlich wird, wenn man ihn aufweckt und ich mich daher möglichst wenig bewegt habe. Außerdem war das Licht im Zimmer nicht so prall, so dass ich das Display vielleicht nicht so ganz richtig gesehen habe.

Ich muss mir mal eine ordentliche Test-Reihe überlegen, bzw. die Dinge gezielter ausprobieren. Aber die Outdoor-Aufnahmen gefallen mir schon recht gut.

Silvester 2015…äh…2016

Ich habe meine ganz eigenen Rituale an Silvester: Badewanne, Würstchen mit Pommes und dann Artikel lesen, wie man eine Kamera am besten für Silvesterfeuerwerk einstellt. Selbiges an der Kamera tun, ein paar sinnlose Schnappschüsse und dann warten. Die Kamera auf dem Balkon aufstellen, um festzustellen, dass das Feuerwerk auf der anderen Seite der Wohnung viel besser ist. Einmal durch die Wohnung gerannt, Kamera aufgestellt … und dann festzustellen, dass es auf dem Balkon doch besser war. Oder vielleicht im Wohnzimmer?

Herumfummeln an der Kamera, den Auslöser grundsätzlich zu früh oder zu spät gedrückt. Gefühlt 500 Fotos gemacht und am Ende fünf übrig, die so schlecht sind, dass man sich kaum traut, sie auf der Festplatte zu belassen.

Das Gleiche stand mir also auch dieses Jahr bevor … und dazu noch mit meiner neuen Canon EOS 70D, mit der ich immer noch auf Kriegsfuß stand. Das Ding schaffte es nicht mal, auf einem Stativ (!) ein scharfes Bild zu machen!

Dann las ich einen, wie ich finde, tollen Artikel: Feuerwerk fotografieren

Und tatsächlich…zum ersten Mal, seit ich fotografiere, ist es mir gelungen, zumindest ansatzweise Feuerwerk zu fotografieren. Es sind keine bombastischen Bilder, denn zum einen wurde es gegen Mitternacht immer nebliger, zum anderen haben meine Nachbarn in diesem Jahr geschwächelt und für ihre Verhältnisse kaum was in die Luft geschossen. Vielleicht war mein  Standort auch nicht optimal, aber ich hatte mich für einen entschieden und verkniff es mir, durch die Wohnung zu hechten.

In diesem Sinne…ein frohes, neues Jahr!

Nebel

Wahrscheinlich hat heute überall in Deutschland die Sonne geschienen…aber hier war Nebel. Eine unschöne graue Nebelsuppe. Und ich habe hier eine neue Kamera. Ich habe versucht, meine zwei Jungs zu weiteren Fotos zu überreden. Bei den Mädels habe ich es erst gar nicht versucht. Nachdem ich meine Kakteen abgelichtet hatte, den Teppich, die Bücher … alles in allem wenig befriedigend … und in Anbetracht der Tatsache, dass wir nun mal November haben und ich nicht zur Schön-Wetter-Fotografin mutieren möchte, habe ich also meinen Rucksack gepackt und bin losgezogen.

Bahnhof

Bahnhof und Gleise geht immer. Morgens, mittags, abends, nachts … und auch bei Nebel.

Natur

Es gibt nichts Öderes als herbstliche Natur im Nebel. Jede Farbe wird geschluckt. Dann kann man gleich auf monochrom umschalten. Und doch … irgendwas hat es. Etwas Düsteres, etwas Schläfriges.

Natürlich hat noch nicht alles geklappt mit der neuen Kamera, aber ich bin sehr zufrieden soweit.

Die 70D ist mir schon jetzt sehr sympatisch und ich habe nicht das Gefühl, einen Fremdkörper in den Händen zu halten. Die Einstellungen sind, wenn man schon eine Canon gewöhnt ist, recht intuitiv. Das schwenkbare Touchscreen-Display ist mir sofort ans Herz gewachsen … wie konnte ich bisher ohne so etwas leben?!

Die Serienbild-Aufnahme ist, im Gegensatz zu meiner alten Kamera, der Hammer. Die Kamera donnert gefühlt 400 Bilder pro Sekunde.

Leider bin ich im November ziemlich eingebunden, aber vielleicht habe ich ja doch noch das ein oder andere Mal Glück, dass einigermaßen passables Wetter und freie Zeit auf einen gemeinsamen Punkt fallen. Ansonsten … das nächste Jahr kommt bestimmt. 🙂