Rock it! Canon EFs 24mm Festbrennweite / Canon EFs 55- 250mm

Ein ganz kurzer Beitrag noch zu meinen neuen Objektiven für die Canon. Ganz kurz nur, weil ich bis dato noch nicht viel zum Ausprobieren gekommen bin.

Warum diese Objektive? Warum um alles in der Welt eine Festbrennweite?

Canon EFS 24mm 1:2.8

Zweite Frage, gute Frage. Ich habe schon eine 50mm-Festbrennweite und frage mich wirklich jedes Mal, in welchem dunklen Moment ich darauf gekommen bin, mir dieses Objektiv zu holen. 50mm! Reicht nicht zum Leben und zum Sterben! Und sooo viel besser als meine Zoom-Objektive waren die Fotos damit auch nicht. Na, da ist es doch ganz logisch, dass man sich gleich noch ein 24mm dazu holt! Dazu muss man aber sagen, dass ich eigentlich recht gerne im Weitwinkel fotografiere. Also auf 18mm bin ich schon gerne unterwegs, die 24mm sind nicht so weit davon entfernt und es war ein recht günstiges Objektiv. Nach meinen Erfahrungen mit dem 50mm wollte ich nicht nochmal viel Geld in eine Spielerei stecken, von der ich nicht wusste, ob ich mich danach vielleicht nochmal ärgere. Ganz ehrlich: I love it! Dieses Objektiv rockt einfach und es macht richtig Spaß, damit zu fotografieren. Auch im Nahbereich! (Ich finde gerade kein Foto im Weitwinkel, das ich mit diesem Objektiv gemacht habe.)

Canon EFS 55-250mm 1:4-5.6

Dieses Objektiv war quasi ein Notkauf, weil mein 75-300mm so langsam, aber sicher den Geist aufzugeben scheint. So gaaaanz zufrieden war ich mit dem alten Objektiv auch nicht, weil bei 300mm Schärfe auch ein wenig ein Glücksfall war, die Fotos oft verwaschen wirkten und die Farben etwas dumpfer. Aber es war okay, da ich ohnehin selten im 300mm-Bereich fotografiert habe. Deshalb dachte ich, dass 250mm auch vollkommen ausreichend sind. War jetzt auch nicht wirklich teuer, aber es würde auf alle Fälle besser als mein altes Objektiv sein. Und auch hier bin ich wirklich sehr erfreut ob der Qualität!

Fazit: Die beiden neuen Objektive habe meine Sammlung wirklich bereichert. Das alte 75-300mm kann nun eingemottet werden, die 50mm Brennweite kann gerne haben, wer „Hier“ schreit. Natürlich ist es mein Traum, irgendwann mal alle Brennweiten in der Qualität von meinem Tamron SP 17-50mm F/2.8 zu haben. Aber ich bin mit meiner jetzigen Ausrüstung wirklich zufrieden.

 

Tierfotografie – mal anders.

Ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber die Liebe und ich teilen uns das Leben und vor allen Dingen die Wohnung mit diversen pelzigen Mitbewohner/innen. Da wären zunächst drei Kaninchen: Gustav, Wanja und Freddy. Und dann noch drei Cuys – also Riesenmeerschweinchen: Konstantin, Loki und Oda.

Es scheint logisch, dass diese Tiere, gerade, wenn man sowieso gerne fotografiert, öfter mal vor der Kameralinse zu finden sind. Ha! Weit gefehlt!

Warum?

Es gibt Tiere, die sehen auf Fotos total süß aus. Die guggen kokett oder machen etwas total Lustiges. Die möchte man vom Fleck weg adoptieren. Ihnen ein Heim geben. Sie liebhaben und kuscheln. Sie vor allem Bösen dieser Welt beschützen.

Meine nicht.

Liegen meine Kaninchen irgendwie gerade besonders süß da oder machen sie gerade was total Drolliges, kann man darauf wetten, dass sie genau dann damit aufhören, wenn man eine irgendwie geartete Kamera zückt. Dann müssen sie sich plötzlich kratzen, den Kopf wegdrehen oder sich so hinsetzen, dass irgendetwas zwischen ihnen und der Kamera ist, was man unmöglich übersehen kann. Oder sie sehen auf Fotos aus wie stinknormale Haus- und Hofkaninchen, an denen mal so überhaupt nix Besonderes ist. Dabei gehen die beiden Damen noch – was zum einen an ihrer Unflätigkeit, zum anderen an ihrem Gesichtsausdruck liegt. Der Herr jedoch nimmt, wenn er eine Kamera nur erahnt, gleich Reißaus.

Aaaaaber…manchmal gibt es bei den Kaninchen auch helle Foto-Momente.

Meine Cuys indes verkriechen sich in die dunkelste Ecke. Man ahnt es nicht, aber ein 1,7kg schwerer Cuy kann sich, -bei Bedarf-, auf einem Quadratzentimeter unsichtbar machen. Sollte es einem doch mal gelingen, ein Foto von ihnen zu machen, ist es unter Garantie verschwommen oder unscharf. Sollte man es irgendwie hinkriegen, dass das Foto nicht unscharf oder verschwommen ist, ist es mit Sicherheit zu dunkel. Oder zu hell, weil man einen Blitz benutzt. Oder sie sind gar nicht mehr auf dem Foto drauf, weil sie in einer unbeobachteten Millisekunde Gas gegeben haben. Und sollte man das alles irgendwie umgangen haben, guggen meine Tiere, als würden sie in der nächsten Minute mindestens tot umfallen, …wenn nicht noch mehr. Ganz große Fotografie-Kunst.

Hier ein paar der besseren (!) Fotos von den Meerschweinchen.

Die Hoffnung auf bessere Bilder muss ich wohl vertagen bis zu der Zeit, wenn sie wieder im Garten sind und ich mein Glück mit einem Teleobjektiv versuchen kann.

Fighting Canon 70D #1: Voll im Bulb-Modus

Seit ich an Silvester den Bulb-Modus kennen gelernt habe, bin ich ein bisschen erleichtert, denn Nachtaufnahmen waren eine kleine Leidenschaft von mir. Ich habe schon meine Felle davon schwimmen sehen, denn die ersten Nachtaufnahmen mit der Canon 70D waren … na …reden wir nicht drüber. Aber durch zwei simple Tricks -1. Bildstabilisator ausschalten und 2. Bulb-Modus einstellen- hat das an Silvester viel besser funktioniert.

Um die Kamera nicht trotzdem zu verwackeln, habe ich sie über WLAN mit meinem Handy und der Camera Connect-App verbunden. Das hat super funktioniert, nur kam irgendwann mein gar nicht mal so leistungsschwachses Handy nicht mehr hinterher. Deshalb habe ich mir den Fotga Timer Fernauslöser zugelegt. Der funktioniert für meine Zwecke auch super. Etwas lästig ist nur das Gepiepse. Das kann man zwar ausschalten, aber dummerweise hat er die Einstellung „Lautlos“ öfter vergessen, wenn ich das Gerät ausgeschaltet habe.

Da hier gerade ein blödes Wetter herrscht – Regen und alles Grau und Grau -, bleibt mir nicht viel übrig, als mich weiter mit dem Bulb-Modus auf Balkon und diversen Fenstern auszutoben. Es klappt auch schon ganz gut, wie ich finde. Ich würde auch gerne mal nach Darmstadt fahren, um da ein paar Fotos zu machen, aber das Wetter ist echt nicht besonders einladend. 😦 Auch die folgenden Fotos wurden bei Nieselregen gemacht. Ich hätte schon gerne mal einen schönen dunkeln Winternacht-Himmel.

Schornstein der Nachbarn
Schornstein der Nachbarn

bild #1

Gustav

Gustav

Bei Gustav sieht man nun wieder, dass der Bereich um die Nase unscharf ist, während das Einstreu links neben ihm scharf ist. Dieses Fotos habe ich allerdings bei manuellem Fokus gemacht. Dieser manuelle Fokus fällt mir ein bisschen schwer, weil ich durch Allergien sowieso Augenprobleme habe und nie so richtig erkenne, ob das, was ich im Fokus sehe, richtig scharf ist oder nicht. Deshalb gefällt mir auch der Gedanken nicht, eine Kamera zu haben, bei der der Autofokus nicht richtig funktionieren könnte.

Bei diesem Foto hatte ich gedacht, ich hätte seine Nase fokussiert und sie wäre scharf gewesen. Möchte es aber nicht beschwören (also, dass die Nase wirklich scharf war), weil Gustav sehr unleidlich wird, wenn man ihn aufweckt und ich mich daher möglichst wenig bewegt habe. Außerdem war das Licht im Zimmer nicht so prall, so dass ich das Display vielleicht nicht so ganz richtig gesehen habe.

Ich muss mir mal eine ordentliche Test-Reihe überlegen, bzw. die Dinge gezielter ausprobieren. Aber die Outdoor-Aufnahmen gefallen mir schon recht gut.

Meine neue Kamera: Canon EOS 70D

Spätestens seit meinem Urlaub in Flensburg und einem langen Gespräch in einem Fotogeschäft, wie es sie in dieser Qualität wahrscheinlich nicht mehr viele gibt, war mir bewusst, dass meine geliebte Canon EOS 1100D so langsam an ihre Grenzen stößt. Oder zumindest an die Grenzen dessen, was ich von ihr verlange. Ein neues Objektiv sollte den Schaden damals noch zumindest mildern, aber die Entscheidung war gefallen: Das nächste Weihnachtsgeld wird in einen neuen Body investiert.

Eine Canon sollte es wieder werden – allein schon wegen all meiner Objektive. Außerdem war ich bis dato mit meiner Canon immer zufrieden gewesen, warum also wechseln? Und sie sollte natürlich bezahlbar sein. Dass Fotografieren generell ein teures Hobby ist, findet man spätestens heraus, wenn man nur einen gescheiten Rucksack für die Cam kaufen will. Da weiß man ganz schnell, dass man entweder nur dieses eine Hobby hat … oder die anderen Hobbys um einiges kostengünstiger ausfallen müssen.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht. Aber welche soll es denn nun werden?

Irgendwann hatte ich die mögliche Auswahl auf drei Modelle verkleinert: Canon EOS 750D, Canon EOS 760D oder eben die Canon 70D.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Zeitungen ich gewälzt habe, wie viele Vergleiche ich gelesen habe, wie viele Foren und Meinungen ich im Internet durchforstet habe … nur … wirklich schlauer war ich danach auch nicht. Die Canon EOS 750D ist zwar wesentlich billiger, schien aber an anderer Stelle wiederum die besseren Werte zu haben. Aber wenn sie doch eigentlich „besser“ war, warum war sie denn da soviel billiger? Dazu kommt noch, dass die 750 erst im Januar 2015 auf den Markt kam, die 70D allerdings schon seit 2 Jahren käuflich zu erwerben ist. Ist die 70D dann schon irgendwie überaltet?

Am Ende, so blöd sich das anhören mag, war  für mich ausschlaggebend, dass Canon selbst die EOS 750D (und die 760D) als Einsteiger-Modell einteilt, während die 70D schon im Fortgeschrittenen-Segment angesiedelt ist. Und ich dachte mir: „Ein Einsteigermodell hatte ich mit meiner EOS 1100D. Jetzt will ich einen Schritt weiter gehen.“

So nahm ich die 70D ins Visier … um gleich erschrocken festzustellen, dass es da scheinbar massenhaft Probleme von Werk gegeben hat. Die Kamera stellte bei kleiner Blende nicht so scharf wie sie sollte bzw. stellte das scharf, was sie wollte … was nicht immer dem entsprach, was der Fotografierende wollte. Der Fehler war wohl bekannt und Canon behob ihn auch ohne Beanstandung, aber hatte ich Bock, eine Kamera zu kaufen, die vielleicht gleich wieder in Reparatur muss? Und dann das ganze Gerenne und der Papierkram, bis man das Ding dann wieder zurückgeschickt hätte… In einem anderen Forum las ich dann wieder von denen, deren 70D von Werk dieses Problem nicht hatte und dass sie total begeistert von der Kamera waren.

Lange Rede, kurzer Sinn: nach einigem Hin und Herwälzen aller Gedanken habe ich mir gesagt, ich gehe das Risiko ein und habe die Kamera bei Amazon bestellt. Ich hätte sie auch sehr gerne in einem hier ansässigen Fotogeschäft gekauft, aber entweder, sie hatte die Kamera nicht da oder aber das sogenannte Fotogeschäft war nichts als ein „Wir machen auch biometrische Passfotos“.

Ich habe sie, wie gesagt, bei Amazon, allerdings im Warehouse, bestellt, in der Hoffnung, dass die Kamera da schon von jemandem überprüft und ggfs. repariert worden ist. Dafür musste ich etwas länger warten, denn, wie ich erstaunt festgestellt habe, ist die Kamera aus Barcelona über Lyon zu mir geflogen worden.

Gestern kam sie nun an. *freu* Leider konnte ich sie nicht gleich ausprobieren, weil der Akku leer war. 😦 Aber er hat schnell geladen, von 0 auf 100 in gefühlt einer Stunde.

Das erste, was mir aufgefallen ist, ist das Gewicht der Kamera, die doch einiges mehr wiegt als meine alte. Und natürlich die vielen Knöpfchen und Rädchen. Kurz das Handbuch durchgeblättert (das muss reichen!) und dann los gelegt. Natürlich war es draußen schon dunkel und natürlich bin ich auch heute erst heimgekommen, als es schon dunkel war. Ich kann also noch nicht wirklich viel über die Kamera sagen, außer, dass sie mir vom Handling erstmal sympathisch ist und ich bis jetzt alles Neue, was ich entdeckt habe, für gut befunden habe. Aber ich will euch zumindest nicht das erste Bild, das ich mit meiner neuen Kamera gemacht habe, vorenthalten. 😀

IMG_0016

Später habe ich dann noch versucht, meine beiden Jungs zum Model-Stehen zu motivieren. Aber die waren nur mäßig begeistert.

Mal sehen, wann ich endlich Zeit haben werde, mit der Kamera mal richtig loszulegen. Wie ich mein Glück kenne, wird das wohl im Moment noch etwas dauern.

Meine alte Cam will ich meinem Patenkind zum Ausprobieren überlassen. Fotografieren mit einer Kamera ist doch was anderes als Fotografieren mit einem Handy. Wenn es ihr gefällt, kann sie die Kamera haben. Wenn nicht, findet sich bestimmt jemand oder ich nehme sie als Zweit-Body. Sie ist ja nicht kaputt.