Nachtrag: Systemkamera Sony Alpha 6000 Bearbeiten

Ich hatte ja meine Meinung soweit schon am Sonntag in meinem Beitrag „Meine Meinung…“ kundgetan. Aber ich will mir nicht nachsagen lassen, dass ich einfach nur motze und nicht weiter probiere. Immerhin hat es bei meiner Canon auch ’ne Weile gedauert, bis wir Freunde wurden. Außerdem ist es ohnehin immer schwierig, etwas eine Chance zu geben, wenn es… halt anders ist als das, was man gewöhnt ist.

Also habe ich mich gleich am Sonntag noch mal durch ein paar Foren und Webseiten geklickt. Das mitgelieferte Handbuch kann man nämlich vergessen, das reicht gerade mal, um den Akku richtig herum einzulegen.

Ich habe danach vor allen Dingen mit den Einstellungen zum Fokus herumgespielt. Das war schon mal hilfreich. Ich war dann, als ich genauer hingesehen habe, bisweilen überrascht, wie hoch die Kamera von sich aus den ISO einstellt. Ich hatte die Einstellung auf „Auto“ stehen, normalerweise stelle ich ihn auf „ISO 100“, vielleicht auch mal 200 oder etwas höher, wenn es *wirklich* schon dämmert und dunkel wird/ist. In meiner Küche allerdings habe ich ihn selten auf „1200“ stehen. Die Sony fand das aber wohl angebracht. O.O

Dann habe ich noch ein wenig mit dem Weißabgleich herumgespielt, was bei mir echt witzig ist, da ich in meiner Brille einen Blaufilter habe. Wer das kennt, weiß, dass die Farbe „Weiß“ – also richtig strahlendweiß – da nicht mehr so richtig weiß aussieht, sondern eher gelblich. Also mit Brille den Weißabgleich interessant, ohne Brille jedoch noch interessanter… 😀

Anyway…ich habe mit verschiedenen Einstellungen ungefähr 300 Mal meine Kaffeemaschine fotografiert. Und dann bin ich in den Garten gegangen, denn wer ist immer dankbar zum Fotografieren, weil es nicht weglaufen kann? Blumen!

Danach habe ich mir die Bilder auf dem PC angeschaut und ehrlich gesagt: ich bin immer noch nicht 100% überzeugt. Klar, die Bilder sind scharf, aber irgendwie fehlt mir da ein bisschen was. Insbesondere das Foto mit der Schaukel – also eher weiterer Winkel – wirkt auf mich blass und schal. Oder habe ich einen Knick in der Optik?

Zum Vergleich habe ich mal ein Bild von meiner alten Lumix (stinknormale Digitalkamera, etwa sieben Jahre alt) herausgekramt und … also sooo viel schlechter ist das Bild auch nicht. Allerdings habe ich verpasst, Vergleichsbilder mit der Canon zu machen. Hole ich demnächst nach.

Es geht mir ja auch nicht darum, die Kamera schlecht zu machen, denn das ist sie ja gar nicht. Sie erfüllt nur irgendwie nicht das, was ich mir erwartet habe … und das war schon ein bisschen mehr für das Geld.

Rock it! Canon EFs 24mm Festbrennweite / Canon EFs 55- 250mm

Ein ganz kurzer Beitrag noch zu meinen neuen Objektiven für die Canon. Ganz kurz nur, weil ich bis dato noch nicht viel zum Ausprobieren gekommen bin.

Warum diese Objektive? Warum um alles in der Welt eine Festbrennweite?

Canon EFS 24mm 1:2.8

Zweite Frage, gute Frage. Ich habe schon eine 50mm-Festbrennweite und frage mich wirklich jedes Mal, in welchem dunklen Moment ich darauf gekommen bin, mir dieses Objektiv zu holen. 50mm! Reicht nicht zum Leben und zum Sterben! Und sooo viel besser als meine Zoom-Objektive waren die Fotos damit auch nicht. Na, da ist es doch ganz logisch, dass man sich gleich noch ein 24mm dazu holt! Dazu muss man aber sagen, dass ich eigentlich recht gerne im Weitwinkel fotografiere. Also auf 18mm bin ich schon gerne unterwegs, die 24mm sind nicht so weit davon entfernt und es war ein recht günstiges Objektiv. Nach meinen Erfahrungen mit dem 50mm wollte ich nicht nochmal viel Geld in eine Spielerei stecken, von der ich nicht wusste, ob ich mich danach vielleicht nochmal ärgere. Ganz ehrlich: I love it! Dieses Objektiv rockt einfach und es macht richtig Spaß, damit zu fotografieren. Auch im Nahbereich! (Ich finde gerade kein Foto im Weitwinkel, das ich mit diesem Objektiv gemacht habe.)

Canon EFS 55-250mm 1:4-5.6

Dieses Objektiv war quasi ein Notkauf, weil mein 75-300mm so langsam, aber sicher den Geist aufzugeben scheint. So gaaaanz zufrieden war ich mit dem alten Objektiv auch nicht, weil bei 300mm Schärfe auch ein wenig ein Glücksfall war, die Fotos oft verwaschen wirkten und die Farben etwas dumpfer. Aber es war okay, da ich ohnehin selten im 300mm-Bereich fotografiert habe. Deshalb dachte ich, dass 250mm auch vollkommen ausreichend sind. War jetzt auch nicht wirklich teuer, aber es würde auf alle Fälle besser als mein altes Objektiv sein. Und auch hier bin ich wirklich sehr erfreut ob der Qualität!

Fazit: Die beiden neuen Objektive habe meine Sammlung wirklich bereichert. Das alte 75-300mm kann nun eingemottet werden, die 50mm Brennweite kann gerne haben, wer „Hier“ schreit. Natürlich ist es mein Traum, irgendwann mal alle Brennweiten in der Qualität von meinem Tamron SP 17-50mm F/2.8 zu haben. Aber ich bin mit meiner jetzigen Ausrüstung wirklich zufrieden.

 

Meine Meinung: Systemkamera Sony Alpha 6000

Nun mehr 6 Wochen nach der Ankündigung kommt meine Meinung zur Sony Alpha 6000, ihres Zeichens eine Systemkamera und im Gegensatz zu einer handelsüblichen Spiegelreflex wesentlich leichter und handlicher. Warum hat’s so lange gedauert? Weil ich erstmal mit dem Ding fotografieren musste. 😀

Wer eine Spiegelreflexkamera inkl. einiger Objektive hat – da kommt ja im Laufe der Zeit auch was zusammen! -, wird das kennen: gegen einen kurzen Spaziergang mit voller Foto-Ausrüstung auf dem Rücken ist jeder 30kg-Gepäckmarsch der Bundeswehr ein federleichter Gang auf Wolken!

Natürlich: Beinah jede/r hat heute ein Handy mit einer einigermaßen gut funktionierenden Kamera dabei – und Gott weiß, dass ich die wirklich nutze und mein Pixel durchaus rockt-, aber wenn man schon Fotografie als sein Hobby bezeichnet, dann möchte man auch irgendwie … ’ne Kamera haben … und nicht aufm Handy rumdrücken.

Also…es muss eine Kamera für leichtes Marschgepäck her! Ich bin wirklich lange drumrum geschlichen, weil es mir einfach für so „zwischendrin“ zu teuer war, aber als dann ein kleiner monetärer Regen kam, dachte ich: „Jetzt oder nie!“ und habe mir -neben zwei neuen Objektiven für die Canon- eine Systemkamera gekauft.

Ich habe ehrlich gesagt nicht lange gesucht. Meine Kriterien: einen optischen Sucher (gar nicht so leicht zu finden bei einer Systemkamera!) und größer als eine Scheckkarte bitte.

Heraus kam eben die Sony Alpha 6000 mit einem 16-50mm Objektiv. Wen technische Daten interessieren, der kann die Kamera gerne hier bei Sony näher betrachten.

Die ersten Fotos habe ich auf dem Balkon gemacht. Meine Euphorie wurde jedoch gleich ein wenig gedämpft. Zwar machte sie teilweise wirklich gute Fotos, aber dann schwankte die Qualität auch wieder in Richtung: „Äh okay…da habe ich mir mehr drunter vorgestellt!“ Insbesondere, was die Farben angeht, gerade, wenn man das Objektiv auf 16mm laufen hat. Es wirkte alles etwas blass und unspektakulär. Außerdem … und damit hadere ich noch heute … scheint mit der Autofokus so beweglich wie ein Amboss. Sich leicht im Wind wiegende Pflanzen … mmh … schwierig.

 

Diese Fotos wurden alle innerhalb von ungefähr zehn Minuten bei relativ gleichen Lichtverhältnissen erstellt. Es war etwas windig an diesem Tag und es war relativ schwierig beim Lavendel, dem Autofokus zu erklären, was ich gerne scharf gestellt hätte – und trotzdem war es dann oft verwaschen, obwohl diese Kamera sich doch rühmt, einen sehr schnellen Auslöser zu haben. Man sieht, dass die Fotos eine Unschärfe haben. Da hätte ich mir mehr versprochen.

Mit eben diesem Autofokus habe ich auch gehadert, als ich die Kamera zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang genommen habe. Man stelle sich vor: ein Zaun, dahinter ein paar Äste mit Blättern und dahinter ein Reh. Mit der Spiegelreflex hätte ich locker durch die Lücke zwischen den Blättern fokussieren können. Die Sony hingegen nahm die Blätter in den Auto-Fokus und war zu nichts anderem zu überreden. Dislike!

Andererseits: die Kamera kann durchaus schnell auslösen. Wer schon mal Fische in einem Aquarium, die leicht hysterisch hin und her schwimmen, weil es ja potentiell was zu essen geben könnte, fotografieren möchte, der kommt schnell an Grenzen. Meine Spiegelreflex ist dazu irgendwie zu langsam. Die Sony hat da schon eher eine Chance.

Durch die Scheibe, ohne auf Belichtung zu achten

 

Alles in allem war ich bis zu diesem Punkt mehr oder weniger enttäuscht. Das, was ich mir versprochen hatte, ist nicht wirklich erfüllt worden und ja, da kann man sich fragen, wozu so eine Kamera, wenn sie nicht unbedingt bessere Fotos als (m)ein Handy macht. Billig sind diese Dinger ja nicht gerade. Und das, was ich bis dahin an Erfahrungen gemacht hatte, hat mich nicht gerade dazu animiert, weiter Geld in Form von weiteren Objektiven zu investieren. Irgendwie hatte ich sie mir qualitativ näher an meiner Spiegelreflex und weiter weg von meinem Handy vorgestellt.

Dann allerdings folgte ein Grillabend und ich nahm die Kamera mit, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Und siehe da: das hat sie wirklich gut hinbekommen. Handlicher als mein Handy und wesentlich (!) handlicher (und unauffälliger!) als die Spiegelreflex hat sie richtig gute und scharfe Fotos gemacht. Gut, die Farben sind nachwievor etwas blasser, aber trotzdem… das hat echt Spaß gemacht!

Gestern waren wir unterwegs und ich habe wieder die kleine Sony in den Rucksack gepackt. Weil ich nicht wusste, ob ich wirklich fotografieren werde, aber wenn ich wollen würde, hätte ich gerne eine Kamera dabei.

Auf dem Nachhauseweg habe ich den Sonnenuntergang mit dem Handy und der Sony fotografiert.

Das Ganze war bei ca. 90 km/h aus dem Auto heraus. (Nein, ich bin nicht gefahren! :D). Ist doch auch ganz nett!

Mein Fazit bis dato:

Die Sony Alpha 6000 ist weit davon entfernt, meine Canon 70 D zu ersetzen, wenn es wirklich um Fotografieren geht. Farben, Autofokus, „Beweglichkeit“ der Kamera können einfach nicht konkurrieren.

Für Schnappschüsse, für Situationen, in denen man einfach eine Kamera dabei haben und trotzdem ganz gute Fotos machen möchte, für Momente, die man spontan festhalten möchte, ist die Sony jedoch ganz gut. Ihr Vorteil gegenüber einem Handy ist dann halt doch ihr Zoom und die Tatsache, dass sie haptisch einfach stabiler zu halten ist. Und gegenüber der Spiegelreflex ganz klar das Gewicht und die Größe.

Was sie relativ gut kann, ist Fotos von Dingen zu machen, die quasi direkt vor ihrer Nase sind. Auslöser drücken, passt. Wirklich gutes Fotografieren (im Sinne von Fotografieren) … da scheint sie mir persönlich zu „unbeweglich“.

Lästig auch: Gefühlt braucht der Akku ewig zum Laden. Die gepriesene WLAN-Verbindung zum Handy habe ich -technisch doch versiert- nicht hinbekommen.

Würde ich sie mir noch einmal kaufen? Nein. Definitiv nicht.

Dazu reicht mir das Preis-Leistungsverhältnis einfach nicht aus. Wo sie nun mal da ist, werde ich sie sicher auch weiter benutzen, in eben solchen Situationen wie oben beschrieben. Ob ich ihr jedoch Situationen zutrauen würde, in denen ich wirklich gute Fotos machen möchte (z.B. auf einer Hochzeit, im Urlaub, etc.)…eher nicht. Ich glaube, ich hätte Angst, danach enttäuscht zu sein.

Wenn es ums Fotografieren geht: Spiegelreflex rockt für mich weiter konkurrenzlos. Allerdings habe ich eben den Vergleich.

Preview: Systemkamera Sony Alpha 6000

Meine Ausrüstung für die Canon EOS 70D ist mittlerweile um einiges gewachsen. Die Kamera selber – natürlich – und mittlerweile fünf Objektive lassen das Gepäck auf dem Rücken doch auf das ein oder andere Kilo anwachsen. Wie schön wäre es, wenn man etwas Leichteres dabei haben könnte… So entschloss ich mich, nach zwei Jahren Grübelei, mir doch mal eine Systemkamera zuzulegen. Am Ende fiel die Wahl auf die Sony Alpha 6000 mit 16-55mm-Objektiv.

Digitale Aufräumungsarbeiten

Spätestens seit der neuen Datenschutzverordnung (DSGVO) trudeln bei mir Emails von Anbietern etc. ein, von denen ich mich nicht mal erinnern kann, jemals etwas mit ihnen zu tun gehabt zu haben. Ja, über 20 Jahre im Internet, die Bequemlichkeit des Online-Bestellens und die Nutzung von diversen Online-Möglichkeiten im Netz hinterlassen Spuren.

Ich gebe zu: obwohl ich aus der IT-Branche komme, hat mich der Datenschutz in seiner vollkommenen Gänze nie interessiert. Natürlich regiert bei mir (hoffentlich) der gesunde Menschenverstand, aber das ist nun mal der Preis, den man zahlen muss: ich kann nicht die Angebote des Internets nutzen und dabei vollkommen anonym bleiben. Woher soll Amazon wissen, wohin es meine Päckchen schicken soll, wenn ich keine Adresse angebe? Wie soll ich für mich nützliche Dienste bezahlen, wenn ich keinerlei Daten hinterlassen will? Selbst bei Rechnungskauf oder Paypal kriegen sie zumindest mal meinen Namen. Nur so als Beispiel.

Meine Jungs aus der Fachschaft Informatik kriegen jedes Mal einen halben Nervenzusammenbruch, wenn ich sage, dass verschlüsselte Emails nicht mein Ding sind. Warum nicht? Weil es mir einfach zu kompliziert ist. Weil mir und wahrscheinlich 90% aller Nutzer/innen des Internets generell „Sicherheit im Netz“ zu kompliziert ist. Und ich gehe einfach mal frech davon aus, dass ebenso wie ich viele Nutzer/innen von der neuen Datenschutz-Verordnung genervt sind, weil sie keine (wirkliche) Ahnung haben, worum es geht, das, warum es geht, sowieso nicht nutzen (wollen) und im Endeffekt nur nervige Emails und noch nervigere Halbweisheiten dabei rumkommen. Alle haben Stress und keine/r weiß so richtig, warum. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Aber darum soll es eigentlich gar nicht gehen.

Diesen Blog weiterzuführen ist eine Idee, die ich schon länger wieder mit mir herumtrage. Blogs schauen einem von jeder Ecke des Internets an und ich muss gestehen, dass ich Blogs mag und viele Blogs sind heute interessanter als diverse Webseiten. Aber gleichzeitig wusste ich gar nicht so recht, wie ich (wieder) anfangen sollte. Und ob ich wieder anfangen sollte. Wo ich wieder anfangen soll, denn ich hatte, wie mir schien, mir selbst ein recht unübersichtliches Chaos hinterlassen.

Kleine Bestandsaufnahme: Ich habe Webspace bei zwei verschiedenen Anbietern, den ich zwar bezahle, aber schon lange nicht mehr nutze. Ich habe eine Webseite, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr pflege. Flickr hat, seit ich das letzte Mal etwas hochgeladen habe, zwei Mal den Besitzer gewechselt. Meine Facebook-Gruppen sind auch gestorben und quasi schon verwest. Dazu kommen noch drei Blogs, von denen der aktuellste Eintrag vom September letzten Jahres ist. Von den gefühlt 378 Email-Adressen, die ich mir im Laufe der letzten Dekaden angelegt habe, will ich erst gar nicht reden. Das Einzige, was ich in unregelmäßig regelmäßigen Abständen nutze, ist Instagram.

Bevor ich also mich ernsthaft damit beschäftige, wenigstens einen Blog wieder zum Leben zu erwecken, sollte ich vielleicht erstmal ein paar Altlasten loswerden.

Dazu braucht es aber erstmal eine gute Portion Realismus, die sämtliches „Aber…“ beiseite walzt. Man muss Argumentationsketten finden, mit denen man sich selbst am Riemen reißt.

Am einfachsten ist das noch beim Webspace. Gott, was habe ich früher gerne an Homepages gebastelt. Die Betonung liegt auf „früher“. Da hatte ich noch Zeit, Energie und brauchte weniger Schlaf. Dass ich mich jemals wieder regelmäßig um eine Webseite kümmern werde, ist völlig utopisch. Und es spart Geld, es nicht zu tun. Also habe ich -ganz rigoros- meinen Webspace gekündigt. Natürlich, kurz nachdem ich den Jahresbeitrag bezahlt habe. Versteht sich. Und das erste, was ich als Antwort bekam, war, dass ich das Geld natürlich nicht zurückbekomme. Geschenkt. Behaltet es, denn es ist das letzte Mal, dass ihr Geld von mir bekommt. Beim zweiten Webspace bin ich noch dabei zu kündigen. Denn dort, wo man angeblich im Internet seine Kündigung kundtun kann, habe ich bisher immer nur ein „Der Zugang ist derzeit nicht möglich“ zu lesen bekommen. Wahrscheinlich muss es also old-fashioned per Post gehen. Wenn ich nur so unwichtige Dinge wie meine Kundennummer noch kennen würde… O.O

Bei den Blogs ist das Ganze schon schwieriger. Ich habe einen über meine Tiere, der letzte Eintrag ist von Oktober 2016. Mittlerweile gibt es neue Mitbewohner/innen, während andere den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Die Stallverhältnisse habe sich mehrfach geändert. Aber ganz ehrlich: schaffe ich es, ZWEI Blogs zu unterhalten, während ich bei einem schon meine Bedenken habe? Oder schaffe ich es doch, die Tiere in diesen einen Blog zu integrieren, obwohl ich doch eigentlich die Themen Fotografieren, Tiere und Lesen getrennt halten wollte? Apropos Lesen: dritter Blog. Ja, ich lese viel und ich habe zu jedem Buch eine Meinung. Aber ich habe beschlossen, dass es schon genug Blogs gibt, auf denen jemand seine Meinung zu Büchern kundtut und Amazon Rezensionen gibt es ja auch noch. Nein, die Welt braucht meinen Blog nicht. Geeeelöscht.

Was die Facebook-Gruppen angeht, muss ich erstmal herausfinden, wie man die überhaupt löscht. Aber da sie ohnehin nur wenige Mitglieder aus meinem Freundeskreis beinhalten, ist das nicht so tragisch. (Ja, ich bin auf Facebook und auch, wenn ich es nicht exzessiv nutze, die App mir mehr Werbung als Einträge anzeigt und Facebook das überhaupt Allerböseste auf der Welt ist, hat es auch seine guten Seiten.)

Okay, die (digitalen) Aufräumungsarbeiten haben begonnen. Jetzt folgen die im häuslichen Leben: das Wohnzimmer. Gibt es hier irgendwo in der Bude einen „Reset“-Knopf? O.O

Blog-Leiche lebt noch!

Ist es wirklich schon so lange her, dass ich hier zum letzten Mal geschrieben habe? Ok, ich gelobe Besserung (zum 378. Mal)!

Nein, ohne Witz. Ich habe mir wirklich vorgenommen, diesen Blog langsam, aber sicher wieder zu reaktivieren. Langsam, aber sicher. Vielleicht wird es nicht mehr -wie anno tobac mal geplant- ein reiner Foto-Blog bleiben, aber ich merke schon, dass ich wieder Lust drauf habe und mir die Zeit wieder nehmen will.

Das ist ja meistens das Problem: Hast Du Zeit, hast Du keine Lust. Hast Du Lust, hast Du keine Zeit. Hast Du Lust und Zeit — musst Du die Wohnung putzen, zum Tierarzt gehen, Büsche im Garten schneiden. PAX-Ikea-Schränke aufbauen.

Aber jetzt will ich es doch wieder zur Gewohnheit machen.

Drückt mir die Daumen (und/oder tretet mir in den Hintern).

 

Life is live

Wie ich schon in einem kurzen Post zuvor erwähnt habe, sind meine Vorsätze, mich hier öfter zu melden, an der Realität gescheitert.

Die meisten werden das kennen: neben der Arbeit (für die man bezahlt wird) und der Hausarbeit (für die man nicht bezahlt wird), neben Haustieren (für die man quasi nur bezahlt) und den Frondiensten für die Familie bleibt (Daseinsberechtigung, wie meine Mutter das nennt) bleibt meistens kaum Zeit für etwas anderes. Vielleicht wäre der Geist willig, aber häufig ist das Fleisch schwach. Oder beides. Meistens beides.

Und wenn das noch eine Beziehung ins Spiel kommt, hat der Tag, der sowieso zu wenige Stunden hat, noch weniger Stunden.

Nach zehnjährigem Single-Dasein kam relativ unverhofft das Ende jener Single-Phase. Alles hat seine Vor- und seine Nachteile. Das Single-Leben so wie eine Beziehung.

Junggesellinnen-Bude

In meinem Fall war es so, dass die Liebe etwas weiter weg wohnte und ich aufgrund meiner Tiere nicht einfach mal so weg konnte. Da wir aber beide in der gleichen Stadt arbeiten, ergab es sich relativ schnell, dass die Liebe bei mir einzog. Platz habe ich. Das Blöde war nur, dass meine Bude eine typisch verranzte Single-Bude war. Warum etwas reininvestieren? Geht doch. Irgendwie. Es gab auch Dinge, die mich durchaus an meiner Bude genervt haben. Aber ich hatte nie die Energie, etwas daran zu ändern.

Mit dem Einzug der Liebe hat sich das geändert. Nicht, dass sie mit dem Stahlbesen durch alle Räume gegangen und mir mitgeteilt hat, was sich gefälligst zu ändern hat. Es war mehr oder weniger so, dass ich aus meiner Komfort-Zone raus musste.

Mittlerweile haben wir das Bad neu gestrichen und eine gute Dusch-Abtrennung für die Badewanne installieren lassen. Bis dato hatte ich so ein wackeliges Ding aus irgendeinem Kaufhaus, das schon hundert Mal wieder zusammen gebastelt worden ist und nur noch an einem seidenen Faden hing. Ich behalf mir die ganze Zeit über damit, einfach nicht zu duschen, sondern nur zu baden. Obwohl duschen ja viel schneller geht. Auch, dass das Wasser nur in einem Rinnsal aus der Dusche lief und eine Badewanne fast eine halbe Stunde brauchte, um endlich halbwegs voll zu sein (von warmen Wasser mal ganz abgesehen, das war eher Mangelware), hat mich wenig gestört. Naja, gestört vielleicht schon, aber es ging ja irgendwie. Auch dieses Problem habe ich gelöst, in dem ich meinem Vater (Hausbesitzer) so lange auf den Sack gegangen bin, bis er endlich einen Handwerker geholt hat. Siehe da. Da war ein Teil kaputt. Ausgetauscht, das ganze Haus hat wieder heißes Wasser und ordentlich Druck auf der Leitung.

Mein ehemaliges Büro, das im Grunde nur eine Mischung aus Abstellkammer und Winterquartier für die Meerschweinchen war, und noch mein Kinderzimmer beherbergte, weil jedes Mal, wenn ich auch nur daran dachte, die ganzen Möbel rauszuschmeißen, mein Vater Schnappatmung bekam („Das ist doch noch gut!“ – „Ja, Papa, aber ich bin mittlerweile 42!“). Auf der anderen Seite sträubte es mich auch, die ganzen Schränke mal zu öffnen und auszusortieren. Ganz ehrlich: ich habe kein Problem damit, Dinge wegzuwerfen. Aber ich habe ein Problem damit, dass man -in Deutschland- alles an andere Stellen bringen muss, um es fachgerecht zu entsorgen. Man ist quasi nur damit beschäftigt, A hierher, B dorthin und C wieder woanders hin zu kutschieren. Liste durchzulesen, was man zum Sperrmüll stellen darf. Emails an irgendwelche Stellen zu schreiben, von denen man sowieso keine Antwort bekommt (Müllverbrennungen, Kompostierungen, etc.). Mich wundert es nicht, dass manche so verzweifelt sind, dass sie alles in den Wald kippen. Gut, da wird weniger Verzweiflung, als mehr Faulheit der Grund sein, aber trotzdem…

Natürlich kann man Sperrmüll bestellen. Das dauert dann zwar acht Wochen, bis der kommt und man muss die Dinge dann halt irgendwo zwischenlagern. Und irgendwann ist halt auch kein Platz mehr. Wenigstens konnte man alles, was nicht niet- und nagelfest war, zur Müllverbrennung fahren. Das hat die Dinge erleichert. Nur geht das jetzt auch nicht mehr, die hat geschlossen.

Natürlich habe ich es auch über Plattformen im Internet versucht. Wenn auch nicht gerade Ebay, aber doch das hochgelobte shpock. Nachdem ich allerdings drei Mal versetzt wurde, war mir das auch zu blöd. Ich habe echt keine Zeit, ständig irgendjemandem hinterher zu laufen. Das nervt!

Zu guter Letzt wurde das Zimmer von einer Bekannten meiner Mutter abgeholt und -damals noch möglich- alles andere, was nicht zum Sperrmüll oder zum Elektroschrott konnte, zur Müllverbrennung gefahren. Danach wurden neue Möbel bestellt, der ganze Raum mit Teichfolie ausgeschlagen und schließlich haben jetzt die Kaninchen ihr eigenes Zimmer. Nicht ganz uneigennützig, denn dafür sind sie aus dem Wohnzimmer rausgeflogen. Dessen Renovierung war auch nicht ganz ohne. Auch hier neue Möbel, Teppiche, Vorhänge… Die alten Teppiche, der Stall, in dem die Kaninchen gelebt haben, und diverser Müll stehen übrigens in der Garage. Weil eben die Müllverbrennung zu hat und wir erst auf den Sperrmüll warten müssen.

Familie

Meine eigene Familie okkupiert schon auch den ein oder anderen Tag. Insbesondere, wenn es um Gartenarbeit geht. Nun kommt ja noch die Familie meiner Liebe hinzu, die eben mal einfach 1.5 h Weg wegwohnt. Ein Besuch ist also immer damit verbunden, dass auch mindestens ein Tag weg ist.

Tiere

Neben zwei Aquarien hüpfen hier noch zwei Meerschweinchen und drei Kaninchen herum. Im Winter waren noch alle drin, im Sommer sollten eigentlich alle nach draußen. Aber auch hier sind sämtliche Pläne an der Realität zerschmettert. Pläne wurden geschmiedet, Dinge gekauft, der Plan für unrealisierbar verworfen, neue Pläne geschmiedet, neue Dinge gekauft. Usw. Mittlerweile sind wenigstens die Meerschweinchen draußen und in der Garage und im Keller stehen unbenutzte Gehege und Ställe, die ich irgendwie wieder loskriegen möchte. Aber entweder, die Leute, an die ich mich wende, haben gerade kein Interesse oder keinen Platz oder aber Anfragen bei Stellen wie z.B. Tierheimen (ich würde die Dinger sogar spenden, obwohl sie über 200 Euro gekostet haben), bleiben unbeantwortet. Das nervt.

Krankheiten

Wenn wir also mal nichts zu tun haben – was realistisch gesehen nie wirklich der Fall ist -, wir beide frei haben, das Wetter nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu trocken und nicht zu nass ist und wir theoretisch einen (oder gar zwei!) Tage frei hätten, wird unter Garantie eine von uns krank. 😦 Heuschnupfen-Schübe, Magen-Darm, Kopfschmerzen, irgendwelche Zyklus-Geschichten, Rückenschmerzen, Erkältungen … irgendwas ist IMMER.

 

In den letzten neun Monaten war also relativ wenig Zeit für Hobbies, für die man vor die Tür gehen muss. Es war ohnehin relativ wenig Zeit, selbst, um einfach nur ein Buch zu lesen. Ich kam mir vor, als wäre ich die meisten Zeit vor allem damit beschäftigt gewesen, in jeder frei Minute irgendwas zu organisieren oder irgendwelche Pläne zu schmieden, wie man etwas organisieren könnte. Dabei bin ich auf viele neue Wege gestoßen, aber auch eben darauf, dass viele Wege mangels Kommunikation nur auf dem Papier bestehen.

Wenn man abends um 18 Uhr nach Hause kommt und froh ist, wenn man es bis 22 Uhr schafft, geduscht auf dem Sofa zu liegen, etwas gegessen hat, die Tiere versorgt sind und man nicht sofort ins Koma fällt, wenn die Wochenenden gefüllt sind mit Renovierung, Familienbesuchen, Gartenarbeit, dem Planen und Aussuchen von Möbeln etc, Einkaufen, Hausarbeit… Kurz gesagt: Wenn das alles der Fall ist, dann hat man einfach keine Zeit, ein paar Fotos zu machen.

Natürlich kann man jetzt argumentieren: gerade, wenn es so stressig ist, sollte man sich eine Auszeit können und fotografieren gehen. Mal in die Natur. Einfach mal spazieren gehen oder so. Tun wir auch. Wir gehen gerne spontan raus. Mal eben um den Block. Da kann dann auch ein zweistündiger Spaziergang draus werden. Wir sind auch beide gerne draußen.

Das Ding ist nur: Wenn wir die Wahl haben, einen Sonntag Nachmittag drei Stunden spazieren zu gehen oder auf dem Sofa einfach mal zu schlafen … so gebe ich zu … gewinnt im Moment meistens das Sofa.

Aber manchmal klappt es eben doch. 🙂

Prä-Ostern

Nein, natürlich haben wir noch kein Ostern. Als Kaninchen-Halterin verflucht man dieses Fest ohnehin, denn jeder meint, irgendeine „lustige“ Bemerkungen machen zu müssen, die auch nach 35 Jahren nicht witziger geworden ist. Sei’s drum.

Meine Kaninchen – oder zumindest zwei davon – wurden in einem Tierheim geboren, in ein anderes Tierheim übergeben und sind dann bei mir gelandet. Glücklicherweise haben Wanja und Freddy (die eigentlich Frederika heißt) offenbar keine schlechten Erfahrungen gemacht, denn sie sind zwar keine Kuscheltiere, aber neugierig und relativ furchtlos. Aber wie würden sie reagieren, wenn sie zum ersten Mal Gras unter den Füßen und Wind um die Nase haben? Mein drittes Kaninchen – Gustav – fand das irgendwie nie so prall. Und meine Lulu, die letztes Jahr gestorben ist, war auch nicht der ganz große Fan vom Garten – deshalb waren die Kaninchen, im Gegensatz zu den Meerschweinchen, die auch noch hier rumspringen, nie viel im Garten.

Am letzten Wochenende nun durften sie zum ersten Mal mit nach draußen. Gustav und Wanja sind direkt in ein überdachtes Gehege gelaufen und haben fröhlich geschnuppert. Freddy saß erstmal zehn Minuten wie schockgefroren auf dem Gras, um dann ebenfalls ins Gehege zu laufen und zu tun, was ein Kaninchen tun muss: buddeln! Nach zwei Stunden haben wir sie dann wieder mit nach oben genommen. Selbst Gustav fand den Garten gar nicht mal so übel. Na, das war ja richtig gut gelaufen!

Deshalb haben die Liebe und ich am Samstag beschlossen, die Kaninchen mit in den Garten zu nehmen, während wir die neuen Ställe lasieren, die dann die Sommerresidenz für die Tiere sein sollen. Die Kaninchen waren in einem Teil des Gartens untergebracht, wo zum einen das überdachte Gehegeteil untergebracht ist, in den sie letzte Woche schon gebuddelt hatten, zum anderen aber hatten wir auch noch ein etwa 12 qm großes Areal mit Gittern umzäunt. Schön. Für uns alle frische Luft und Sonne. Entspannung, sieht man mal vom Lasieren ab.

Und von der Tatsache, dass Gustav plötzlich mitten im Garten saß. Ausgebüxt. Also … Gustav wieder zurück getrieben, die Gitter auf Lücken überprüft. Lücke gefunden. Geschlossen. Läuft.

Zehn Minuten später hoppelte Gustav wieder fröhlich an uns vorbei. *gnnn* Gleiches Spiel von vorne.

Lange Rede, kurzer Sinn: irgendwann haben wir aufgegeben, alle Lücken zu suchen und zu schließen und haben im Schichtwechsel lasiert, während der jeweils andere Gustav aus Nachbars Garten geholt oder von sonstigem Unsinn versucht hat abzuhalten. Die beiden Damen waren da noch mit Buddeln beschäftigt. Irgendwann haben die allerdings auch festgestellt, dass es da ja noch was anderes gibt. Haben kurz den Garten erkundet, sind dann aber schnell wieder zu ihrem persönlichen Bergbau-Projekt zurückgekehrt. Gut, das mit Gustav war etwas lästig, aber war noch okay.

Gestern sollte es ja ein sonniger Tag werden. Wurde es ja auch. Wir beschlossen, die Kaninchen UND die Meerschweinchen mit in den Garten zu nehmen. Die Damen würden ja ohnehin buddeln, die Meerschweinchen Gras fressen und Gustav irgendwann im Schatten schlummern. Und wir könnten, nachdem wir die Zugänge zu Nachbars Garten geschlossen hatten, wenigstens ein bisschen dösen. So die Theorie.

Die Praxis: Wir sind ab 12 Uhr permanent hinter drei (!) Kaninchen her gerannt. Wieder im Schichtwechseln. Die Damen hatten nämlich keine Lust mehr auf ihre Bergbauprojekte und fanden es viel spaßiger, im Garten herumzuflitzen. An Dösen in der Sonne war also nicht zu denken.

Gegen 15 Uhr hatten auch die Meerschweinchen beschlossen, dass sie in ihrem abgezäunten Auslauf nicht mehr bleiben möchten und haben sich ebenfalls auf Wanderschaft gemacht. Was normalerweise alles kein Problem ist, wenn der Garten erstmal wieder für die Außenhaltung fertig gemacht ist. Aber gestern sollten alles einfach mal nur die ersten Sonnenstrahlen genießen. Gras fressen, unter dem Busch schlummern. Also ist meine Liebe hinter den Meerschweinchen her gewesen, während ich versucht habe, die Kaninchen im Auge zu behalten.

Gegen 17:00 Uhr hatten wir dann alle sechs wieder in der Wohnung in ihren Ställen, waren klatschnass geschwitzt und lagen erschöpft auf dem Balkon. Noch ein kleiner Spaziergang? Vergiss es.

Wenn mir hier noch einer mit „süßen Osterhäschen“ kommt, der darf sich gerne mal meine ausleihen!

Es war einmal…

Es war einmal…und ist doch noch nicht so lange her.

Dieses Bild wurde von der Liebe aufgenommen, als wir am Strand fotografieren … äh … spazieren waren. Das bin ich. 🙂

Unglaublich, dass es gerade mal vier Wochen her sein soll. Time flies und ich bin immer noch nicht dazu gekommen, mich um die Fotos zu kümmern. Weil eben Frühling ist, wie ich gestern leicht gestresst bemerkte. Heute sieht es zur Strafe weniger nach Frühling bei uns aus und es ist plötzlich wieder so frisch, dass ich doch nochmal die Winterschuhe angezogen habe. Vielleicht ist der Frühling ob meiner geringen Wertschätzung aus dem gestrigen Eintrag beleidigt. Na, nun mal nicht so sensibel, so war’s doch nicht gemeint.

 

Frühling…

Da isser nun endlich, der langersehnte Frühling.

Ich erinnere mich noch, wie ich im Februar mit der Liebe auf dem Sofa saß und gemault habe, dass es mir nun langsam reicht. Ganz ehrlich: ich bin niemand, der permanent draußen unterwegs und/oder vor der Tür sein muss. Ich kann stunden-, tage-, wochenlang auf dem Sofa sitzen und lesen. In der Wohnung rumräumen. Am Computer surfen. Schlafen. Wasauchimmer. Mir fällt so schnell nicht die Decke auf den Kopf. Aber irgendwann ist auch bei mir mal gut …

Und da isser nun, der Frühling. Und was mache ich? Frage mich, wann ich mal wieder stunden-, tage-, wochenlang auf dem Sofa … und so.

Frühjahrsmüdigkeit scheint es wirklich zu geben. Ich habe heute einen Artikel gelesen, dass jede/r zweite Deutsche davon betroffen ist. Ich offenbar auch. Ich könnte um 18 Uhr ins Bett gehen und wenn morgens der Wecker klingelt, bin ich immer noch komatös müde. Wenn ich abends von der Arbeit komme, erstmal Balkon…ah…Sonne genießen. (Noch ist man ja misstrauisch, man weiß ja nicht, wie lange sie noch da ist, wenn der April erstmal loslegt.) Nach den 20 min Sonne genießen rein, aufs Sofa und „Nur mal eben fünf Minuten die Augen zu…nein, nein…ich schlaf nicht ein…ich will nur…-zzz-„. Nein, ich schlafe nicht wirklich ein, was aber der Tatsache geschuldet ist, dass ich im Moment mal wieder im Chaos versinke und wenn ich die paar Stunden, in denen ich noch was erledigen könnte (die Betonung liegt auf „könnte“!) auch noch verpenne, wird’s gar nichts mehr.

Kennt das hier jemand? Das Triumph-Gefühl, wenn man es wenigstens (!) mal geschafft hat, einen Brief zur Post zu bringen, der schon drei Wochen fertig jeden Tag im Flur auf der Anrichte liegt? Es ist ja nicht so, dass man diesen Brief vor lauter Langeweile vergisst. Sondern, weil er ein Eintrag auf einer To-do-Liste ist, die dreimal um den Erdball geht und auf der wie bei einer Hydra drei neue Einträge erscheinen, wenn man einen streicht.

Frühling…das ist die Zeit, in der die Gartenarbeit ruft. In der die Stallungen für die Tiere neu gekauft oder wieder hergerichtet werden müssen. In der man sieht, wie dreckig die Wohnung eigentlich ist. In der einem auffällt, dass man den Schlafzimmerschrank jetzt echt satt hat, die Teppiche wirklich mal ausgewechselt werden und das Wohnzimmer sowieso komplett renoviert werden muss. In der einen die uralte Badewannen-Duschabdeckung fast erschlägt und man sich endlich durchringt, doch mal was „Gescheites“ installieren zu lassen. Also die Zeit, in der man an allen Ecken und Enden Arbeit sieht, die endlich mal wirklich getan werden muss.

Also sind die Liebe und ich durch jedes Zimmer gegangen und haben aufgeschrieben, was gemacht werden muss. Haben neue Möbel ausgesucht. Haben einen Bad-Installateur kontaktiert. Hatten einen Schreiner wegen unseren Schlafzimmerschrankes da (um uns dann gegen ein paar Bretter im Wert von über 1000 Euro zu entscheiden). Die Stallungen für die Tiere wurden bestellt und treffen nun nach und nach ein. Die müssen lasiert werden. Und natürlich aufgebaut. Das Bad soll noch neu angelegt werden. Vom Büro und vom Wohnzimmer (und vom Flur !) will ich erst gar nicht anfangen. *hechel*

Standardsatz nach jedem Wochenende am Montag danach: „Also nächstes Wochenende machen wir mal nix!“ Spätestens am Donnerstag ist die Liste fürs Wochenende schon wieder wie aus Zauberhand angewachsen. Gartenarbeiten für die meinen Eltern, Brunch bei den Schwiegereltern, Ostern und die ein oder andere Veranstaltung…schwupps…das nächste Wochenende verplant.

Aber gut…irgendwann muss man solche Dinge nun auch mal angehen. Und wenn beide eben die Woche über arbeiten gehen, bleibt eben nur das Wochenende.

Okay, es ist gerade viel und chaotisch und es gibt kaum eine ruhige Minute.

Was mich aber daran am meisten ärgert, ist, dass ich keine Zeit mehr für soziale Kontakte habe. Okay, ich war im März zwei Mal im Theater. Das funktioniert also schon noch. Aber trotzdem schaffe ich es nicht, mich bei den Leuten zu melden, die eben nicht gerade um die Ecke sind und/oder ArbeitskollegInnen, so dass man sich sowieso über den Weg läuft. Nein, an der Liebe liegt’s auch nicht. Die hält mich von nix ab und freut sich, wenn ich mal aus dem Haus bin, weil sie sich dann endlich was kochen kann, was ich nicht esse. Mit was ich nicht mal in einem Raum sein möchte.

Ich muss mich also unbedingt bessern. Ich weiß nur noch nicht, wann und wie. O.O

A walk in the park

Ich finde, es gibt Schlimmeres, als einen Park direkt vor dem Büro zu haben.

Auch, wenn dieser Park natürlich im Winter (und bei Regen und bei anderen unschönen Wettererscheinungen) eher selten gewürdigt wird, erfährt er um so mehr Liebe, so bald die ersten Sonnenstrahlen die Erde berühren. Ich schwöre, sobald die Sonne auch nur minimal ihr Antlitz zeigt, tun sich irgendwie Löcher in den Rasenflächen auf und Horden von Menschen werden aus dem Erdinneren an die Oberfläche geschoben. Ganz Geschwader von Kinderwägen werden Kilometer um Kilometer auf den schmalen Betonwegen bewegten. Die Gänse und Enten binden sich schon ein Lätzchen um, denn natürlich! darf man sie offiziell nicht füttern, aber natürlich! drückt jeder seinem Nachwuchs irgendein vermatschtes Plätzchen in die Hand oder Brot oder Bretzel und die Enten kriegen ihren Teil ab. Okay, Generationen von Enten durften nicht gefüttert werden, Generationen von Enten wurden gefüttert und Generationen von Enten haben es überlebt.

Anyway…ich habe das Glück, dass meine Liebe den gleichen Arbeitgeber hat wie ich und man sich deshalb problemlos zu Spaziergängen im Park treffen kann. Das Problem ist nur, dass man bei dem Wetter gar nicht mehr rein möchte und wenn man drin ist, sehnsuchtsvoll aus dem Fenster blickt. Glücklicherweise in meinem Fall auf ein Baugerüst und einen wenig ansprechenden Innenhof. Das macht es dann nicht ganz so schwierig … mit dem sehnsuchtsvollen Blick und so.

Die Bilder sind jetzt vielleicht nicht ganz so der Bringer. Ich saß auf einer Parkbank und habe etwas unmotiviert ausprobiert, ob mein Handy oder meine alte DigiCam bessere Fotos macht. Das Handy hat übrigens gewonnen.

Einfach nicht mein Jahr

Ihr Lieben,

das Jahr 2016 ist einfach nicht mein Jahr. Das dachte ich zwar auch schon letztes Jahr, aber in diesem Jahr scheint sich schlechtes Karma in einer Wolke über mir verdichtet zu haben und ständig kleine Blitze herunter zu schicken. Was immer ich in meinem vorherigen Leben angestellt haben mag: 2016 scheint Zahltag zu sein. Und ich muss mächtig böse gewesen sein!

Die essentiellen Dinge sind durchaus noch vorhanden: Job, Dach überm Kopf, Heizung und Essen auf dem Tisch. Auch die Beziehung läuft auf der gleichen Linie wie immer … nämlich der Null-Linie. Meine Familie ist -bis auf eine 90jährige Tante- noch vollständig. Was ich von meinen Tieren nicht gerade behaupten kann.

So musste ich in diesem Jahr vier Verluste hinnehmen: Dino, Christie und Alba aufseiten der Meerschweinchen und Lulu aufseiten der Kaninchen haben sich in diesem Jahr von mir verabschieden müssen.

Seit Januar habe ich quasi ein Dauer-Abo beim Tierarzt und ich kriege einfach keine Ruhe rein. Teilweise sind es keine schlimmen, aber lästige Dinge. Teilweise kommen dann eben Diagnosen wie Krebs.

Es gab natürlich auch Zuwachs. Der kleine Konstantin ist endlich bei mir eingezogen. Und auch das hat unüblich in die Länge gezogen, weil ständig irgendwas dazwischen gekommen ist.

Konstantin
Konstantin

Eigentlich hatte ich die Schnauze voll. Habe die Tiere mittlerweile auch von ihrem Sommerquartier draußen in ihr Winterquartier in die Wohnung geholt. Als Alba Anfang September gestorben ist, dachte ich, jetzt ist erstmal gut. Keine neuen Tiere, keine Eingewöhnung, Vergesellschaftung, Umgewöhnung. Doch dann starb vor einer Woche Lulu und ich muss wieder losziehen und eine neue Partnerin für Gustav holen, denn ein Kaninchen allein zu halten ist -wie bei Meerschweinchen übrigens- Tierquälerei. Aber Gustav muss noch etwas warten, bis Frauchen im Oktober Urlaub hat. Ich habe genug von Hau-Ruck-Aktionen und (unschönen) Überraschungen.

Zu Anfang des Jahres 2016 hatte ich mir einiges vorgenommen.

Meine Blogs auf eigenen Webspace umziehen, vielleicht sogar wieder eine eigene Webseite unabhängig von WordPress basteln. Regelmäßig die Blogs pflegen. Fotografieren gehen. Kleine Reisen unternehmen. Lesen. Jetzt haben wir Oktober, ich habe leidlich wenig fotografiert, bastle immer noch an meinen Blogs, von denen ich es kaum schaffe, sie überhaupt aktuell zu halten. Gereist bin ich maximal auf die Arbeit. Selbst meine üblichen Wochenend-Touren mit dem Fahrrad kann ich an einer Hand abzählen.

Fotografieren ist, wie gesagt, Mangelware in diesem Jahr. Und wenn ich dann mal gehe, kriege ich wenig auf die Reihe. Keine Ahnung, was mir in diesem Jahr fehlt, um mit meinen Bildern zufrieden zu sein. Wahrscheinlich ist es auf der einen Seite doch latenter Zeitdruck. Auf der anderen Seite quengel ich mit den Motiven und mit mangelnder, sich ewig ändernder Zielsetzung. Ich fotografiere plan- und ziellos. Konzentrationslos. Lustlos. Obwohl ich jedes Mal, wenn ich in einer Foto-Zeitschrift blättere, richtig Bock habe, die Kamera in die Hand zu nehmen. Aber wenn es dann soweit ist… Failure.

Obwohl ich immer gesagt habe, dass ein eigener NAS, also ein eigener kleiner Server, was für Poser, Protzer und Menschen mit Potenzprobleme ist, habe ich mir selbst einen zugelegt, nachdem die dritte externe Festplatte abgeraucht und der Platz auf meinem Laptop immer knapper wurde. Nun steht er hier, der kleine NAS. Die Grundidee dahinter … prima. Allerdings nicht, wenn man an einer generell langsamen INet-Leitung hängt (wir haben hier alles, was das Herz begehrt, zockeln aber dafür noch mit einer maximal 16000-DSL-Leitung durch die Gegend). Und wenn man das Ganze dann noch über WLAN mit einem Laptop betreiben will, kriegt man schnell Zweifel, ob so ein NAS die richtige Entscheidung gewesen ist. Bis ich ein Foto auf den NAS übertragen habe, habe ich es schneller nachgemalt. Deshalb will ich jetzt mal versuchen, wie die Geschwindigkeit ist, wenn ich den Laptop direkt ans Netz anschließe, also per Kabel. Aber natürlich hat mein Laptop keinen LAN-Anschluss. Also musste ich erst einen Adapter bestellen. Natürlich. Auf den warte ich jetzt und dann hoffe ich, dass zumindest das funktioniert. Und ich hoffe auf nächstes Jahr, denn dann soll hier endlich Breitband kommen.

Ansonsten habe ich eben an meiner Webseite gebastelt, um es relativ schnell wieder sein zu lassen. Früher habe ich mir Nächte um die Ohren gehauen und teilweise sogar mein Geld damit verdient, Webseiten zu stellen. Heute frage ich mich, woher ich damals die Energie genommen habe. So wurde aus der Webseite eine kleine Plattform und was habe ich gemacht? Genau: WordPress auf den Webspace aufgespielt.

Der Hintergrund des Ganzen war ursprünglich mal gewesen, dass es mich genervt hat, dass WordPress und Facebook unkompatibel sind. Ich habe in Facebook eine kleine Fotogruppe und es ist nicht möglich, einen WordPress-Artikel automatisch in einer Facebook-Gruppe zu posten. Also musste ich alles immer doppelt machen. Alles PlugIns, durch die ich mich gewühlt habe, haben entweder nicht oder nicht mehr funktioniert. Zwar ist es möglich, Artikel auf mehreren WordPress-Seiten crosszuposten, aber mal nach draußen … keine Chance. Oder zumindest leidlich eine.

Desweiteren wollte ich eine andere Möglichkeit, Fotos zu posten. Dabei bin ich auf Koken gestoßen, was auf den ersten Blick ganz nett ist, aber wenn man eine Weile damit arbeitet, stößt man schnell an seine Grenzen. Im Moment sieht meine Seite so aus: http://www.fraumagistra.de/koken/, aber es nervt mich, dass man z.B. die Größe der Bilder nicht verändern kann. Also bastel ich wieder an etwas anderem … wobei das eher theoretischer Natur ist, denn ich habe seit August keinen Strich mehr dafür getan. Kommt auf die Liste der „Muss-ich-mal-wieder“-to-dos. Die mittlerweile sowieso einmal um den Erdball reicht, da kommt es auf einen Eintrag mehr oder weniger auch nicht an.

Die Zeit rast. Ich hechele hinterher.

Ich folge euch allen im Stillen und hin und wieder schaffe ich es, selbst einen Beitrag zu posten oder zumindest ein „Gefällt mir“ und/oder einen kleinen Kommentar bei euch zu setzen.

Mehr scheint in diesem Jahr einfach nicht zu funktionieren.

Samstag Morgen um 7

Ich habe ein neues Regal bestellt, um meinen Büchern wieder etwas mehr Herr zu werden. 

„Wir freuen uns, Ihnen die Lieferung am 10.09. zwischen 7 und 14 Uhr bestätigen zu können.“ 

Mal ganz ehrlich…Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Samstag Morgen um 6:30 Uhr aufsteht und das Regal um 7 Uhr tatsächlich geliefert wird? Auf der anderen Seite: Steht man nicht auf, stehen sie um Punkt 7 auf der Matte.

Wie man’s macht, man macht’s verkehrt.

Onkels Erbin

So schaffe ich es heute wenigstens doch noch zu einem weiteren (kleinen) Beitrag.

Mein Onkel ist schon vor einigen Jahren gestorben. Als nun vor etwa drei Wochen noch die dazugehörige Tante starb, ging es nun ans Ausräumen des Hauses. Mein Onkel hat, obwohl ich mich daran nicht mehr bewusst erinnern kann, sehr gerne und sehr viel fotografiert. Anstatt Fotos war Dias damals das Medium der Wahl, entsprechend viele gibt es auch noch und ich hoffe, dass ich sie, wenn sie sonst niemand haben möchte, ebenfalls erben werde. 🙂

Ich habe darum gebeten, dass ich die alte Ausrüstung meines Onkels haben möchte. Gestern habe ich sie bekommen und heute eine ersten Bestandsaufnahme gemacht. Es kann sogar sein, dass noch Teile fehlen, aber es ist jetzt schon recht umfangreich.

Sofern ich das schon konkret überblicke, gibt es zwei Kameras:

  • eine Praktica MTL 5 B (DDR-Modell?)
  • eine Yashica TL Electro X

Dazu vier Objektive (mit jeweiligem Filter zum Linsenschutz):

  • RMC Tokina 35 – 105mm 1:3,5 – 4,5
  • Yashica Yashinon-DX 35 mm 1:2,8
  • Yashica Yashinon-DX 50 mm 1:1,7
  • Yashica Zoom 75 – 230 mm 1:4,5

Außerdem drei Zwischenringe (11mm, 18mm,36mm), ein System SCA 300 metablitz-Aufsteckblitz, ein Rokuwa Stativ sowie diverse Zubehörteile wie ein Fernauslöser, eine Tasche, Sonnenblenden etc.

Wie ich meinen Onkel kenne, sind die Teile alle gut gepflegt (wenn auch etwas eingestaubt) und wahrscheinlich noch voll funktionstüchtig. Allerdings muss ich mir erstmal die Bedienungsanleitungen suchen, denn ohne … keine Chance. Außerdem habe ich viel zu viel Angst, was kaputt zu machen.

Wenn es nach mir geht, werden die Kameras natürlich reaktiviert. Am liebsten mit s/w-Filmen. Das wird mit Sicherheit noch mal eine andere Form des Fotografierens, denn da ist wirklich nix mit automatisch und man muss jedes Rädchen selber drehen. O.O

Es ist schade, dass mein Onkel nicht mehr fotografiert hat, so lange ich mich erinnern kann und nicht mehr gelebt hat, als ich damit begonnen habe. Er hätte sich sicher gefreut und mir eine Menge beibringen können. Aber es bleibt doch immer in der Familie, auch über Generationen hinweg.

(Hoffentlich) Bald zurück

Ihr Lieben,

bis auf ein paar sporadische Schnipsel habe ich mich in den letzten Wochen etwas rar gemacht. Das Wetter hat auch nicht besonders zum Fotografieren eingeladen, aber es  war doch noch das ein oder andere mehr am Start.

So hoffe ich, hier bald ein paar Worte zu meinem neuen NAS unterzubringen. Zudem habe ich an einer kleinen Webseite gearbeitet und ich habe von meinem Onkel eine analoge (!) Kamera-Ausrüstung geerbt. Abgesehen davon habe ich mir wieder eine Samsung-Handy zugelegt … was nicht zuletzt auch mit Fotografieren zu tun hat.

Seid mir nicht böse, wenn ich in letzter Zeit auch auf Kommentare etc nicht geantwortet habe. Ich hole es nach!

Und jetzt alle fest die Daumen für einen baldigen Sommer drücken!

April

Nelografies Projekt 366 Tage hält es einem vor Augen: Es sind schon wieder die ersten 100 Tage (genauer genommen heute 101 Tage) des Jahres vergangen.

Endlich hat auch hier das warme Wetter und die Sonne Einzug gehalten. Seit ein paar Tagen gibt es mehr Sonne statt Wolken und die Natur explodiert. Die Pollen auch. A*schlöcher.

Leider kam ich neben Arbeiten und Haus- und Haustierversorgung kaum zum Fotografieren. Important shit to do: neuen Rucksack kaufen, neue Bremsbeläge ans Fahrrad montieren und so. Heute hatte ich nun eigentlich losradeln wollen, aber dann ist mir aufgefallen, dass mein Kamera-Akku fast leer war. Zudem war es windig … und wenn es mich im Garten schon nervt, fluche ich aufm Fahrad auf freiem Feld noch mehr. Und der Oberschenkel zwickt sowieso. Kurz gesagt: bis ich heute endlich dazu kam, mal einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ich mich mal aufs Fahrrad schwingen könnte, hatte ich keine große Lust. Das mit dem Akku stimmt allerdings! Irgendwo hatte ich aber auch ein schlechtes Gewissen, deshalb bin ich wenigstens etwas unmotiviert durch den Garten geschlichen.

Ich hatte außerdem heute Mittag beschlossen, ich könnte mich mal etwas intensiver mit Lightroom auseinander setzen. Also…durch den Garten geschlichen…Lightroom aufgerufen und … lange Rede, kurzer Sinn: Als ich mit dem Aussortieren fast fertig war, falschen Knopf gedrückt, alle Fotos gelöscht. *gnnn*

Als ich dann wieder von vorne angefangen habe, habe ich festgestellt, dass in meinem Bearbeitungscontainer, also die Partition, auf die erstmal wahllos alle Fotos geschoben werden, bis ich mich intensiver damit auseinander setzen kann, fast 2000 Fotos liegen. Wie sagte eine Freundin von mir neulich: „Ich muss mal ein Wochenende für Fotos blocken!“ Äh ja, ich wohl auch.

Ich müsste für so viele Dinge mal Zeit blocken. Aber irgendwie kriege ich sie nicht zu fassen, diese verdammte Zeit.

Fleißiges Bienchen
Fleißiges Bienchen

Buch: „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D“

Lange bin ich drum herum geschlichen, nun habe ich es mir doch zugelegt: „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D – Ihre Kamera im Praxiseinsatz“ von Holger Haarmeyer und Christian Westphalen.

Warum habe ich gezögert?

Aus zwei Gründen:

Zum einen ist das Buch relativ teuer und ich wollte es nicht online kaufen, ohne zu wissen, was mich erwartet. Ich wollte weder ein Buch, dass mir erstmal die Geschichte der Fotografie im allgemeinen und die von Canon im speziellen erzählt, sondern ein sehr konkretes Handbuch, in dem auf die Kamera und ihre (Einstellungs-)Möglichkeiten eingegangen wird. Mir sollte keiner erklären, dass ich vor dem Fotografieren den Deckel von der Linse nehmen muss, aber ich wollte auch nicht mit Fremdwörtern und/oder technischen Details zugeworfen werden.

Den zweiten Grund habe ich in Ansätzen schon erwähnt. Ich habe hier einige Bücher zum Thema Digitale Fotografie herumstehen. Die Mehrzahl der Seiten könnte ich getrost herausreißen, weil sie für mich keinen Mehrwert haben. Es ist ja ganz nett zu wissen, wie die Kamera technisch funktioniert und welche Physik dahinter eine Rolle spielt. Wo der Unterschied zwischen menschlichem Auge und einer Kameralinse liegt und wie sich das Licht im dritten Viertel bricht. Allerdings: das interessiert mich nicht. Ich will konkret wissen, wie ich mit welchen Grundeinstellungen was fotografiere. Worauf ich achten muss und wo der Fehler liegen könnte, wenn es so gar nicht funktionieren will. Leider legen viele Bücher eben den Fokus auf ersteres. Kapitelweise Technik, noch mehr allgemeines Blabla und in einem fitzelkleinen Teil wird es dann konkret. Davon habe ich also genug Bücher und brauche nicht noch eines für viel Geld.

Warum ich es doch gekauft habe.

Als ich mir die EOS 70D gekauft habe, hatte ich schon drei, vier Jahre mit der EOS 1100D auf dem Buckel und dachte mir: „Kennste eine, kennste alle!“ Ich musste jedoch zu meinem Leidwesen feststellen, dass dem eben nicht so ist. Genau genommen hat mir meine Erfahrung mit der kleineren Canon im Umgang mit der 70D nicht geholfen. Alles, was ich bei der Kleinen aus dem EffEff beherrschte, hatte bei der größeren nun keinen Taug mehr. Das Handbuch der Canon liegt digital auf einer CD. Da habe ich auch schon mal reingeguggt, aber ich schau mir kein komplettes Handbuch am PC an und zum Ausdrucken war es zu umfangreich. Einige konkrete Einstellungen kann man im Internet nachschauen, aber ALLE Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten? Ich hätte mir einen Wolf im Netz gesucht und gelesen. Vor allen Dingen interessierten mich der Autofokus (mit dem ich ja gerne meine Probleme habe/hatte) und was denn an der Kamera überhaupt was und wofür ist.

Als ich im Buchladen dann ein Buch für meinen Vater holen sollte, ist mir beim Stöbern auch die Fotografie-Abteilung aufgefallen und da stand es nun, griffbereit und vor allen Dingen bereit, schon vorab einen Blick hineinwerfen zu können. Ich habe es kurz durchgeblättert und da ich unmöglich aus einen Buchladen gehen kann, ohne für mich ein Buch mitzunehmen (Bücher für andere zählen nicht!), habe ich es mitgenommen.

Das Buch und seine Kapitel

Das Buch ist ein Hardback, riecht etwas streng und hat insgesamt -mit Index- 445 Seiten. Es ist aufgeteilt in insgesamt 8 Kapitel:

  1. Die Canon EOS 70 D kennen lernen (S. 13 – 61)
  2. Autofokus und Schärfe (S. 63 – 102)
  3. Belichtung (S. 105 – 171)
  4. Blitzfotografie (S. 175 – 209)
  5. Objektive (S. 213 – 261)
  6. Nützliches Zubehör (S. 267 – 290)
  7. Filmen mit der Canon EOS 70 D (S. 297 – 345)
  8. Alle Menüs und Einstellungen im Überblick (S. 349 – 430)

Die Kapitel haben dann noch diverse Unterpunkte, versteht sich.

Auch hier musste ich feststellen, dass für mich persönlich einige Kapitel nicht oder zumindest noch nicht interessant sind. Inbesondere 4. Blitzfotografie, 6. nützliches Zubehör und 7. Filmen mit der Canon hätte ich nicht gebraucht. Ich filme nicht mit einer Fotokamera. Wenn ich Filmen will, kaufe ich mich eine Filmkamera. Und das nützliche Zubehör: naaaja. Dass man ein Stativ braucht, kann man sich ungefähr denken. Regenschutz und Speicherkarten? Muss ich sowas eigene Seiten widmen? GPS-Empfänger? Wer auf sowas scharf ist, würde sich auch so darüber informieren können. Auch das erste Kapitel hätte für mich auf fünf oder sechs Seiten gekürzt werden können.

Ich habe jedoch die Kapitel 1 bis 3 – also etwa die Hälfte des Buches wirklich intensiv durchgearbeitet. Habe mir kleine Merker an den Rand gemacht und für mich wichtige Aussagen oder Tipps markiert.

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Die Kapitel (und ihre Unterpunkte) sind mit vielen Bildern aufgelockert und logisch aufgebaut. Am Ende eines jedes Kapitels ist dann der sogenannte „Praxistipp“, von dem ich nicht so überzeugt bin, ob es da nicht andere, bessere Praxistipps gegeben hat. So ist der Praxistipp beim Kapitel „Belichtung“  Panoramafotografie und außerdem lernen wir noch, wie wir aus einem Smartphone eine tolle Lichtquelle für ein Modellauto basteln. Na, wenn wir sonst nix zu tun haben beim Thema „Belichtung“.

Das erste Kapitel ist absolut für Anfänger gedacht. Es hätte wirklich nur noch gefehlt, dass da steht, man müsse den Deckel vom Objektiv nehmen. Aber trotzdem habe ich noch den ein oder anderen Hinweis auf irgendeinen Knopf gefunden, der mir bis dato noch nicht aufgefallen war. Ob es so wichtig war, dass es ich noch wüsste, wenn ich es mal brauchen sollte, weiß ich allerdings nicht.

Das zweite Kapitel – Autofokus und Schärfe – war endlich genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Natürlich ist auch hier einiges an technischem Blabla enthalten, was man nun nicht unbedingt für die reine Nutzung der Kamera benötigt, aber ansonsten war es eine gute Mischung zwischen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Wissen, das sehr gut und nachvollziehbar erklärte, wie der Autofokus funktioniert und warum er manchmal daneben haut. Es war für mich ein wirklich erleuchtendes „Aha!“-Ergebnis.

Das dritte Kapitel – Belichtung – indes war dann wieder eine Ernüchterung. Ich habe bisher noch kein Buch gefunden, bei dem ich nicht das Gefühl hatte, dem/der oder den Autor*innen wäre es nicht lästig, über so etwas doch ganz Logisches und Selbsterklärendes etwas schreiben zu müssen. Blende, ISO, Weißabgleich … Leute, das ist doch alles ganz klar!

Mir war es noch nie so ganz 100%ig klar und deshalb war ich nach dem Kapitel über den Autofokus total enttäuscht, dass auch hier das Thema Belichtung eher im Galopp und mit viel Technik, aber wenig Anwendungsbeispielen gespickt war. Da stehen dann so Sätze wie „Wenn Sie den ISO-Wert um den Faktor 2 erhöhen, können Sie den Blendenwert um den Faktor 1,4 erhöhen oder die Belichtungzeit halbieren und erhalten trotzdem die gleiche Bildhelligkeit.“ Ich hätte es gut gefunden, wenn man da mal ganz konkret ein Beispiel dazu geschrieben hätte, aber das ist dem Leser oder der Leserin selbst überlassen, sich einen Reim darauf zu machen. Leider gibt es in diesem Kapitel kaum konkrete Beispiele. Es wird viel theoretisiert und man könnte/sollte, aber tatsächlich verstanden habe ich genauso wenig wie vorher. Dafür ist man dann durch die verschiedenen „Betriebsarten der Belichtungseinstellungen“ – also P, Tv, Av und wie sie alle heißen- fröhlich durchgaloppiert und der Satz „Sie werden die Blende ohnehin von Hand wählen wollen, weil es für viele Motive einen optimalen Blendenbereich gibt, der wenige Variationen zulässt“ fand ich ein wenig übermotiviert, wenn man gerade erst dabei ist, die Kamera kennen zu lernen (dafür liest man ja dieses Buch!) und froh ist, wenn sie überhaupt einigermaßen das tut, was man will. Die „optimalen Blendenbereiche für viele Motive“ kenne ich zum Beispiel nicht.

Das vierte Kapitel „Blitzfotografie“ ist für mich uninteressant, da ich es hasse, mit Blitz zu fotografieren.

Im fünften Kapitel – „Objektive“ – werden eine relativ große Menge an Objektiven vorgestellt. Positiv: Es handelt sich dabei nicht nur um Canon-Objektive. Ein bisschen doof ist es halt, dass die Objektive da jetzt festgetackert sind und wenn das Buch mal zwei Jahre alt ist, vielleicht nicht mehr aktuell sind. Ich habe das Kapitel zwar erstmal nur überflogen, aber zumindest werden hier, bevor man bei den Beschreibungen der Objektive damit um sich schmeißt, Begriffe wie „Bokeh“, Brennweite und Lichtstärke erstmal erklärt. Ob man daraus schlau wird, kann ich noch nicht sagen, ich habe es zum einen erst überflogen und zum anderen bin ich mit meinen Objektiven im Moment sehr zufrieden, dass ich den Kauf eines weiteren erstmal nicht plane und mich daher mit dem Thema erstmal nicht auseinander setzen muss.

Das sechste Kapitel – „Nützliches Zubehör“ – habe ich auch erst überflogen. Es beschäftigt sich relativ ausgiebig mit Stativen und dann weniger ausgiebig mit Fernauslösern, GPS-Empfängern, Batteriegriff, Filtern, Streulichtblende, Regenschutz, Speicherkarten und der Sensorreinigung.

Filmen will ich nicht mit meiner Kamera und das achte Kapitel -„Alle Menüs und Einstellungen im Überblick“ werde ich mir mit Sicherheit nochmal in Ruhe zu Gemüte führen (müssen).

Fazit

Von den 445 Seiten hätte ich -zumindest mein Fazit bisher- mit einem Drittel, wenn nicht weniger, leben können.

Die Informationen zum Autofokus waren wirklich, wirklich hilfreich und wenn das ganze Buch in diesem Stil und auf diesem Niveau geschrieben wäre, dann hätte ich Kapitel, die sich mit Themen, die mich nicht interessieren, sehr leicht leben können. Es ärgert mich, dass das Thema „Belichtung“ in seiner Gänze mal wieder so lieblos geschrieben wurde, als ob doch jeder im Grunde wüsste, was damit gemeint ist, während man sich hingebungsvoll fast 50 Seiten mit dem Thema „Filmen“ abgibt, wozu die Kamera ja im Grunde gar nicht hauptsächlich ausgelegt ist. Diese 50 Seiten noch ein für die Belichtung genommen und dafür ein bisschen ausführlicher UND mit Beispielen auf Blende, ISO-Wert, Weißabgleich und Belichtungszeit eingegangen und man hätte zumindest den Hauptfokus besser gelegt.

Aber dieses Buch schafft es nicht, seinen Mittelweg beizubehalten und Anfängern sowie Fortgeschrittenen gerecht zu werden.

Nun kann man sagen, dass es das ohnehin nicht gibt. Das stimmt. Aber dann muss ich mich für eines entscheiden: Schreibe ich für Fortgeschrittene oder schreibe ich für Anfänger und – das tut dieses Buch nicht. Schreibe ich für Anfänger, so erkläre ich alles von Grunde auf. Meinetwegen eben auch, wie eine Kamera technisch funktioniert, die ganze Theorie dahinter blablabla. Schreibe ich für Fortgeschrittene, muss ich all das jedoch nicht mehr erwähnen.

Dieses Buch heißt „Das Kamerahandbuch Canon EOS 70D – Ihre Kamera im Praxiseinsatz“ und genau das hat mir in ganz großen Teilen gefehlt: der Praxiseinsatz. Die ganz konkreten Einsatzmöglichtkeiten, mehr Beispiele, mehr Einstellungsbeispiele, Tipps für Fehlerbehebungen, How to’s, usw.

Das Kapitel mit dem Autofokus hätte ich wahrscheinlich inhaltlich auch im Internet gefunden.

Trotzdem bin ich nicht ganz unzufrieden. Ich bin zwar enttäuscht, aber Enttäuschung kommt ja auch daher, dass man sich etwas anderes vorgestellt und das eben nicht bekommen hat. Also nehme ich das Buch als das, was es ist: ein Nachschlagewerk, in dem ich noch das ein oder andere nachblättern kann. Das Kapitel mit den Objektiven könnte ja noch mal interessant werden und auch die Menüs und Einstellungsmöglichkeiten könnten ja noch den ein oder anderen Schatz verbergen.

Ich wüsste jedoch nicht, wem ich dieses Buch empfehlen sollte: Einem Anfänger oder einem Fortgeschrittenen. Aber ich weiß: Wer immer es sich kaufen möchte, der sollte unbedingt in eine Buchhandlung gehen und sich das Buch vorher gründlich ansehen. Länger hinein lesen. Und sich dann gut überlegen, ob das Preis-Leistungsverhältnis für einen selbst in Ordnung ist.

Es gibt übrigens noch ein zweites, ähnliches Buch: „Canon EOS 70D: Das Handbuch zur Kamera“ von Dietmar Spehr. Aber ich befürchte, das wird auch nicht anders sein.

 

Reactivation: Panasonic Lumix DMC-FZ7

Meine Wohnung ist viel zu groß für mich alleine. Sie bietet einfach zu viel Platz, um Dinge irgendwo hinzulegen und dann zu vergessen. Oder zu ignorieren. Oder beides. Oder Dinge von A nach B zu tragen und sie dann zu vergessen. Oder zu ignorieren…

Ich habe seit bestimmt zwei Jahren lang tapfer eine kleine Tüte von Thalia von einem Ort zum nächsten geschleppt. Das Problem an dieser Tüte ist, dass sie farblich einfach irgendwie immer passt und mich deshalb visuell nicht genug beleidigt hat, als dass ich sie endlich mal ausräumen würde. Dabei wusste ich da sowieso, was drin war: meine alte DigiCam, eine Panasonic Lumix DMC-FZ7.

Nachdem ich mir die Canon 1100 D und später die 70D gekauft hatte, ist meine alte Kamera in den Schrank mit dem Elektrolager gelandet. Das ist nicht das Lager für den Elektroschrott! Im Elektrolager lagern Dinge, die man irgendwann ja nochmal gebrauchen könnte: alte Telefone, alte Handys, Kabel (oh! natürlich! Kabel!), diverse Dinge, von denen man nicht mehr weiß, wofür man sie benutzt und eben meine alte Digicam.

Nun hat mich irgendwann vor zwei Jahren mal jemand gefragt, ob ich nicht für ein junges Mädel eine Kamera für die Klassenfahrt hätte, das Handy wäre ja jetzt dann halt doch nicht sooo gut. Da habe ich meine Lumix aus dem Schrank geholt, in eben jene Tasche gepackt und mitgegeben. Allerdings habe ich sie relativ schnell wieder zurückerhalten, weil … zu kompliziert. Gut, dazu sage ich jetzt mal nichts, aber seit diesem Tag lag die Tüte hier rum.

Am Freitag hatte ich beschlossen, dass ich mal wieder richtig Lust darauf hätte, mit meiner alten Lumix fotografieren zu gehen. Dann allerdings stellte ich fest, dass sie nicht mehr so funktionierte, wie ich dachte, dass sie funktionieren sollte. Kurz hatte ich im Verdacht, dass jemand die Kamera gelyncht hatte, während sie ausgeliehen war. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Diese Kamera kann halt nur mit Karten bis maximal 2 GB. So eine habe ich gar nicht mehr! Aber wozu gibt es Amazon?

Ich habe keine Ahnung mehr, wann ich mir die Lumix damals gekauft habe. Und warum. Ich hatte zwar früher schon mal Phasen, in denen ich ganz gerne mal geknipst habe, aber wenn ich so recht darüber nachdenke, hat sie wahrscheinlich 90% der Zeit einfach nur herum gelegen. Bis ich Anfang 2012 Probleme mit der Schulter und dem Nacken bekommen habe und man mir sagte, ich solle mich möglichst viel bewegen. So bin ich jeden Tag spazieren gegangen oder habe mich aufs Fahrrad geschwungen. Bloß kennt man eben irgendwann auch jeden Stein und jedes Blatt und so bin ich damals auf die Idee gekommen, ich könnte ja mal die Kamera mitnehmen. Das war, in Kurzform, der Beginn (m)einer Leidenschaft. Ein halbes Jahr später ist dann die erste Canon bei mir eingezogen.

Zurück zur Lumix:

Ich hatte mir damals eine Panasonic Lumix gekauft, weil ich ziemlich begeistert von deren eingebauten Bildstabilisator gewesen bin. Mein Vater hatte ebenfalls eine kleine Lumix und knipste, wenn meine Eltern im Urlaub gewesen sind. Die Bilder waren scharf, farbtreu und es gab nichts an ihnen zu meckern.

Zwar hat auch die DMC-FZ7 schon die verschiedene Einstellungsmodi, die man auch heute an den Kameras findet (P(rogramm), A (Blendenöffnungvorrang), M(anuelle Belichtung) etc.), aber ich habe damals wohl nur den „Einfach-Modus“ genutzt. Vielleicht mag es daran gelegen haben, vielleicht war es aber tatsächlich einfach eine Schwäche aller oder zumindest der beiden Lumix-Modelle, die ich kannte: So lange das Licht gut war, haben die Kameras sehr geile Bilder gemacht. Aber wehedem, es wurde dunkler – ob nun Dämmerlicht oder einfach Innenfotografieren bei leicht gedämpftem Licht. Da knickte die Kamera ein. Was schade war, denn so war sie eigentlich nur eine Gut-Wetter-Kamera. Oder zumindest Outdoor.

Dafür hat sie andere Qualitäten: sie ist ein Fliegengewicht gegen meine Canon, sie ist klein(er) und trotzdem griffig.

mumix1
Die Canon und die Lumix #1
lumix2
Die Canon und die Lumix #2

Sie passt in Taschen und Rucksäcke und sie ist wirklich einfach zu bedienen – wenn es jemandem nicht zu kompliziert ist, den Deckel vom Objektiv zu nehmen und die Kamera anzuschalten. Zudem hat sie auch eine Zoomfunktion. Kurz: die perfekte Kamera für Schnappschüsse bei Spaziergängen! Zudem habe ich einen zweiten Akku und wie es aussieht, ist sie auch noch voll funktionstüchtig, denn rückblickend ist sie noch nicht oft benutzt worden.

Deshalb habe ich beschlossen, sie mit ins Büro zu nehmen und dort in meinem Schreibtisch zu bunkern. So kann sie mich auf Rundgängen im Park begleiten und/oder steht zur Verfügung, wenn mir einfach mal nach Fotografieren zumute ist.

 

 

Lyricsonskin #1 Pretest

Auch, wenn ich seit einiger Zeit nichts mehr darüber geschrieben habe, bin ich weiterhin an diesem Projekt dran.

Zur Zeit sammle ich die prinzipielle Grundlage: Models und Lyrics. 😀

Die Models sind gerade im Urlaub, aber ich habe schon zwei Freiwillige gefunden. Die fanden das ursprüngliche Bild schön und konnten sich sofort damit anfreunden, ihren eigenen Körper dafür herzugeben. Oder wahlweise eben die Kamera zu halten und auf mir herumzukritzeln.

Ein paar Lyrics habe ich auch schon gefunden. Die sammele ich schön auf meinem Tablet für späteren Gebrauch.

Heute bin ich an einen zweiten Selbsttest gegangen. Dabei habe ich ein interessantes Problem entdeckt, was mir gar nicht so sehr bewusst war, weil es beim ersten Mal wunderbar geklappt hat: mit welchem Stift schreibt man eigentlich am besten auf Haut? (Jetzt komm mir hier keiner mit wasserfestem Edding!)

Der Füller, der auf meinem Arm problemlos funktioniert hat, hat ebenso wie der Kugelschreiber auf meinem Brustkorb den Dienst verweigert. Dabei hatte ich  vorher so schön geübt, in Spiegelschrift und auf dem Kopf zu schreiben. Ja, nu ist guter Rat teuer.  Wahrscheinlich muss ich die Haut vorher entfetten. Wieder was auf meiner Liste notiert.

Das Ergebnis von heute ist also entsprechend ein Lerneffekt-Ergebnis.

lyricsonskin#2bob

„It may be the devil, it may be the Lord,
But you’re gonna have to serve somebody.“

#Bob Dylan
# Gotta serve somebody, 1979

 

 

März-Frust

Eigentlich sollte ich es schon gewöhnt sein: Irgendwann in dem Zeitraum zwischen Winter und Frühling überkommt mich der große Frust.

Es ist nicht mehr so richtig Winter. Zumindest sieht es nicht mehr ganz so aus. Es ist aber auch noch nicht so richtig Frühling. Zumindest fühlt es sich noch nicht so an.

Ich habe ein paar Tage Urlaub und ich habe mich darauf gefreut, quasi JEDEN Tag die Sonne zu genießen und endlich wieder fotografieren zu gehen. Gut, der Freitag geht immer mit den Vorbereitungen fürs Wochenende drauf: Einkaufen gehen, Tierbehausungen sauber machen. Etc. Der Samstag, naja, ich hätte Putzlappen Putzlappen sein lassen, wenn das Wetter wirklich einladend gewesen wäre. Letzt endlich habe ich mich dann abends nach draußen gezwungen. Heute war Sonntag und nein, der Name war nicht Programm! Keine Sonne, widerlich kalter Wind.

Aber gut, vielleicht wird es ja noch besser. Stellt sich nur die nächste Frage: Quo vadis?

Hier, vor Ort, gibt es nicht wirklich viel, was es zu fotografieren lohnt. Ich habe es zwar nicht weit in Feld und Wald, aber hier herrscht noch die absolute Tristesse und von explodierenden Frühlingsfarben sind wir so weit weg wie vom Mond. Überall noch verdörrte Natur, Matsch, Dreck. Die Bäume kahl, der Himmel dreckig. Aber der Himmel ist nicht mal dreckig genug, um irgendwelche Endzeitaufnahmen zu machen.

Obwohl ich nahe an Feld und Wald wohne, gibt es hier nix Romantisches. Keine verfallenen kleinen Scheunen, keine alten, vergessenen Landmaschinen. Alles schön ordentlich erschlossen. Ich habe einige Lieblingsplätze, aber die werden auch nicht anders aussehen und mir fehlt im Moment die Puste (im wahrsten Sinne des Wortes), um mich auf Verdacht dorthin zu quälen.

Also habe ich mir gedacht, dass ich in Fasanerien oder Tierparks gehen könnte. Aber mir steht nicht der Sinn nach Tieren hinter Gittern und Familien, die vor den Gittern stehen und ihren Kindern versuchen einzureden, dass der Esel das ganz toll findet oder enttäuscht sind, weil die Otter nicht auskommen wollen (blöde Viecher!) oder ähnliches. Es muss nicht sein, dass ich sowas unterstütze, nur, weil ich etwas suche, was ich fotografieren kann … und das auch nur deshalb, weil die Eule keine Chance hat, wegzufliegen.

Aber viel mehr gibt es hier einfach nicht, was bei Tageslicht (und dazu noch bei einem so beschissenen Tageslicht!) spannend oder nicht quasi schon zu Tode geknipst wäre. Oh ja, hier gibt es Parks. Mitten in der Stadt. Jugendstil auch. Man kann also in jedem Park irgendein Schlösschen, irgendeinen Teich, ein paar oder wahlweise eine Menge Enten und Gänse und den 358tausensten Krokus fotografieren. Alles andere würde sich im Moment nur nachts lohnen, aber nein, ich ziehe nicht noch einmal frierend um die Häuser.

Angefixt von smartphoto78 und ihren geilen Industrieaufnahmen habe ich mich daran erinnert, dass wir hier ja ein Bahn-Museum haben. So mit alten Loks und Waggons. Das würde sicherlich Spaß machen! Ja, nu… Öffnungszeiten Sonn – und Feiertag (und ab April auch mittwochs, immerhin!), aber frei bewegen darf man sich auf dem Gelände nicht. Man muss schön brav bei einer Führung mitwackeln. Fürs Fotografieren also eher … unbefriedigend.

Aber selbst, wenn ich in die Parks gehen, auf irgendwelche kleinen Berge klettern oder meinetwegen in den Odenwald fahren würde: das Wetter lädt nicht gerade zu gemütlichem Flanieren mit der Kamera ein. Die Sonne mag – hin und wieder – scheinen, aber der Wind ist eisig und bläst einem jede Motivation aus den Knochen. Ich verdiene kein Geld damit, dass ich draußen eingemummelt herumrenne und verzweifelt nach einem Motiv suche, während mir eben jener Wind Tränen in die Augen treibt.

Wohin ich mich auch drehe und wende: es ist frustrierend.