Rock it! Canon EFs 24mm Festbrennweite / Canon EFs 55- 250mm

Ein ganz kurzer Beitrag noch zu meinen neuen Objektiven für die Canon. Ganz kurz nur, weil ich bis dato noch nicht viel zum Ausprobieren gekommen bin.

Warum diese Objektive? Warum um alles in der Welt eine Festbrennweite?

Canon EFS 24mm 1:2.8

Zweite Frage, gute Frage. Ich habe schon eine 50mm-Festbrennweite und frage mich wirklich jedes Mal, in welchem dunklen Moment ich darauf gekommen bin, mir dieses Objektiv zu holen. 50mm! Reicht nicht zum Leben und zum Sterben! Und sooo viel besser als meine Zoom-Objektive waren die Fotos damit auch nicht. Na, da ist es doch ganz logisch, dass man sich gleich noch ein 24mm dazu holt! Dazu muss man aber sagen, dass ich eigentlich recht gerne im Weitwinkel fotografiere. Also auf 18mm bin ich schon gerne unterwegs, die 24mm sind nicht so weit davon entfernt und es war ein recht günstiges Objektiv. Nach meinen Erfahrungen mit dem 50mm wollte ich nicht nochmal viel Geld in eine Spielerei stecken, von der ich nicht wusste, ob ich mich danach vielleicht nochmal ärgere. Ganz ehrlich: I love it! Dieses Objektiv rockt einfach und es macht richtig Spaß, damit zu fotografieren. Auch im Nahbereich! (Ich finde gerade kein Foto im Weitwinkel, das ich mit diesem Objektiv gemacht habe.)

Canon EFS 55-250mm 1:4-5.6

Dieses Objektiv war quasi ein Notkauf, weil mein 75-300mm so langsam, aber sicher den Geist aufzugeben scheint. So gaaaanz zufrieden war ich mit dem alten Objektiv auch nicht, weil bei 300mm Schärfe auch ein wenig ein Glücksfall war, die Fotos oft verwaschen wirkten und die Farben etwas dumpfer. Aber es war okay, da ich ohnehin selten im 300mm-Bereich fotografiert habe. Deshalb dachte ich, dass 250mm auch vollkommen ausreichend sind. War jetzt auch nicht wirklich teuer, aber es würde auf alle Fälle besser als mein altes Objektiv sein. Und auch hier bin ich wirklich sehr erfreut ob der Qualität!

Fazit: Die beiden neuen Objektive habe meine Sammlung wirklich bereichert. Das alte 75-300mm kann nun eingemottet werden, die 50mm Brennweite kann gerne haben, wer „Hier“ schreit. Natürlich ist es mein Traum, irgendwann mal alle Brennweiten in der Qualität von meinem Tamron SP 17-50mm F/2.8 zu haben. Aber ich bin mit meiner jetzigen Ausrüstung wirklich zufrieden.

 

Ostseebad Wustrow

Ihr Lieben,

lange Zeit habe ich mich rar gemacht.

Ich hatte ja in einem Beitrag vor gefühlt 100 Jahren gesagt, dass 2016 nicht wirklich mein Jahr wäre. Ich war eigentlich nur noch damit beschäftigt, dem Chaos in meinem Leben irgendwie Herr zu werden und das restliche Jahr möglichst unbeschadet zu überstehen. So … wegducken. Das Schicksal nicht mehr aufmerksam machen. Dem Chaos ein leises Schlaflied singen, in der Hoffnung, dass es 2017 besser wird. Als ob das Schicksal sich von ein bisschen Feuerwerk an Silvester und einer neuen Jahreszahl auf den Kalendern an Neujahr beeindrucken lassen würde. Aber … irgendwie glaubt man ja doch ein bisschen daran.

Während ich also mich weggeduckt habe, nur noch auf Fußspitzen durchs Leben geschlichen und ein permanentes Schlaflied gesummt habe, hatte das Schicksal etwas ganz anders mit mir vor. Bevor ich mich versehen konnte, hatte ich plötzlich jemandem an meinem Frühstückstisch sitzen. Und da sitzt dieser Jemand noch immer. 😉 Die Liebe ist mir also ganz hinterhältig in den Nacken gesprungen. Das Ganze war recht schnell und recht turbulent, aber rückblickend doch ein versöhnliches Ende von 2016.

Allerdings hat das alles mein Leben ziemlich durcheinander gewirbelt. Aber die Liebe hat auch dafür gesorgt, dass es neue Fotos gibt.

Wir waren Ende Februar in Wustrow. Ich bin noch nicht dazu gekommen, mich um die Fotos zu kümmern… aber hier gibt es erste Eindrücke.

Buch: „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D“

Lange bin ich drum herum geschlichen, nun habe ich es mir doch zugelegt: „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D – Ihre Kamera im Praxiseinsatz“ von Holger Haarmeyer und Christian Westphalen.

Warum habe ich gezögert?

Aus zwei Gründen:

Zum einen ist das Buch relativ teuer und ich wollte es nicht online kaufen, ohne zu wissen, was mich erwartet. Ich wollte weder ein Buch, dass mir erstmal die Geschichte der Fotografie im allgemeinen und die von Canon im speziellen erzählt, sondern ein sehr konkretes Handbuch, in dem auf die Kamera und ihre (Einstellungs-)Möglichkeiten eingegangen wird. Mir sollte keiner erklären, dass ich vor dem Fotografieren den Deckel von der Linse nehmen muss, aber ich wollte auch nicht mit Fremdwörtern und/oder technischen Details zugeworfen werden.

Den zweiten Grund habe ich in Ansätzen schon erwähnt. Ich habe hier einige Bücher zum Thema Digitale Fotografie herumstehen. Die Mehrzahl der Seiten könnte ich getrost herausreißen, weil sie für mich keinen Mehrwert haben. Es ist ja ganz nett zu wissen, wie die Kamera technisch funktioniert und welche Physik dahinter eine Rolle spielt. Wo der Unterschied zwischen menschlichem Auge und einer Kameralinse liegt und wie sich das Licht im dritten Viertel bricht. Allerdings: das interessiert mich nicht. Ich will konkret wissen, wie ich mit welchen Grundeinstellungen was fotografiere. Worauf ich achten muss und wo der Fehler liegen könnte, wenn es so gar nicht funktionieren will. Leider legen viele Bücher eben den Fokus auf ersteres. Kapitelweise Technik, noch mehr allgemeines Blabla und in einem fitzelkleinen Teil wird es dann konkret. Davon habe ich also genug Bücher und brauche nicht noch eines für viel Geld.

Warum ich es doch gekauft habe.

Als ich mir die EOS 70D gekauft habe, hatte ich schon drei, vier Jahre mit der EOS 1100D auf dem Buckel und dachte mir: „Kennste eine, kennste alle!“ Ich musste jedoch zu meinem Leidwesen feststellen, dass dem eben nicht so ist. Genau genommen hat mir meine Erfahrung mit der kleineren Canon im Umgang mit der 70D nicht geholfen. Alles, was ich bei der Kleinen aus dem EffEff beherrschte, hatte bei der größeren nun keinen Taug mehr. Das Handbuch der Canon liegt digital auf einer CD. Da habe ich auch schon mal reingeguggt, aber ich schau mir kein komplettes Handbuch am PC an und zum Ausdrucken war es zu umfangreich. Einige konkrete Einstellungen kann man im Internet nachschauen, aber ALLE Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten? Ich hätte mir einen Wolf im Netz gesucht und gelesen. Vor allen Dingen interessierten mich der Autofokus (mit dem ich ja gerne meine Probleme habe/hatte) und was denn an der Kamera überhaupt was und wofür ist.

Als ich im Buchladen dann ein Buch für meinen Vater holen sollte, ist mir beim Stöbern auch die Fotografie-Abteilung aufgefallen und da stand es nun, griffbereit und vor allen Dingen bereit, schon vorab einen Blick hineinwerfen zu können. Ich habe es kurz durchgeblättert und da ich unmöglich aus einen Buchladen gehen kann, ohne für mich ein Buch mitzunehmen (Bücher für andere zählen nicht!), habe ich es mitgenommen.

Das Buch und seine Kapitel

Das Buch ist ein Hardback, riecht etwas streng und hat insgesamt -mit Index- 445 Seiten. Es ist aufgeteilt in insgesamt 8 Kapitel:

  1. Die Canon EOS 70 D kennen lernen (S. 13 – 61)
  2. Autofokus und Schärfe (S. 63 – 102)
  3. Belichtung (S. 105 – 171)
  4. Blitzfotografie (S. 175 – 209)
  5. Objektive (S. 213 – 261)
  6. Nützliches Zubehör (S. 267 – 290)
  7. Filmen mit der Canon EOS 70 D (S. 297 – 345)
  8. Alle Menüs und Einstellungen im Überblick (S. 349 – 430)

Die Kapitel haben dann noch diverse Unterpunkte, versteht sich.

Auch hier musste ich feststellen, dass für mich persönlich einige Kapitel nicht oder zumindest noch nicht interessant sind. Inbesondere 4. Blitzfotografie, 6. nützliches Zubehör und 7. Filmen mit der Canon hätte ich nicht gebraucht. Ich filme nicht mit einer Fotokamera. Wenn ich Filmen will, kaufe ich mich eine Filmkamera. Und das nützliche Zubehör: naaaja. Dass man ein Stativ braucht, kann man sich ungefähr denken. Regenschutz und Speicherkarten? Muss ich sowas eigene Seiten widmen? GPS-Empfänger? Wer auf sowas scharf ist, würde sich auch so darüber informieren können. Auch das erste Kapitel hätte für mich auf fünf oder sechs Seiten gekürzt werden können.

Ich habe jedoch die Kapitel 1 bis 3 – also etwa die Hälfte des Buches wirklich intensiv durchgearbeitet. Habe mir kleine Merker an den Rand gemacht und für mich wichtige Aussagen oder Tipps markiert.

IMAG1033

Die Kapitel (und ihre Unterpunkte) sind mit vielen Bildern aufgelockert und logisch aufgebaut. Am Ende eines jedes Kapitels ist dann der sogenannte „Praxistipp“, von dem ich nicht so überzeugt bin, ob es da nicht andere, bessere Praxistipps gegeben hat. So ist der Praxistipp beim Kapitel „Belichtung“  Panoramafotografie und außerdem lernen wir noch, wie wir aus einem Smartphone eine tolle Lichtquelle für ein Modellauto basteln. Na, wenn wir sonst nix zu tun haben beim Thema „Belichtung“.

Das erste Kapitel ist absolut für Anfänger gedacht. Es hätte wirklich nur noch gefehlt, dass da steht, man müsse den Deckel vom Objektiv nehmen. Aber trotzdem habe ich noch den ein oder anderen Hinweis auf irgendeinen Knopf gefunden, der mir bis dato noch nicht aufgefallen war. Ob es so wichtig war, dass es ich noch wüsste, wenn ich es mal brauchen sollte, weiß ich allerdings nicht.

Das zweite Kapitel – Autofokus und Schärfe – war endlich genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Natürlich ist auch hier einiges an technischem Blabla enthalten, was man nun nicht unbedingt für die reine Nutzung der Kamera benötigt, aber ansonsten war es eine gute Mischung zwischen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Wissen, das sehr gut und nachvollziehbar erklärte, wie der Autofokus funktioniert und warum er manchmal daneben haut. Es war für mich ein wirklich erleuchtendes „Aha!“-Ergebnis.

Das dritte Kapitel – Belichtung – indes war dann wieder eine Ernüchterung. Ich habe bisher noch kein Buch gefunden, bei dem ich nicht das Gefühl hatte, dem/der oder den Autor*innen wäre es nicht lästig, über so etwas doch ganz Logisches und Selbsterklärendes etwas schreiben zu müssen. Blende, ISO, Weißabgleich … Leute, das ist doch alles ganz klar!

Mir war es noch nie so ganz 100%ig klar und deshalb war ich nach dem Kapitel über den Autofokus total enttäuscht, dass auch hier das Thema Belichtung eher im Galopp und mit viel Technik, aber wenig Anwendungsbeispielen gespickt war. Da stehen dann so Sätze wie „Wenn Sie den ISO-Wert um den Faktor 2 erhöhen, können Sie den Blendenwert um den Faktor 1,4 erhöhen oder die Belichtungzeit halbieren und erhalten trotzdem die gleiche Bildhelligkeit.“ Ich hätte es gut gefunden, wenn man da mal ganz konkret ein Beispiel dazu geschrieben hätte, aber das ist dem Leser oder der Leserin selbst überlassen, sich einen Reim darauf zu machen. Leider gibt es in diesem Kapitel kaum konkrete Beispiele. Es wird viel theoretisiert und man könnte/sollte, aber tatsächlich verstanden habe ich genauso wenig wie vorher. Dafür ist man dann durch die verschiedenen „Betriebsarten der Belichtungseinstellungen“ – also P, Tv, Av und wie sie alle heißen- fröhlich durchgaloppiert und der Satz „Sie werden die Blende ohnehin von Hand wählen wollen, weil es für viele Motive einen optimalen Blendenbereich gibt, der wenige Variationen zulässt“ fand ich ein wenig übermotiviert, wenn man gerade erst dabei ist, die Kamera kennen zu lernen (dafür liest man ja dieses Buch!) und froh ist, wenn sie überhaupt einigermaßen das tut, was man will. Die „optimalen Blendenbereiche für viele Motive“ kenne ich zum Beispiel nicht.

Das vierte Kapitel „Blitzfotografie“ ist für mich uninteressant, da ich es hasse, mit Blitz zu fotografieren.

Im fünften Kapitel – „Objektive“ – werden eine relativ große Menge an Objektiven vorgestellt. Positiv: Es handelt sich dabei nicht nur um Canon-Objektive. Ein bisschen doof ist es halt, dass die Objektive da jetzt festgetackert sind und wenn das Buch mal zwei Jahre alt ist, vielleicht nicht mehr aktuell sind. Ich habe das Kapitel zwar erstmal nur überflogen, aber zumindest werden hier, bevor man bei den Beschreibungen der Objektive damit um sich schmeißt, Begriffe wie „Bokeh“, Brennweite und Lichtstärke erstmal erklärt. Ob man daraus schlau wird, kann ich noch nicht sagen, ich habe es zum einen erst überflogen und zum anderen bin ich mit meinen Objektiven im Moment sehr zufrieden, dass ich den Kauf eines weiteren erstmal nicht plane und mich daher mit dem Thema erstmal nicht auseinander setzen muss.

Das sechste Kapitel – „Nützliches Zubehör“ – habe ich auch erst überflogen. Es beschäftigt sich relativ ausgiebig mit Stativen und dann weniger ausgiebig mit Fernauslösern, GPS-Empfängern, Batteriegriff, Filtern, Streulichtblende, Regenschutz, Speicherkarten und der Sensorreinigung.

Filmen will ich nicht mit meiner Kamera und das achte Kapitel -„Alle Menüs und Einstellungen im Überblick“ werde ich mir mit Sicherheit nochmal in Ruhe zu Gemüte führen (müssen).

Fazit

Von den 445 Seiten hätte ich -zumindest mein Fazit bisher- mit einem Drittel, wenn nicht weniger, leben können.

Die Informationen zum Autofokus waren wirklich, wirklich hilfreich und wenn das ganze Buch in diesem Stil und auf diesem Niveau geschrieben wäre, dann hätte ich Kapitel, die sich mit Themen, die mich nicht interessieren, sehr leicht leben können. Es ärgert mich, dass das Thema „Belichtung“ in seiner Gänze mal wieder so lieblos geschrieben wurde, als ob doch jeder im Grunde wüsste, was damit gemeint ist, während man sich hingebungsvoll fast 50 Seiten mit dem Thema „Filmen“ abgibt, wozu die Kamera ja im Grunde gar nicht hauptsächlich ausgelegt ist. Diese 50 Seiten noch ein für die Belichtung genommen und dafür ein bisschen ausführlicher UND mit Beispielen auf Blende, ISO-Wert, Weißabgleich und Belichtungszeit eingegangen und man hätte zumindest den Hauptfokus besser gelegt.

Aber dieses Buch schafft es nicht, seinen Mittelweg beizubehalten und Anfängern sowie Fortgeschrittenen gerecht zu werden.

Nun kann man sagen, dass es das ohnehin nicht gibt. Das stimmt. Aber dann muss ich mich für eines entscheiden: Schreibe ich für Fortgeschrittene oder schreibe ich für Anfänger und – das tut dieses Buch nicht. Schreibe ich für Anfänger, so erkläre ich alles von Grunde auf. Meinetwegen eben auch, wie eine Kamera technisch funktioniert, die ganze Theorie dahinter blablabla. Schreibe ich für Fortgeschrittene, muss ich all das jedoch nicht mehr erwähnen.

Dieses Buch heißt „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D – Ihre Kamera im Praxiseinsatz“ und genau das hat mir in ganz großen Teilen gefehlt: der Praxiseinsatz. Die ganz konkreten Einsatzmöglichtkeiten, mehr Beispiele, mehr Einstellungsbeispiele, Tipps für Fehlerbehebungen, How to’s, usw.

Das Kapitel mit dem Autofokus hätte ich wahrscheinlich inhaltlich auch im Internet gefunden.

Trotzdem bin ich nicht ganz unzufrieden. Ich bin zwar enttäuscht, aber Enttäuschung kommt ja auch daher, dass man sich etwas anderes vorgestellt und das eben nicht bekommen hat. Also nehme ich das Buch als das, was es ist: ein Nachschlagewerk, in dem ich noch das ein oder andere nachblättern kann. Das Kapitel mit den Objektiven könnte ja noch mal interessant werden und auch die Menüs und Einstellungsmöglichkeiten könnten ja noch den ein oder anderen Schatz verbergen.

Ich wüsste jedoch nicht, wem ich dieses Buch empfehlen sollte: Einem Anfänger oder einem Fortgeschrittenen. Aber ich weiß: Wer immer es sich kaufen möchte, der sollte unbedingt in eine Buchhandlung gehen und sich das Buch vorher gründlich ansehen. Länger hinein lesen. Und sich dann gut überlegen, ob das Preis-Leistungsverhältnis für einen selbst in Ordnung ist.

Es gibt übrigens noch ein zweites, ähnliches Buch: „Canon EOS 70D: Das Handbuch zur Kamera“ von Dietmar Spehr. Aber ich befürchte, das wird auch nicht anders sein.

 

Shoppinglist und Blog-Gedanken

Nachdem ich mich so langsam mit meiner 70D anfreunde und wieder etwas vermehrt dazu komme, mich auf Foto-Blog-Seiten herumzutreiben und die Nase in Foto-Zeitschriften zu stecken, grüble ich über weiterem Zubehör.

.Stativ

Okay, da gibt es nicht viel zu überlegen: Ich habe das Meinige gelyncht. Man kann nur noch mit Gewalt den vertikalen Winkel der Kamera einstellen. Äußerst uncool, zumal ich jedes Mal dazu neige, am Objektiv herumzudrücken, wenn die Kamera auf dem Stativ sitzt. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, so rohe Gewalt und so. Natürlich möchte ich die eierlegende Wollmilchsau. Am besten auf 30cm zusammen klapp-, aber bis mindestens 1,60m ausfahrbar. Am besten 300g leicht, aber stabil, dass ihm selbst Windstärke 9 nix ausmacht. Und das Ganze am liebsten geschenkt. 😀 Gut, gibt’s nicht. Sehe ich ein. Aber leicht zu transportieren wäre schon schön, zumal ich 90% aller Fototouren mit dem Fahrrad abliefere und das hat keinen Gepäckträger. Den Rest erledige ich zu Fuß, da trägt sich alles ein wenig besser, aber ich möchte da auch nicht unbedingt 1,20m durch die Gegend schlenkern. Das Stativ werde ich mir aber auf alle Fälle beim Händler des Vertrauens vor Ort besorgen. Sobald ich einen gefunden habe.

.Makro-Objektiv

Erste Frage: Brauche ich ein Makro-Objektiv? Keine Ahnung, woher soll ich es wissen, wenn ich noch nie eines hatte? Mein Interesse an Motiven ist jedoch uneingeschränkt, ich bin keine ausgesprochene Makro-Fotografiererin, aber ich kann mich auch dafür begeistern. Bis dato haben meine vorhandenen Objektive irgendwann mal eine klare Weigerung angesprochen, wenn ich noch näher ran wollte. Brauche ich also ein Makro-Objektiv? Ich weiß es nicht. Ich dachte ja auch mal, ich bräuchte ein Festbrennweite-Objektiv. Ich habe eines gekauft und jedes Mal, wenn ich jetzt damit fotografiere, könnte ich es beherzt gegen die Wand werfen. Würde ich von einem Makro-Objektiv begeistert sein oder es hinterher werfen? Vielleicht sollte ich mich erstmal theoretisch schlau machen, ein paar Zeitschriften inhalieren und mir dann nochmal Gedanken darüber machen.

.Grau-Filter

Mit dem Graufilter verhält es sich so ähnlich wie mit dem Makro-Objektiv. Brauche ich einen Graufilter? Muss und möchte ich bei besten Lichtverhältnissen die Belichtungszeit hochreißen? Auch interessant: ein Pol-Filter. Beide Filter würde in meine Art der Fotografie ziemlich gut reinpassen. Gerade beim Stöbern einen netten Artikel gefunden: DSLR-Filter. Sehr schön in der Chip beschrieben, ohne, dass ich mich vorher seitenweise durch Physik wälzen muss (mir ist scheißegal, wie die Dinger funktionieren, ich will wissen, welchen Vorteil sie mir bringen).

.Kamera-Rucksack

Was für andere Mädels (vorurteilshalber) Schuhe sind, sind für mich Kamera-Rucksäcke. Ich brauch‘ nur drei Paar Schuhe, aber bei ’nem Kamera-Rucksack, hallo?!, da brauch ich Auswahl. Nicht jeder Rucksack ist für alles immer geeignet, da muss ich flexibel sein. -.-

Gut, also, das Jahr hat gerade angefangen und meine Shopping-Liste steht schon mal.

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Allerdings grübele ich immer noch auch über ein gänzlich anderes Thema: soll ich meine Blogs zusammen legen oder getrennt lassen?

Thematisch sind sie völlig unabhängig voneinander, deshalb ist eine Trennung schon sinnvoll. Allerdings habe ich wenig Lust, immer mit drei Bällen so rein admin-technisch zu jonglieren. Ich hasse Entscheidungen, wo pro und kontra sich gleichmäßig auf 50:50 verteilen.

Fighting Canon 70D #2: Sonne und Licht

Heute war ich den Tag über mit meinem Wohnzimmer beschäftigt. Damit mir aber keiner sagen kann:“Ha, da jammerst Du übers schlechte Wetter und wenn die Sonne scheint, kriegst Du Deinen Kadaver nicht vors Loch“ habe ich mich tapfer aufs Fahrrad geschwungen. Auf dem Rücken meine 70D. Viel vom Tag blieb nicht, bis die Sonne verschwinden würde. Im Winter hat man eben doch nur einen begrenzten Zeitraum. Der Sonnenuntergang war heute auf 16:42 Uhr angesetzt, aber die Wolken haben ihn ein bisschen vorgezogen. Dabei hatte ich mein Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC Objektiv. Das hatte ich mir damals in Flensburg  bei Foto Raake gekauft. Falls ihr mal in Flensburg sein: super Laden, extrem nett, tolle Beratung und wenn ihr ein Problem habt, schauen die sich eure Bilder direkt am PC an und sagen euch, wo ihr noch ne Schraube drehen könnt. Das erste Mal kam das Objektiv nachts am Hafen zum Einsatz. Ebenso in den frühen Morgenstunden, ebenfalls am Hafen. Sollte was schiefgehen … am Objektiv kann es nicht liegen.

Das erste (und bisher einzige) Mal, als ich mit meiner Canon draußen gewesen bin, war im November bei dickstem Nebel. Da hat sie sich eigentlich sehr tapfer geschlagen und meine Begeisterung war groß. Mittlerweile etwas ernüchtert war ich gespannt, wie sie sich bei gutem Licht präsentieren würde. Was macht er also, der Autofokus?

Bei meiner EOS 1100 D habe ich meistens die Blendenautomatik gewählt. Sprich: Ich stelle die Verschlusszeit ein, die Kamera die Blende. Die Canon EOS 1100D hat bei mir stets dazu geneigt, die Bilder überzubelichten. Deshalb hatte ich die Belichtungskorrektur grundsätzlich auf -1 eingestellt. Die Canon EOS 70D neigt nun zum Gegenteil: Bei gleichen Einstellungen wie bei der 1100D neigt sie zum Unterbelichten. Also habe ich die Belichtungskorrektur auf +1 eingestellt.

Dann war es okay.

Also…Schätzelein…was kannste?

Anbei eine Auswahl der Bilder direkt von der Speicherkarte. Kein Photoshop, kein Lightroom, keine sonstige Bearbeitung.

Na, das sieht doch relativ ordentlich aus. Wie gesagt, es ging mir erstmal vor allen Dingen um die Schärfe und den (Auto)Fokus.

Und jetzt zu den Bildern, auf die ich am besten gespannt war: Der Autofokus bei Nahaufnahmen. Tut er das, was ich will? Fokussiert er das, was ich anpeile oder streckt er mir den mittelsten Finger entgegen?

Okay, ich würde sagen, so langsam werden wir uns einig. 😀

Ups.
Ups.

 

 

 

 

 

 

 

Diese Bild muss ich der Canon verzeihen, da bin ich nämlich fast in den Graben gekippt. 😀

Zu guter Letzt noch mal die Sonne, bevor sie sich dann endgültig verkrümmelt hat.

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Ich hatte heute nicht viel Zeit und zugegeben auch nicht viel Muße. Aber ich bin erstmal erleichtert, denn von dem 80%igen (!) Ausschuss, von dem bei der Canon 70D häufig gesprochen wurde, habe ich soweit erstmal nichts bemerkt. Für ein erstes Mal bei diesen Lichtverhältnissen bin ich zufrieden. Ich habe mit größerem Frust gerechnet. Auch damals im Nebel hat sich die 70D recht gut benommen. Kritisch soll es ja ohnehin nur in einem Blendenbereich bis 2,8 sein.

Jetzt bin ich erstmal etwas beruhigt(er) und hoffe darauf, die nächste Runde mit mehr Zeit und Muße angehen zu können.

Wirst Du Freund oder bleibst Du Feind: meine Canon EOS 70D

Ich gebe zu, ich hatte bisher noch nicht viel Gelegenheit, mit der Canon 70D zu fotografieren. Die wenigen Gelegenheiten, die ich hatte, haben mich allerdings an den Rande der Verzweiflung gebracht. Schwankt diese Kamera zwischen Genie und Wahnsinn? Bin ich unfähig oder ist die Kamera kaputt (man hört ja, die soll einen eingebauten Fehler im Autofokus haben und so)? Es hat doch vorher auch geklappt, ich war doch gar nicht so schlecht mit meiner alten EOS 1100D. Warum funktioniert das, was mit der alten Kamera ging bei doch eigentlich gleichen Einstellungen mit der neuen nicht?

Immer wieder die gleiche Frage: Ist die Kamera kaputt oder kann ich nicht mit ihr umgehen?

Das Damokles-Schwert des defekten Autofokus bei lichtstarken Objektiven durch den Sucher schwebt seit Anbeginn über dieser Kamera. In zahlreichen Foren wird sich darüber ausgelassen, nur Canon selbst schweigt sich nach wie vor aus. Wühlt man sich durch die Foren, so wird man allerdings mit unterschiedlichen Fehlern des Autofokus konfrontiert … bis hin zu der Meinung, dass es dieses Fehler überhaupt nicht gibt, sondern die Leute einfach unfähig sind und dessen Gegenpol, dass überhaupt alle Canon 70D defekt sind und wer behauptet, dass seine Kam korrekt funktioniere, einfach keine Ahnung habe. Okay … sucht euch also was aus.

Meine ersten Versuche ließen mich allerdings nicht nur an eben jenem Autofokus zweifeln, sondern an der Kamera als Ganzes. Der Autofokus machte sowieso nie das, was ich wollte. Die Versuche mit dem LiveView, bei dem das oben angesprochene Problem nicht bestehen sollte, waren jedoch auch nicht besser. Selbst, wenn ich die Kamera auf ein Stativ packte und es mit Fernauslöser versuchte, waren die Bilder verschwommen, als würde ich auf einem schwankenden Schiff stehen. Funktionierte der Fokus doch mal, dann waren die Bilder häufig grisselig. Und als ich nicht mal in der Lage war, auf 80cm ein still sitzenden Meerschwein scharf zu stellen, war ich der Verzweiflung nahe. Die Kamera *musste* einen Defekt haben.

Der Salat ist superscharf, aber ich hatte auf die Meersau gezielt.
Der Salat ist superscharf, aber ich hatte auf die Meersau gezielt.
Mit Stativ und Fernauslöser...ja nee, ist klar. Oder eher nicht.
Mit Stativ und Fernauslöser…ja nee, ist klar. Oder eher nicht.
Ich hatte NICHT auf die Karotte fokussiert.
Ich hatte NICHT auf die Karotte fokussiert.

Okay, ein paar dieser Bilder hatte ich mit meinem ohnehin verhassten 50mm-Objektiv gemacht. Das Ding und ich werden sowieso keine Freunde. Aber Objektiv hin oder her, auf die kurze Distanz bzw. auf einem Stativ sollte ein Bild schon scharf werden. Und einen solchen Knick in der Optik habe ich nun nicht, dass ich nicht sehe, was ich fokussiere: Meerschwein oder Salat.

Auf der anderen Seite: Wenn ich nichts von diesem Fehler der Canon EOS 70D wüsste, was würde ich dann denken? Was würde ich dann tun? Würde ich automatisch denken, dass die Kamera kaputt ist oder würde ich es doch auf meine eigene Unfähigkeit schieben? Wie ist es mir mit meiner ersten Canon, der 1100D ergangen? War ich da am Anfang nicht auch verzweifelt, weil die Kamera immer alles überbelichtete?

Ich gebe zu, ich bin keiner, der die Bedienungsanleitung liest. Bzw. vielleicht würde ich sie sogar lesen, wenn ich dazu nicht am Computer sitzen müsste. Es ist eine Unart, dass heutzutage die meisten Bedienungsanleitungen nur in digitaler Form „beigelegt“ werden.

Meine erste Sorge galt der Tatsache, dass einfach viele Bilder so grisselig waren. Ich stöberte also durchs Netz und kam auf den ISO-Wert. Natürlich sagt mir das was, aber ich hatte mich bisher nie darum kümmern müssen. Meine alte Canon hatte es offenbar nicht so sehr mit hohen ISO-Werten, denn wen ich bei meinen Nachtaufnahmen schaue, steht da höchstens mal ein ISO 200, während die neue ekstatisch erst ab ISO 6400 in Wallung zu kommen scheint. Ooookay, dann stellen wir den ISO-Wert doch mal manuell ein, dann klappt’s dann gleich viel besser.

Mein zweites „WTF?!“ kam von den total verwackelten Bildern, wenn ich ein Stativ genutzt habe. Ich meine … hallo?! … Stativ?! … Fernauslöser?! … Windstill?!“ … was zur Hölle soll da wackeln? Nun habe ich gestern zu meiner Überraschung in einem Artikel zum Fotografieren von Feuerwerk gelesen, dass man den Bildstabilisator ausschalten soll, weil der gerne mal versucht, Bilder zu stabilisieren, obwohl es da gar nichts zu stabilisieren gibt. Ja…wie? Aber gut, dann machen wir das mal und siehe da … es funktioniert!

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Es war allerdings ein bisschen diesig gestern, deshalb scheint es ein wenig unscharf.

So langsam, aber sicher ist es mir dann gedämmert, dass es eben doch ein (kleiner) Quantensprung zwischen einer 1100D und einer 70D ist. Und dass die 70 D von dem, der sie benutzt, ein wenig mehr verlangt als nur ein Rädchen zu drehen, durch den Sucher zu guggen und auszulösen. Das habe ich vor allen Dingen festgestellt, dass ich in die in diesem Artikel zum Feuerwerk fotografieren Einstellungen an der Kamera vornahm und zum ersten Mal mit dem Bulb-Modus konfrontiert wurde. Natürlich sagen mir Dinge wie Blende und Verschlusszeiten und so weiter was, aber so richtig damit auseinander gesetzt habe ich mich -ehrlich gesagt- nie. Gewisse Grundkenntnisse reichten bei der meiner 1100D aus, um durchaus gute Fotos zu machen.

Deshalb war ich gestern ein bisschen stolz, als meine Kamera, die Stative zu hassen schien und sowieso nix scharf stellen kann (oder nicht das, was man möchte), es dann doch plötzlich hin bekommt. Für jemanden, der seit Jahren versucht, ein Feuerwerk zu fotografieren und es nie hinbekommen hat, ist ein solches Foto schon ein großer Erfolg.IMG_1196

 

 

 

 

 

Das einzige, woran ich jetzt tatsächlich noch hardere, ist die Sache mit dem (Auto)Fokus. Mal stellt die Kamera auch das scharf, was ich (dachte zu) fokussiere(n) und mal etwas völlig anderes. Es gibt mehrere Fokus-Modi, aber selbst, wenn ich es über den LiveView versuche … irgendwie funktioniert das nicht so, wie ich das möchte.

Aber wie gesagt: Wenn ich nichts von dem Fehler wüsste, würde ich es auch nicht automatisch auf die Kamera schieben. Ich werde also weiter versuchen, herauszufinden, wo der Haken ist. In der Hoffnung, dass das Problem eben doch nicht die Kamera, sondern die, die dahinter steht, ist.

Bis dato weiß ich also noch nicht, ob ich von der Kamera enttäuscht sein soll oder ob ich mir einfach mehr Mühe geben muss. Wenn sie denn dann mal funktioniert, wie ich denke, dass sie funktionieren soll, dann ist die 70D wirklich super. Aber so lange das scheinbar auf Zufall basiert, bin ich mir nicht so sicher, ob ich mich nochmal für sie entscheiden würde.

Aber so leicht werfe ich die Flinte nicht ins Korn. Das Jahr 2016 wird also ein Trainingsjahr.

Meine neue Kamera: Canon EOS 70D

Spätestens seit meinem Urlaub in Flensburg und einem langen Gespräch in einem Fotogeschäft, wie es sie in dieser Qualität wahrscheinlich nicht mehr viele gibt, war mir bewusst, dass meine geliebte Canon EOS 1100D so langsam an ihre Grenzen stößt. Oder zumindest an die Grenzen dessen, was ich von ihr verlange. Ein neues Objektiv sollte den Schaden damals noch zumindest mildern, aber die Entscheidung war gefallen: Das nächste Weihnachtsgeld wird in einen neuen Body investiert.

Eine Canon sollte es wieder werden – allein schon wegen all meiner Objektive. Außerdem war ich bis dato mit meiner Canon immer zufrieden gewesen, warum also wechseln? Und sie sollte natürlich bezahlbar sein. Dass Fotografieren generell ein teures Hobby ist, findet man spätestens heraus, wenn man nur einen gescheiten Rucksack für die Cam kaufen will. Da weiß man ganz schnell, dass man entweder nur dieses eine Hobby hat … oder die anderen Hobbys um einiges kostengünstiger ausfallen müssen.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht. Aber welche soll es denn nun werden?

Irgendwann hatte ich die mögliche Auswahl auf drei Modelle verkleinert: Canon EOS 750D, Canon EOS 760D oder eben die Canon 70D.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Zeitungen ich gewälzt habe, wie viele Vergleiche ich gelesen habe, wie viele Foren und Meinungen ich im Internet durchforstet habe … nur … wirklich schlauer war ich danach auch nicht. Die Canon EOS 750D ist zwar wesentlich billiger, schien aber an anderer Stelle wiederum die besseren Werte zu haben. Aber wenn sie doch eigentlich „besser“ war, warum war sie denn da soviel billiger? Dazu kommt noch, dass die 750 erst im Januar 2015 auf den Markt kam, die 70D allerdings schon seit 2 Jahren käuflich zu erwerben ist. Ist die 70D dann schon irgendwie überaltet?

Am Ende, so blöd sich das anhören mag, war  für mich ausschlaggebend, dass Canon selbst die EOS 750D (und die 760D) als Einsteiger-Modell einteilt, während die 70D schon im Fortgeschrittenen-Segment angesiedelt ist. Und ich dachte mir: „Ein Einsteigermodell hatte ich mit meiner EOS 1100D. Jetzt will ich einen Schritt weiter gehen.“

So nahm ich die 70D ins Visier … um gleich erschrocken festzustellen, dass es da scheinbar massenhaft Probleme von Werk gegeben hat. Die Kamera stellte bei kleiner Blende nicht so scharf wie sie sollte bzw. stellte das scharf, was sie wollte … was nicht immer dem entsprach, was der Fotografierende wollte. Der Fehler war wohl bekannt und Canon behob ihn auch ohne Beanstandung, aber hatte ich Bock, eine Kamera zu kaufen, die vielleicht gleich wieder in Reparatur muss? Und dann das ganze Gerenne und der Papierkram, bis man das Ding dann wieder zurückgeschickt hätte… In einem anderen Forum las ich dann wieder von denen, deren 70D von Werk dieses Problem nicht hatte und dass sie total begeistert von der Kamera waren.

Lange Rede, kurzer Sinn: nach einigem Hin und Herwälzen aller Gedanken habe ich mir gesagt, ich gehe das Risiko ein und habe die Kamera bei Amazon bestellt. Ich hätte sie auch sehr gerne in einem hier ansässigen Fotogeschäft gekauft, aber entweder, sie hatte die Kamera nicht da oder aber das sogenannte Fotogeschäft war nichts als ein „Wir machen auch biometrische Passfotos“.

Ich habe sie, wie gesagt, bei Amazon, allerdings im Warehouse, bestellt, in der Hoffnung, dass die Kamera da schon von jemandem überprüft und ggfs. repariert worden ist. Dafür musste ich etwas länger warten, denn, wie ich erstaunt festgestellt habe, ist die Kamera aus Barcelona über Lyon zu mir geflogen worden.

Gestern kam sie nun an. *freu* Leider konnte ich sie nicht gleich ausprobieren, weil der Akku leer war. 😦 Aber er hat schnell geladen, von 0 auf 100 in gefühlt einer Stunde.

Das erste, was mir aufgefallen ist, ist das Gewicht der Kamera, die doch einiges mehr wiegt als meine alte. Und natürlich die vielen Knöpfchen und Rädchen. Kurz das Handbuch durchgeblättert (das muss reichen!) und dann los gelegt. Natürlich war es draußen schon dunkel und natürlich bin ich auch heute erst heimgekommen, als es schon dunkel war. Ich kann also noch nicht wirklich viel über die Kamera sagen, außer, dass sie mir vom Handling erstmal sympathisch ist und ich bis jetzt alles Neue, was ich entdeckt habe, für gut befunden habe. Aber ich will euch zumindest nicht das erste Bild, das ich mit meiner neuen Kamera gemacht habe, vorenthalten. 😀

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Später habe ich dann noch versucht, meine beiden Jungs zum Model-Stehen zu motivieren. Aber die waren nur mäßig begeistert.

Mal sehen, wann ich endlich Zeit haben werde, mit der Kamera mal richtig loszulegen. Wie ich mein Glück kenne, wird das wohl im Moment noch etwas dauern.

Meine alte Cam will ich meinem Patenkind zum Ausprobieren überlassen. Fotografieren mit einer Kamera ist doch was anderes als Fotografieren mit einem Handy. Wenn es ihr gefällt, kann sie die Kamera haben. Wenn nicht, findet sich bestimmt jemand oder ich nehme sie als Zweit-Body. Sie ist ja nicht kaputt.