Nachtrag: Systemkamera Sony Alpha 6000 Bearbeiten

Ich hatte ja meine Meinung soweit schon am Sonntag in meinem Beitrag „Meine Meinung…“ kundgetan. Aber ich will mir nicht nachsagen lassen, dass ich einfach nur motze und nicht weiter probiere. Immerhin hat es bei meiner Canon auch ’ne Weile gedauert, bis wir Freunde wurden. Außerdem ist es ohnehin immer schwierig, etwas eine Chance zu geben, wenn es… halt anders ist als das, was man gewöhnt ist.

Also habe ich mich gleich am Sonntag noch mal durch ein paar Foren und Webseiten geklickt. Das mitgelieferte Handbuch kann man nämlich vergessen, das reicht gerade mal, um den Akku richtig herum einzulegen.

Ich habe danach vor allen Dingen mit den Einstellungen zum Fokus herumgespielt. Das war schon mal hilfreich. Ich war dann, als ich genauer hingesehen habe, bisweilen überrascht, wie hoch die Kamera von sich aus den ISO einstellt. Ich hatte die Einstellung auf „Auto“ stehen, normalerweise stelle ich ihn auf „ISO 100“, vielleicht auch mal 200 oder etwas höher, wenn es *wirklich* schon dämmert und dunkel wird/ist. In meiner Küche allerdings habe ich ihn selten auf „1200“ stehen. Die Sony fand das aber wohl angebracht. O.O

Dann habe ich noch ein wenig mit dem Weißabgleich herumgespielt, was bei mir echt witzig ist, da ich in meiner Brille einen Blaufilter habe. Wer das kennt, weiß, dass die Farbe „Weiß“ – also richtig strahlendweiß – da nicht mehr so richtig weiß aussieht, sondern eher gelblich. Also mit Brille den Weißabgleich interessant, ohne Brille jedoch noch interessanter… 😀

Anyway…ich habe mit verschiedenen Einstellungen ungefähr 300 Mal meine Kaffeemaschine fotografiert. Und dann bin ich in den Garten gegangen, denn wer ist immer dankbar zum Fotografieren, weil es nicht weglaufen kann? Blumen!

Danach habe ich mir die Bilder auf dem PC angeschaut und ehrlich gesagt: ich bin immer noch nicht 100% überzeugt. Klar, die Bilder sind scharf, aber irgendwie fehlt mir da ein bisschen was. Insbesondere das Foto mit der Schaukel – also eher weiterer Winkel – wirkt auf mich blass und schal. Oder habe ich einen Knick in der Optik?

Zum Vergleich habe ich mal ein Bild von meiner alten Lumix (stinknormale Digitalkamera, etwa sieben Jahre alt) herausgekramt und … also sooo viel schlechter ist das Bild auch nicht. Allerdings habe ich verpasst, Vergleichsbilder mit der Canon zu machen. Hole ich demnächst nach.

Es geht mir ja auch nicht darum, die Kamera schlecht zu machen, denn das ist sie ja gar nicht. Sie erfüllt nur irgendwie nicht das, was ich mir erwartet habe … und das war schon ein bisschen mehr für das Geld.

Rock it! Canon EFs 24mm Festbrennweite / Canon EFs 55- 250mm

Ein ganz kurzer Beitrag noch zu meinen neuen Objektiven für die Canon. Ganz kurz nur, weil ich bis dato noch nicht viel zum Ausprobieren gekommen bin.

Warum diese Objektive? Warum um alles in der Welt eine Festbrennweite?

Canon EFS 24mm 1:2.8

Zweite Frage, gute Frage. Ich habe schon eine 50mm-Festbrennweite und frage mich wirklich jedes Mal, in welchem dunklen Moment ich darauf gekommen bin, mir dieses Objektiv zu holen. 50mm! Reicht nicht zum Leben und zum Sterben! Und sooo viel besser als meine Zoom-Objektive waren die Fotos damit auch nicht. Na, da ist es doch ganz logisch, dass man sich gleich noch ein 24mm dazu holt! Dazu muss man aber sagen, dass ich eigentlich recht gerne im Weitwinkel fotografiere. Also auf 18mm bin ich schon gerne unterwegs, die 24mm sind nicht so weit davon entfernt und es war ein recht günstiges Objektiv. Nach meinen Erfahrungen mit dem 50mm wollte ich nicht nochmal viel Geld in eine Spielerei stecken, von der ich nicht wusste, ob ich mich danach vielleicht nochmal ärgere. Ganz ehrlich: I love it! Dieses Objektiv rockt einfach und es macht richtig Spaß, damit zu fotografieren. Auch im Nahbereich! (Ich finde gerade kein Foto im Weitwinkel, das ich mit diesem Objektiv gemacht habe.)

Canon EFS 55-250mm 1:4-5.6

Dieses Objektiv war quasi ein Notkauf, weil mein 75-300mm so langsam, aber sicher den Geist aufzugeben scheint. So gaaaanz zufrieden war ich mit dem alten Objektiv auch nicht, weil bei 300mm Schärfe auch ein wenig ein Glücksfall war, die Fotos oft verwaschen wirkten und die Farben etwas dumpfer. Aber es war okay, da ich ohnehin selten im 300mm-Bereich fotografiert habe. Deshalb dachte ich, dass 250mm auch vollkommen ausreichend sind. War jetzt auch nicht wirklich teuer, aber es würde auf alle Fälle besser als mein altes Objektiv sein. Und auch hier bin ich wirklich sehr erfreut ob der Qualität!

Fazit: Die beiden neuen Objektive habe meine Sammlung wirklich bereichert. Das alte 75-300mm kann nun eingemottet werden, die 50mm Brennweite kann gerne haben, wer „Hier“ schreit. Natürlich ist es mein Traum, irgendwann mal alle Brennweiten in der Qualität von meinem Tamron SP 17-50mm F/2.8 zu haben. Aber ich bin mit meiner jetzigen Ausrüstung wirklich zufrieden.

 

Meine Meinung: Systemkamera Sony Alpha 6000

Nun mehr 6 Wochen nach der Ankündigung kommt meine Meinung zur Sony Alpha 6000, ihres Zeichens eine Systemkamera und im Gegensatz zu einer handelsüblichen Spiegelreflex wesentlich leichter und handlicher. Warum hat’s so lange gedauert? Weil ich erstmal mit dem Ding fotografieren musste. 😀

Wer eine Spiegelreflexkamera inkl. einiger Objektive hat – da kommt ja im Laufe der Zeit auch was zusammen! -, wird das kennen: gegen einen kurzen Spaziergang mit voller Foto-Ausrüstung auf dem Rücken ist jeder 30kg-Gepäckmarsch der Bundeswehr ein federleichter Gang auf Wolken!

Natürlich: Beinah jede/r hat heute ein Handy mit einer einigermaßen gut funktionierenden Kamera dabei – und Gott weiß, dass ich die wirklich nutze und mein Pixel durchaus rockt-, aber wenn man schon Fotografie als sein Hobby bezeichnet, dann möchte man auch irgendwie … ’ne Kamera haben … und nicht aufm Handy rumdrücken.

Also…es muss eine Kamera für leichtes Marschgepäck her! Ich bin wirklich lange drumrum geschlichen, weil es mir einfach für so „zwischendrin“ zu teuer war, aber als dann ein kleiner monetärer Regen kam, dachte ich: „Jetzt oder nie!“ und habe mir -neben zwei neuen Objektiven für die Canon- eine Systemkamera gekauft.

Ich habe ehrlich gesagt nicht lange gesucht. Meine Kriterien: einen optischen Sucher (gar nicht so leicht zu finden bei einer Systemkamera!) und größer als eine Scheckkarte bitte.

Heraus kam eben die Sony Alpha 6000 mit einem 16-50mm Objektiv. Wen technische Daten interessieren, der kann die Kamera gerne hier bei Sony näher betrachten.

Die ersten Fotos habe ich auf dem Balkon gemacht. Meine Euphorie wurde jedoch gleich ein wenig gedämpft. Zwar machte sie teilweise wirklich gute Fotos, aber dann schwankte die Qualität auch wieder in Richtung: „Äh okay…da habe ich mir mehr drunter vorgestellt!“ Insbesondere, was die Farben angeht, gerade, wenn man das Objektiv auf 16mm laufen hat. Es wirkte alles etwas blass und unspektakulär. Außerdem … und damit hadere ich noch heute … scheint mit der Autofokus so beweglich wie ein Amboss. Sich leicht im Wind wiegende Pflanzen … mmh … schwierig.

 

Diese Fotos wurden alle innerhalb von ungefähr zehn Minuten bei relativ gleichen Lichtverhältnissen erstellt. Es war etwas windig an diesem Tag und es war relativ schwierig beim Lavendel, dem Autofokus zu erklären, was ich gerne scharf gestellt hätte – und trotzdem war es dann oft verwaschen, obwohl diese Kamera sich doch rühmt, einen sehr schnellen Auslöser zu haben. Man sieht, dass die Fotos eine Unschärfe haben. Da hätte ich mir mehr versprochen.

Mit eben diesem Autofokus habe ich auch gehadert, als ich die Kamera zum ersten Mal mit auf einen Spaziergang genommen habe. Man stelle sich vor: ein Zaun, dahinter ein paar Äste mit Blättern und dahinter ein Reh. Mit der Spiegelreflex hätte ich locker durch die Lücke zwischen den Blättern fokussieren können. Die Sony hingegen nahm die Blätter in den Auto-Fokus und war zu nichts anderem zu überreden. Dislike!

Andererseits: die Kamera kann durchaus schnell auslösen. Wer schon mal Fische in einem Aquarium, die leicht hysterisch hin und her schwimmen, weil es ja potentiell was zu essen geben könnte, fotografieren möchte, der kommt schnell an Grenzen. Meine Spiegelreflex ist dazu irgendwie zu langsam. Die Sony hat da schon eher eine Chance.

Durch die Scheibe, ohne auf Belichtung zu achten

 

Alles in allem war ich bis zu diesem Punkt mehr oder weniger enttäuscht. Das, was ich mir versprochen hatte, ist nicht wirklich erfüllt worden und ja, da kann man sich fragen, wozu so eine Kamera, wenn sie nicht unbedingt bessere Fotos als (m)ein Handy macht. Billig sind diese Dinger ja nicht gerade. Und das, was ich bis dahin an Erfahrungen gemacht hatte, hat mich nicht gerade dazu animiert, weiter Geld in Form von weiteren Objektiven zu investieren. Irgendwie hatte ich sie mir qualitativ näher an meiner Spiegelreflex und weiter weg von meinem Handy vorgestellt.

Dann allerdings folgte ein Grillabend und ich nahm die Kamera mit, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Und siehe da: das hat sie wirklich gut hinbekommen. Handlicher als mein Handy und wesentlich (!) handlicher (und unauffälliger!) als die Spiegelreflex hat sie richtig gute und scharfe Fotos gemacht. Gut, die Farben sind nachwievor etwas blasser, aber trotzdem… das hat echt Spaß gemacht!

Gestern waren wir unterwegs und ich habe wieder die kleine Sony in den Rucksack gepackt. Weil ich nicht wusste, ob ich wirklich fotografieren werde, aber wenn ich wollen würde, hätte ich gerne eine Kamera dabei.

Auf dem Nachhauseweg habe ich den Sonnenuntergang mit dem Handy und der Sony fotografiert.

Das Ganze war bei ca. 90 km/h aus dem Auto heraus. (Nein, ich bin nicht gefahren! :D). Ist doch auch ganz nett!

Mein Fazit bis dato:

Die Sony Alpha 6000 ist weit davon entfernt, meine Canon 70 D zu ersetzen, wenn es wirklich um Fotografieren geht. Farben, Autofokus, „Beweglichkeit“ der Kamera können einfach nicht konkurrieren.

Für Schnappschüsse, für Situationen, in denen man einfach eine Kamera dabei haben und trotzdem ganz gute Fotos machen möchte, für Momente, die man spontan festhalten möchte, ist die Sony jedoch ganz gut. Ihr Vorteil gegenüber einem Handy ist dann halt doch ihr Zoom und die Tatsache, dass sie haptisch einfach stabiler zu halten ist. Und gegenüber der Spiegelreflex ganz klar das Gewicht und die Größe.

Was sie relativ gut kann, ist Fotos von Dingen zu machen, die quasi direkt vor ihrer Nase sind. Auslöser drücken, passt. Wirklich gutes Fotografieren (im Sinne von Fotografieren) … da scheint sie mir persönlich zu „unbeweglich“.

Lästig auch: Gefühlt braucht der Akku ewig zum Laden. Die gepriesene WLAN-Verbindung zum Handy habe ich -technisch doch versiert- nicht hinbekommen.

Würde ich sie mir noch einmal kaufen? Nein. Definitiv nicht.

Dazu reicht mir das Preis-Leistungsverhältnis einfach nicht aus. Wo sie nun mal da ist, werde ich sie sicher auch weiter benutzen, in eben solchen Situationen wie oben beschrieben. Ob ich ihr jedoch Situationen zutrauen würde, in denen ich wirklich gute Fotos machen möchte (z.B. auf einer Hochzeit, im Urlaub, etc.)…eher nicht. Ich glaube, ich hätte Angst, danach enttäuscht zu sein.

Wenn es ums Fotografieren geht: Spiegelreflex rockt für mich weiter konkurrenzlos. Allerdings habe ich eben den Vergleich.

Preview: Systemkamera Sony Alpha 6000

Meine Ausrüstung für die Canon EOS 70D ist mittlerweile um einiges gewachsen. Die Kamera selber – natürlich – und mittlerweile fünf Objektive lassen das Gepäck auf dem Rücken doch auf das ein oder andere Kilo anwachsen. Wie schön wäre es, wenn man etwas Leichteres dabei haben könnte… So entschloss ich mich, nach zwei Jahren Grübelei, mir doch mal eine Systemkamera zuzulegen. Am Ende fiel die Wahl auf die Sony Alpha 6000 mit 16-55mm-Objektiv.

Tierfotografie – mal anders.

Ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber die Liebe und ich teilen uns das Leben und vor allen Dingen die Wohnung mit diversen pelzigen Mitbewohner/innen. Da wären zunächst drei Kaninchen: Gustav, Wanja und Freddy. Und dann noch drei Cuys – also Riesenmeerschweinchen: Konstantin, Loki und Oda.

Es scheint logisch, dass diese Tiere, gerade, wenn man sowieso gerne fotografiert, öfter mal vor der Kameralinse zu finden sind. Ha! Weit gefehlt!

Warum?

Es gibt Tiere, die sehen auf Fotos total süß aus. Die guggen kokett oder machen etwas total Lustiges. Die möchte man vom Fleck weg adoptieren. Ihnen ein Heim geben. Sie liebhaben und kuscheln. Sie vor allem Bösen dieser Welt beschützen.

Meine nicht.

Liegen meine Kaninchen irgendwie gerade besonders süß da oder machen sie gerade was total Drolliges, kann man darauf wetten, dass sie genau dann damit aufhören, wenn man eine irgendwie geartete Kamera zückt. Dann müssen sie sich plötzlich kratzen, den Kopf wegdrehen oder sich so hinsetzen, dass irgendetwas zwischen ihnen und der Kamera ist, was man unmöglich übersehen kann. Oder sie sehen auf Fotos aus wie stinknormale Haus- und Hofkaninchen, an denen mal so überhaupt nix Besonderes ist. Dabei gehen die beiden Damen noch – was zum einen an ihrer Unflätigkeit, zum anderen an ihrem Gesichtsausdruck liegt. Der Herr jedoch nimmt, wenn er eine Kamera nur erahnt, gleich Reißaus.

Aaaaaber…manchmal gibt es bei den Kaninchen auch helle Foto-Momente.

Meine Cuys indes verkriechen sich in die dunkelste Ecke. Man ahnt es nicht, aber ein 1,7kg schwerer Cuy kann sich, -bei Bedarf-, auf einem Quadratzentimeter unsichtbar machen. Sollte es einem doch mal gelingen, ein Foto von ihnen zu machen, ist es unter Garantie verschwommen oder unscharf. Sollte man es irgendwie hinkriegen, dass das Foto nicht unscharf oder verschwommen ist, ist es mit Sicherheit zu dunkel. Oder zu hell, weil man einen Blitz benutzt. Oder sie sind gar nicht mehr auf dem Foto drauf, weil sie in einer unbeobachteten Millisekunde Gas gegeben haben. Und sollte man das alles irgendwie umgangen haben, guggen meine Tiere, als würden sie in der nächsten Minute mindestens tot umfallen, …wenn nicht noch mehr. Ganz große Fotografie-Kunst.

Hier ein paar der besseren (!) Fotos von den Meerschweinchen.

Die Hoffnung auf bessere Bilder muss ich wohl vertagen bis zu der Zeit, wenn sie wieder im Garten sind und ich mein Glück mit einem Teleobjektiv versuchen kann.

Timmendorfer Strand 2018

Ich persönlich muss ja nicht in den Urlaub fahren, mir reichen freien Tage auf Balkonien. Aber die Liebe sprach zu Beginn der Beziehung davon, dass sie schon gerne einmal im Jahr wenigstens wegfahren würde und dann am liebsten an die See. Irgendwo im Norden. Nachdem wir also letztes Jahr im Februar/März in Wustrow gewesen sind (wo man zumindest um diese Jahreszeit nicht tot überm Zaun hängen möchte), haben wir uns in diesem Jahr für Timmendorfer Strand entschieden.

Wir hatten sehr früh unsere Unterkunft und unsere Bahn-Tickets gebucht. Entsprechend haben wir bei der Deutschen Bahn echt ein Schnäppchen gemacht: zwei Erwachsene, 1. Klasse, Hin und Zurück für knapp über 200 €. Natürlich hat sie uns zur Strafe kurz vor dem Urlaub noch ein Schnippchen geschlagen, die gute alte Deutsche Bahn. Unser seit November gebuchter Zug fuhr nun plötzlich im April – eine Woche vor Reisebeginn – just in der Woche, in der wir fahren wollten, schlicht … nicht. Also im Info-Zentrum im Bahnhof uns eine Zug-Freigabe für unser Ticket drauf stempeln lassen und uns eine neue Verbindung gesucht. Die natürlich länger bis hoch in den Norden brauchte und bei der man natürlich häufiger umsteigen musste. Ansonsten hat es für DB-Verhältnisse relativ gut geklappt.

Timmendorfer Strand

Die Gemeinde Timmendorfer Strand liegt 15 Kilometer nördlich von Lübeck direkt an der Ostseeküste. Nachbargemeinden sind Scharbeutz im Norden, Ratekau im Süden und Westen sowie Lübeck – mit dem Stadtteil Travemünde – im Osten. Der Strand an der Lübecker Bucht ist 6,5 Kilometer lang. Das Landschaftsbild um Timmendorfer Strand wird durch die Grundmoränen der letzten Eiszeit geprägt. Die Ablagerungen der Weichsel-Eiszeit schufen ein abwechslungsreiches, leicht hügeliges Relief mit vielen Seen. Der reizvolle Hemmelsdorfer See entstand aus einer von der Ostsee abgeschnittenen Förde. An seinem Grund befindet sich mit 43 Metern unter Meereshöhe der tiefste naturgeschaffene Punkt Deutschlands. (Quelle: Wikipedia)

Der Zeitraum, in dem wir in Timmendorfer Strand Urlaub gemacht haben, lag nach den Osterferien und vor den eigentlichen Sommermonaten, in denen dann die ganzen Events vom Strandpolo über weißichwas liegen. Entsprechend war es sehr ruhig und entspannt, die Hektik der Winteraufräumungsarbeiten waren vorbei, die letzten Arbeiten für den Sommer-Ansturm liefen. Es gab keinen Garten, keinen Busch, der nicht exakt geschnitten war. Alles war unglaublich sauber und einiges doch für mein Gefühl sehr durchdacht. An der Strand-Promenade gab es alle 200m ein Toilettenhaus – sauber und behindertengerecht. Obwohl dort sehr viele Hunde (sehr viel mehr Hunde als Kinder!) unterwegs waren, waren die Wege sauber und nirgends lag Hundedreck herum. Neben den vielen Hunden fielen auch viele blinde und sehbehinderte Menschen auf, die dort ihren Urlaub verbracht haben. Auch an sie war gedacht mit speziellen Straßenschildern (nicht für die Blinden, sondern die Sehenden, damit sie die Blinden nicht übern Haufen fahren), es gab einen Blindenstrand und eigene Hotels bzw. Unterkünfte. In dem kleinen Park vor unserem Haus durften abends die Blindenhunde spielen und toben, während ihre Frauchen und Herrchen auf den vielen Bänken saßen. Das war echt süß.

Der Strand war nur einen Steinwurf entfernt und ebenso absolut sauber, obwohl wir uns direkt neben dem Hundestrand befanden. Wasser, Strand, Himmel, Wolken und einfach nur Sonne!

Das Klientel

Wie gesagt, wir waren außerhalb jeglicher Ferien unterwegs. Ich habe mit meinen 43 Jahren den Altersdurchschnitt ziemlich nach unten gezogen. 😀 Mit spitzer Zunge möchte ich sagen, dass sich das Klientel hauptsächlich aus Ü70-Damen mit entsprechenden Männern im rosa Polo-Hemd, Sylter Knoten und dem entsprechenden Autoschlüssel in der Tasche zusammensetzt. Und die Autoschlüssel passten hauptsächlich in Mercedes, BMWs und diverse andere teure Schlitten! An den Strandbüdchen wurde mit gekühlten Weißwein oder Sekt das Understatement gefeiert. Auf hochhackigen Schuhen mit toupierter Frise begoß man fröhlich die Rückkehr aus Marbella oder Ibiza – zumindest sahen einige braungebrannte Mumien so aus. Die Geschäfte im Städtchen versprachen Bogner und diverse andere Nobel-Marken. In der Parfümerie, in der wir eine Kleinigkeit besorgten, wurde ich, in Jogginghosen, reflexartig gefragt, ob ich ein wenig Sonnenpuder probieren möchte. Ich. Sonnenpuder. Ich weiß nicht mal, was das ist.

Aber trotzdem fühlten wir uns als Normalsterbliche nicht völlig fehl am Platz. Leben und leben lassen. Das Highlight war eine Dame, die ihre Katze an der Leine spazieren führte. Was man nicht alles sieht! Was man indes weniger gesehen hat, waren Familien mit (kleinen) Kindern oder Paare in unserem Alter. Jemand hatte in einer Rezension geschrieben, Timmendorfer Strand wäre schön, aber man wäre dann doch „zu jung und zu arm“.

Wir sind zwei Verdiener, die dazu noch die Freiheit haben, nicht in der Ferienzeit fahren müssen. Wir müssen nicht unbedingt aufs Geld schauen, deshalb habe ich auch nicht wirklich darauf geachtet, ob zum Beispiel Lebensmittel teurer sind. Aber billig wird es wohl nicht sein und ich kann auch nicht unbedingt behaupten, das Gefühl gehabt zu haben, dass Timmendorfer Strand komplett darauf ausgelegt ist, Kinder zu beherbergen. Natürlich gibt es Kinderspielplätze oder am Strand Kinderspielzeug, aber gefühlt … mmh …

Was kann man da so unternehmen

Wir haben den Urlaub hauptsächlich für Spaziergänge oder Strandbesuche (oder beides zusammen) genutzt. Entgegen der Wettervorhersage hatten wir sieben Tage nur Sonne -und entsprechende Wärme, Mann, hab ich mir den Rücken verbrannt!- und danach drei Tage etwas kühler und von allem ein bisschen.

Wir wollten die sonnigen Tage nicht mit irgendwelche Indoor-Aktivitäten verschwenden, entsprechend haben wir z.B. das Sealife, das Meerschwimmbad und die Ostsee-Therme (wäre alles einfach zu Fuß erreichbar gewesen) nicht besucht. Stattdessen sind wir z.B. nach Niendorf geschlendert und haben dabei den Hafen besucht. „Hafen“ ist vielleicht ein bisschen übertrieben, auch, wenn sich die Pfütze mit Booten drin so nennt. Aber irgendwo muss die High-Society ja auch ihre Yacht parken.

Wer genug von Strand und Meer hat, kann durch ein Naturschutzgebiet mit Wald und morastigen Wiesen zum Hemmelsdorfer See laufen. Man kann zwar nicht direkt an den See ran, aber einen hohen Holzturm erklimmen, um eine prachtvolle Aussicht zu haben.

Ansonsten kann man, wenn es dann doch zu langweilig wird, mit dem Bus und dem Zug schnell mal nach Lübeck oder Travemünde fahren. Darauf hatten wir jedoch keine Lust.

In der Ecke, in der wir gewohnt haben, war alles wunderbar ruhig und trotzdem einfach zu Fuß zu erreichen. Wenn man etwa zehn Minuten in Richtung Stadtkern gelaufen ist, häuften sich dann langsam die Restaurants und Hotels. Da wir jedoch beide mit diversen Nahrungsmitteln unsere Probleme haben, haben wir die Speise-Tempel nur von außen betrachtet und zu Hause gekocht.

Nach zehn Tagen war unser Urlaub vorbei und wir haben ihn einerseits genossen, andererseits wurde dann das Heimweh zu groß und es stellte sich durchaus ein wenig Langeweile ein. Wir hätten uns -bei längerem Aufenthalt- dann doch auf längere Wege machen müssen, um gezielt weitere Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten anzuschauen. In Lauf-Weite war das schon einiges, aber irgendwann ist es dann doch erschöpft. Vielleicht waren auch wir einfach nur erschöpft.

Fazit: Timmendorfer Strand eignet sich für alle die, die es ruhig, gepflegt und wirklich sauber haben wollen. Wer Party sucht, muss wahrscheinlich später als wir dorthin fahren, aber auch dann sind die Events eher „Strand-Polo“ als „Sangria-Eimersaufen“. Das Klientel ist etwas älter und gediegen. Es gibt in der Nähe zudem sehr vieles, was man zu Fuß erreichen kann. Aber auch an z.B. Rollstuhlfahrer/innen oder andere Behinderungen ist durchaus gedacht. Wer sich eine Wohnung mietet, der findet im dortigen Famila-Geschäft alles an Lebensmittel und diversen anderen Dingen, was man braucht. Es gibt auch durchaus Geschäfte für Normalsterbliche dort. 😉

Allerdings muss ich auch anmerken, dass ich die meisten „Einheimischen“, so es denn welche waren, nicht als nordisch-unterkühlt, sondern als schlicht unfreundlich empfand. Tut mir leid, dass ich z.B. keine Milch essen darf, aber trotzdem möchte ich zum Beispiel, gerade in einem Dörfchen, das von Touristen abhängig ist, kein genervtes Augenverdrehen von der Verkäuferin und eine maulige Antwort ernten, wenn ich nachfrage. Und nein, hinter mir war keine episch lange Schlange.

Auch die Fahrrad-Fahrer/innen, die an der Strandpromenade unterwegs sind, könnten mal das Klingeln lernen. Dort, wo sich alles trifft, ist zwar genug Platz für alle, aber es ist doch jedes Mal ein kleiner Schreck, wenn plötzlich jemand so „wusch“ an einem vorbei huscht. Und mit diesen E-Bikes kriegt ja auch noch ein 120jähriger einen ordentlichen Zacken drauf!

Ein bisschen (sehr) anstrengend ist dann halt auch doch immer die Bahn-Fahrerei mit dem Umsteigen. Man ist eben doch ne Weile unterwegs mit seinen Koffern. Das 1. Klasse-Fahren hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

Abschließen möchte ich diesen kleinen Bericht mit Aufnahmen der Abendstimmung am Strand.

Digitale Aufräumungsarbeiten

Spätestens seit der neuen Datenschutzverordnung (DSGVO) trudeln bei mir Emails von Anbietern etc. ein, von denen ich mich nicht mal erinnern kann, jemals etwas mit ihnen zu tun gehabt zu haben. Ja, über 20 Jahre im Internet, die Bequemlichkeit des Online-Bestellens und die Nutzung von diversen Online-Möglichkeiten im Netz hinterlassen Spuren.

Ich gebe zu: obwohl ich aus der IT-Branche komme, hat mich der Datenschutz in seiner vollkommenen Gänze nie interessiert. Natürlich regiert bei mir (hoffentlich) der gesunde Menschenverstand, aber das ist nun mal der Preis, den man zahlen muss: ich kann nicht die Angebote des Internets nutzen und dabei vollkommen anonym bleiben. Woher soll Amazon wissen, wohin es meine Päckchen schicken soll, wenn ich keine Adresse angebe? Wie soll ich für mich nützliche Dienste bezahlen, wenn ich keinerlei Daten hinterlassen will? Selbst bei Rechnungskauf oder Paypal kriegen sie zumindest mal meinen Namen. Nur so als Beispiel.

Meine Jungs aus der Fachschaft Informatik kriegen jedes Mal einen halben Nervenzusammenbruch, wenn ich sage, dass verschlüsselte Emails nicht mein Ding sind. Warum nicht? Weil es mir einfach zu kompliziert ist. Weil mir und wahrscheinlich 90% aller Nutzer/innen des Internets generell „Sicherheit im Netz“ zu kompliziert ist. Und ich gehe einfach mal frech davon aus, dass ebenso wie ich viele Nutzer/innen von der neuen Datenschutz-Verordnung genervt sind, weil sie keine (wirkliche) Ahnung haben, worum es geht, das, warum es geht, sowieso nicht nutzen (wollen) und im Endeffekt nur nervige Emails und noch nervigere Halbweisheiten dabei rumkommen. Alle haben Stress und keine/r weiß so richtig, warum. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Aber darum soll es eigentlich gar nicht gehen.

Diesen Blog weiterzuführen ist eine Idee, die ich schon länger wieder mit mir herumtrage. Blogs schauen einem von jeder Ecke des Internets an und ich muss gestehen, dass ich Blogs mag und viele Blogs sind heute interessanter als diverse Webseiten. Aber gleichzeitig wusste ich gar nicht so recht, wie ich (wieder) anfangen sollte. Und ob ich wieder anfangen sollte. Wo ich wieder anfangen soll, denn ich hatte, wie mir schien, mir selbst ein recht unübersichtliches Chaos hinterlassen.

Kleine Bestandsaufnahme: Ich habe Webspace bei zwei verschiedenen Anbietern, den ich zwar bezahle, aber schon lange nicht mehr nutze. Ich habe eine Webseite, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr pflege. Flickr hat, seit ich das letzte Mal etwas hochgeladen habe, zwei Mal den Besitzer gewechselt. Meine Facebook-Gruppen sind auch gestorben und quasi schon verwest. Dazu kommen noch drei Blogs, von denen der aktuellste Eintrag vom September letzten Jahres ist. Von den gefühlt 378 Email-Adressen, die ich mir im Laufe der letzten Dekaden angelegt habe, will ich erst gar nicht reden. Das Einzige, was ich in unregelmäßig regelmäßigen Abständen nutze, ist Instagram.

Bevor ich also mich ernsthaft damit beschäftige, wenigstens einen Blog wieder zum Leben zu erwecken, sollte ich vielleicht erstmal ein paar Altlasten loswerden.

Dazu braucht es aber erstmal eine gute Portion Realismus, die sämtliches „Aber…“ beiseite walzt. Man muss Argumentationsketten finden, mit denen man sich selbst am Riemen reißt.

Am einfachsten ist das noch beim Webspace. Gott, was habe ich früher gerne an Homepages gebastelt. Die Betonung liegt auf „früher“. Da hatte ich noch Zeit, Energie und brauchte weniger Schlaf. Dass ich mich jemals wieder regelmäßig um eine Webseite kümmern werde, ist völlig utopisch. Und es spart Geld, es nicht zu tun. Also habe ich -ganz rigoros- meinen Webspace gekündigt. Natürlich, kurz nachdem ich den Jahresbeitrag bezahlt habe. Versteht sich. Und das erste, was ich als Antwort bekam, war, dass ich das Geld natürlich nicht zurückbekomme. Geschenkt. Behaltet es, denn es ist das letzte Mal, dass ihr Geld von mir bekommt. Beim zweiten Webspace bin ich noch dabei zu kündigen. Denn dort, wo man angeblich im Internet seine Kündigung kundtun kann, habe ich bisher immer nur ein „Der Zugang ist derzeit nicht möglich“ zu lesen bekommen. Wahrscheinlich muss es also old-fashioned per Post gehen. Wenn ich nur so unwichtige Dinge wie meine Kundennummer noch kennen würde… O.O

Bei den Blogs ist das Ganze schon schwieriger. Ich habe einen über meine Tiere, der letzte Eintrag ist von Oktober 2016. Mittlerweile gibt es neue Mitbewohner/innen, während andere den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Die Stallverhältnisse habe sich mehrfach geändert. Aber ganz ehrlich: schaffe ich es, ZWEI Blogs zu unterhalten, während ich bei einem schon meine Bedenken habe? Oder schaffe ich es doch, die Tiere in diesen einen Blog zu integrieren, obwohl ich doch eigentlich die Themen Fotografieren, Tiere und Lesen getrennt halten wollte? Apropos Lesen: dritter Blog. Ja, ich lese viel und ich habe zu jedem Buch eine Meinung. Aber ich habe beschlossen, dass es schon genug Blogs gibt, auf denen jemand seine Meinung zu Büchern kundtut und Amazon Rezensionen gibt es ja auch noch. Nein, die Welt braucht meinen Blog nicht. Geeeelöscht.

Was die Facebook-Gruppen angeht, muss ich erstmal herausfinden, wie man die überhaupt löscht. Aber da sie ohnehin nur wenige Mitglieder aus meinem Freundeskreis beinhalten, ist das nicht so tragisch. (Ja, ich bin auf Facebook und auch, wenn ich es nicht exzessiv nutze, die App mir mehr Werbung als Einträge anzeigt und Facebook das überhaupt Allerböseste auf der Welt ist, hat es auch seine guten Seiten.)

Okay, die (digitalen) Aufräumungsarbeiten haben begonnen. Jetzt folgen die im häuslichen Leben: das Wohnzimmer. Gibt es hier irgendwo in der Bude einen „Reset“-Knopf? O.O

Blog-Leiche lebt noch!

Ist es wirklich schon so lange her, dass ich hier zum letzten Mal geschrieben habe? Ok, ich gelobe Besserung (zum 378. Mal)!

Nein, ohne Witz. Ich habe mir wirklich vorgenommen, diesen Blog langsam, aber sicher wieder zu reaktivieren. Langsam, aber sicher. Vielleicht wird es nicht mehr -wie anno tobac mal geplant- ein reiner Foto-Blog bleiben, aber ich merke schon, dass ich wieder Lust drauf habe und mir die Zeit wieder nehmen will.

Das ist ja meistens das Problem: Hast Du Zeit, hast Du keine Lust. Hast Du Lust, hast Du keine Zeit. Hast Du Lust und Zeit — musst Du die Wohnung putzen, zum Tierarzt gehen, Büsche im Garten schneiden. PAX-Ikea-Schränke aufbauen.

Aber jetzt will ich es doch wieder zur Gewohnheit machen.

Drückt mir die Daumen (und/oder tretet mir in den Hintern).

 

Life is live

Wie ich schon in einem kurzen Post zuvor erwähnt habe, sind meine Vorsätze, mich hier öfter zu melden, an der Realität gescheitert.

Die meisten werden das kennen: neben der Arbeit (für die man bezahlt wird) und der Hausarbeit (für die man nicht bezahlt wird), neben Haustieren (für die man quasi nur bezahlt) und den Frondiensten für die Familie bleibt (Daseinsberechtigung, wie meine Mutter das nennt) bleibt meistens kaum Zeit für etwas anderes. Vielleicht wäre der Geist willig, aber häufig ist das Fleisch schwach. Oder beides. Meistens beides.

Und wenn das noch eine Beziehung ins Spiel kommt, hat der Tag, der sowieso zu wenige Stunden hat, noch weniger Stunden.

Nach zehnjährigem Single-Dasein kam relativ unverhofft das Ende jener Single-Phase. Alles hat seine Vor- und seine Nachteile. Das Single-Leben so wie eine Beziehung.

Junggesellinnen-Bude

In meinem Fall war es so, dass die Liebe etwas weiter weg wohnte und ich aufgrund meiner Tiere nicht einfach mal so weg konnte. Da wir aber beide in der gleichen Stadt arbeiten, ergab es sich relativ schnell, dass die Liebe bei mir einzog. Platz habe ich. Das Blöde war nur, dass meine Bude eine typisch verranzte Single-Bude war. Warum etwas reininvestieren? Geht doch. Irgendwie. Es gab auch Dinge, die mich durchaus an meiner Bude genervt haben. Aber ich hatte nie die Energie, etwas daran zu ändern.

Mit dem Einzug der Liebe hat sich das geändert. Nicht, dass sie mit dem Stahlbesen durch alle Räume gegangen und mir mitgeteilt hat, was sich gefälligst zu ändern hat. Es war mehr oder weniger so, dass ich aus meiner Komfort-Zone raus musste.

Mittlerweile haben wir das Bad neu gestrichen und eine gute Dusch-Abtrennung für die Badewanne installieren lassen. Bis dato hatte ich so ein wackeliges Ding aus irgendeinem Kaufhaus, das schon hundert Mal wieder zusammen gebastelt worden ist und nur noch an einem seidenen Faden hing. Ich behalf mir die ganze Zeit über damit, einfach nicht zu duschen, sondern nur zu baden. Obwohl duschen ja viel schneller geht. Auch, dass das Wasser nur in einem Rinnsal aus der Dusche lief und eine Badewanne fast eine halbe Stunde brauchte, um endlich halbwegs voll zu sein (von warmen Wasser mal ganz abgesehen, das war eher Mangelware), hat mich wenig gestört. Naja, gestört vielleicht schon, aber es ging ja irgendwie. Auch dieses Problem habe ich gelöst, in dem ich meinem Vater (Hausbesitzer) so lange auf den Sack gegangen bin, bis er endlich einen Handwerker geholt hat. Siehe da. Da war ein Teil kaputt. Ausgetauscht, das ganze Haus hat wieder heißes Wasser und ordentlich Druck auf der Leitung.

Mein ehemaliges Büro, das im Grunde nur eine Mischung aus Abstellkammer und Winterquartier für die Meerschweinchen war, und noch mein Kinderzimmer beherbergte, weil jedes Mal, wenn ich auch nur daran dachte, die ganzen Möbel rauszuschmeißen, mein Vater Schnappatmung bekam („Das ist doch noch gut!“ – „Ja, Papa, aber ich bin mittlerweile 42!“). Auf der anderen Seite sträubte es mich auch, die ganzen Schränke mal zu öffnen und auszusortieren. Ganz ehrlich: ich habe kein Problem damit, Dinge wegzuwerfen. Aber ich habe ein Problem damit, dass man -in Deutschland- alles an andere Stellen bringen muss, um es fachgerecht zu entsorgen. Man ist quasi nur damit beschäftigt, A hierher, B dorthin und C wieder woanders hin zu kutschieren. Liste durchzulesen, was man zum Sperrmüll stellen darf. Emails an irgendwelche Stellen zu schreiben, von denen man sowieso keine Antwort bekommt (Müllverbrennungen, Kompostierungen, etc.). Mich wundert es nicht, dass manche so verzweifelt sind, dass sie alles in den Wald kippen. Gut, da wird weniger Verzweiflung, als mehr Faulheit der Grund sein, aber trotzdem…

Natürlich kann man Sperrmüll bestellen. Das dauert dann zwar acht Wochen, bis der kommt und man muss die Dinge dann halt irgendwo zwischenlagern. Und irgendwann ist halt auch kein Platz mehr. Wenigstens konnte man alles, was nicht niet- und nagelfest war, zur Müllverbrennung fahren. Das hat die Dinge erleichert. Nur geht das jetzt auch nicht mehr, die hat geschlossen.

Natürlich habe ich es auch über Plattformen im Internet versucht. Wenn auch nicht gerade Ebay, aber doch das hochgelobte shpock. Nachdem ich allerdings drei Mal versetzt wurde, war mir das auch zu blöd. Ich habe echt keine Zeit, ständig irgendjemandem hinterher zu laufen. Das nervt!

Zu guter Letzt wurde das Zimmer von einer Bekannten meiner Mutter abgeholt und -damals noch möglich- alles andere, was nicht zum Sperrmüll oder zum Elektroschrott konnte, zur Müllverbrennung gefahren. Danach wurden neue Möbel bestellt, der ganze Raum mit Teichfolie ausgeschlagen und schließlich haben jetzt die Kaninchen ihr eigenes Zimmer. Nicht ganz uneigennützig, denn dafür sind sie aus dem Wohnzimmer rausgeflogen. Dessen Renovierung war auch nicht ganz ohne. Auch hier neue Möbel, Teppiche, Vorhänge… Die alten Teppiche, der Stall, in dem die Kaninchen gelebt haben, und diverser Müll stehen übrigens in der Garage. Weil eben die Müllverbrennung zu hat und wir erst auf den Sperrmüll warten müssen.

Familie

Meine eigene Familie okkupiert schon auch den ein oder anderen Tag. Insbesondere, wenn es um Gartenarbeit geht. Nun kommt ja noch die Familie meiner Liebe hinzu, die eben mal einfach 1.5 h Weg wegwohnt. Ein Besuch ist also immer damit verbunden, dass auch mindestens ein Tag weg ist.

Tiere

Neben zwei Aquarien hüpfen hier noch zwei Meerschweinchen und drei Kaninchen herum. Im Winter waren noch alle drin, im Sommer sollten eigentlich alle nach draußen. Aber auch hier sind sämtliche Pläne an der Realität zerschmettert. Pläne wurden geschmiedet, Dinge gekauft, der Plan für unrealisierbar verworfen, neue Pläne geschmiedet, neue Dinge gekauft. Usw. Mittlerweile sind wenigstens die Meerschweinchen draußen und in der Garage und im Keller stehen unbenutzte Gehege und Ställe, die ich irgendwie wieder loskriegen möchte. Aber entweder, die Leute, an die ich mich wende, haben gerade kein Interesse oder keinen Platz oder aber Anfragen bei Stellen wie z.B. Tierheimen (ich würde die Dinger sogar spenden, obwohl sie über 200 Euro gekostet haben), bleiben unbeantwortet. Das nervt.

Krankheiten

Wenn wir also mal nichts zu tun haben – was realistisch gesehen nie wirklich der Fall ist -, wir beide frei haben, das Wetter nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu trocken und nicht zu nass ist und wir theoretisch einen (oder gar zwei!) Tage frei hätten, wird unter Garantie eine von uns krank. 😦 Heuschnupfen-Schübe, Magen-Darm, Kopfschmerzen, irgendwelche Zyklus-Geschichten, Rückenschmerzen, Erkältungen … irgendwas ist IMMER.

 

In den letzten neun Monaten war also relativ wenig Zeit für Hobbies, für die man vor die Tür gehen muss. Es war ohnehin relativ wenig Zeit, selbst, um einfach nur ein Buch zu lesen. Ich kam mir vor, als wäre ich die meisten Zeit vor allem damit beschäftigt gewesen, in jeder frei Minute irgendwas zu organisieren oder irgendwelche Pläne zu schmieden, wie man etwas organisieren könnte. Dabei bin ich auf viele neue Wege gestoßen, aber auch eben darauf, dass viele Wege mangels Kommunikation nur auf dem Papier bestehen.

Wenn man abends um 18 Uhr nach Hause kommt und froh ist, wenn man es bis 22 Uhr schafft, geduscht auf dem Sofa zu liegen, etwas gegessen hat, die Tiere versorgt sind und man nicht sofort ins Koma fällt, wenn die Wochenenden gefüllt sind mit Renovierung, Familienbesuchen, Gartenarbeit, dem Planen und Aussuchen von Möbeln etc, Einkaufen, Hausarbeit… Kurz gesagt: Wenn das alles der Fall ist, dann hat man einfach keine Zeit, ein paar Fotos zu machen.

Natürlich kann man jetzt argumentieren: gerade, wenn es so stressig ist, sollte man sich eine Auszeit können und fotografieren gehen. Mal in die Natur. Einfach mal spazieren gehen oder so. Tun wir auch. Wir gehen gerne spontan raus. Mal eben um den Block. Da kann dann auch ein zweistündiger Spaziergang draus werden. Wir sind auch beide gerne draußen.

Das Ding ist nur: Wenn wir die Wahl haben, einen Sonntag Nachmittag drei Stunden spazieren zu gehen oder auf dem Sofa einfach mal zu schlafen … so gebe ich zu … gewinnt im Moment meistens das Sofa.

Aber manchmal klappt es eben doch. 🙂

Mobile shots

Wenn ich schon nicht mit der Kamera rumlaufen kann, weil ich sie entweder gerade nicht dabei habe, die Liebe Blumen fotografieren will oder aus sonstigen Gründen, habe ich doch wenigstens wieder eine relativ gute Handy-Kamera. Eine ohne angefressenes Obst.

 

Getreide

Ihr Lieben,

kaum zu glauben, aber es gibt mich tatsächlich noch.

Meine guten Vorsätze noch im April, hier wieder regelmäßiger zu posten, haben sich, wie die meisten Vorsätze, beim Aufprall auf die Realität pulversiert. Stattdessen haben wir – ja, die Liebe gibt es noch- hier die ganze Wohnung renoviert. Neue Möbel gekauft, umgebaut, gemalert, Teppiche ausgesucht und was eben noch alles dazu gehört. Und übers Wetter geschimpft: zu heiß, zu windig, zu nass … und überhaupt.

Neulich hatten wir eine Woche Urlaub und da war das Wetter passend und wir guter Dinge und da habe ich sogar ein paar Fotos gemacht. 🙂

Danach kam ich allerdings zu nicht mehr viel, weil die Liebe gemeint hat, sie möchte jetzt Blumen fotografieren. Sprach’s, nahm meine Kamera und ich durfte (nur) zuschauen. O.O

Bald geht’s nach Wien, aber da war ich ja schon und habe mich fototechnisch ausgetobt. Kann man sich hier anschauen.

Mal sehen, was das restliche Jahr noch bringt…

Prä-Ostern

Nein, natürlich haben wir noch kein Ostern. Als Kaninchen-Halterin verflucht man dieses Fest ohnehin, denn jeder meint, irgendeine „lustige“ Bemerkungen machen zu müssen, die auch nach 35 Jahren nicht witziger geworden ist. Sei’s drum.

Meine Kaninchen – oder zumindest zwei davon – wurden in einem Tierheim geboren, in ein anderes Tierheim übergeben und sind dann bei mir gelandet. Glücklicherweise haben Wanja und Freddy (die eigentlich Frederika heißt) offenbar keine schlechten Erfahrungen gemacht, denn sie sind zwar keine Kuscheltiere, aber neugierig und relativ furchtlos. Aber wie würden sie reagieren, wenn sie zum ersten Mal Gras unter den Füßen und Wind um die Nase haben? Mein drittes Kaninchen – Gustav – fand das irgendwie nie so prall. Und meine Lulu, die letztes Jahr gestorben ist, war auch nicht der ganz große Fan vom Garten – deshalb waren die Kaninchen, im Gegensatz zu den Meerschweinchen, die auch noch hier rumspringen, nie viel im Garten.

Am letzten Wochenende nun durften sie zum ersten Mal mit nach draußen. Gustav und Wanja sind direkt in ein überdachtes Gehege gelaufen und haben fröhlich geschnuppert. Freddy saß erstmal zehn Minuten wie schockgefroren auf dem Gras, um dann ebenfalls ins Gehege zu laufen und zu tun, was ein Kaninchen tun muss: buddeln! Nach zwei Stunden haben wir sie dann wieder mit nach oben genommen. Selbst Gustav fand den Garten gar nicht mal so übel. Na, das war ja richtig gut gelaufen!

Deshalb haben die Liebe und ich am Samstag beschlossen, die Kaninchen mit in den Garten zu nehmen, während wir die neuen Ställe lasieren, die dann die Sommerresidenz für die Tiere sein sollen. Die Kaninchen waren in einem Teil des Gartens untergebracht, wo zum einen das überdachte Gehegeteil untergebracht ist, in den sie letzte Woche schon gebuddelt hatten, zum anderen aber hatten wir auch noch ein etwa 12 qm großes Areal mit Gittern umzäunt. Schön. Für uns alle frische Luft und Sonne. Entspannung, sieht man mal vom Lasieren ab.

Und von der Tatsache, dass Gustav plötzlich mitten im Garten saß. Ausgebüxt. Also … Gustav wieder zurück getrieben, die Gitter auf Lücken überprüft. Lücke gefunden. Geschlossen. Läuft.

Zehn Minuten später hoppelte Gustav wieder fröhlich an uns vorbei. *gnnn* Gleiches Spiel von vorne.

Lange Rede, kurzer Sinn: irgendwann haben wir aufgegeben, alle Lücken zu suchen und zu schließen und haben im Schichtwechsel lasiert, während der jeweils andere Gustav aus Nachbars Garten geholt oder von sonstigem Unsinn versucht hat abzuhalten. Die beiden Damen waren da noch mit Buddeln beschäftigt. Irgendwann haben die allerdings auch festgestellt, dass es da ja noch was anderes gibt. Haben kurz den Garten erkundet, sind dann aber schnell wieder zu ihrem persönlichen Bergbau-Projekt zurückgekehrt. Gut, das mit Gustav war etwas lästig, aber war noch okay.

Gestern sollte es ja ein sonniger Tag werden. Wurde es ja auch. Wir beschlossen, die Kaninchen UND die Meerschweinchen mit in den Garten zu nehmen. Die Damen würden ja ohnehin buddeln, die Meerschweinchen Gras fressen und Gustav irgendwann im Schatten schlummern. Und wir könnten, nachdem wir die Zugänge zu Nachbars Garten geschlossen hatten, wenigstens ein bisschen dösen. So die Theorie.

Die Praxis: Wir sind ab 12 Uhr permanent hinter drei (!) Kaninchen her gerannt. Wieder im Schichtwechseln. Die Damen hatten nämlich keine Lust mehr auf ihre Bergbauprojekte und fanden es viel spaßiger, im Garten herumzuflitzen. An Dösen in der Sonne war also nicht zu denken.

Gegen 15 Uhr hatten auch die Meerschweinchen beschlossen, dass sie in ihrem abgezäunten Auslauf nicht mehr bleiben möchten und haben sich ebenfalls auf Wanderschaft gemacht. Was normalerweise alles kein Problem ist, wenn der Garten erstmal wieder für die Außenhaltung fertig gemacht ist. Aber gestern sollten alles einfach mal nur die ersten Sonnenstrahlen genießen. Gras fressen, unter dem Busch schlummern. Also ist meine Liebe hinter den Meerschweinchen her gewesen, während ich versucht habe, die Kaninchen im Auge zu behalten.

Gegen 17:00 Uhr hatten wir dann alle sechs wieder in der Wohnung in ihren Ställen, waren klatschnass geschwitzt und lagen erschöpft auf dem Balkon. Noch ein kleiner Spaziergang? Vergiss es.

Wenn mir hier noch einer mit „süßen Osterhäschen“ kommt, der darf sich gerne mal meine ausleihen!

Es war einmal…

Es war einmal…und ist doch noch nicht so lange her.

Dieses Bild wurde von der Liebe aufgenommen, als wir am Strand fotografieren … äh … spazieren waren. Das bin ich. 🙂

Unglaublich, dass es gerade mal vier Wochen her sein soll. Time flies und ich bin immer noch nicht dazu gekommen, mich um die Fotos zu kümmern. Weil eben Frühling ist, wie ich gestern leicht gestresst bemerkte. Heute sieht es zur Strafe weniger nach Frühling bei uns aus und es ist plötzlich wieder so frisch, dass ich doch nochmal die Winterschuhe angezogen habe. Vielleicht ist der Frühling ob meiner geringen Wertschätzung aus dem gestrigen Eintrag beleidigt. Na, nun mal nicht so sensibel, so war’s doch nicht gemeint.

 

Frühling…

Da isser nun endlich, der langersehnte Frühling.

Ich erinnere mich noch, wie ich im Februar mit der Liebe auf dem Sofa saß und gemault habe, dass es mir nun langsam reicht. Ganz ehrlich: ich bin niemand, der permanent draußen unterwegs und/oder vor der Tür sein muss. Ich kann stunden-, tage-, wochenlang auf dem Sofa sitzen und lesen. In der Wohnung rumräumen. Am Computer surfen. Schlafen. Wasauchimmer. Mir fällt so schnell nicht die Decke auf den Kopf. Aber irgendwann ist auch bei mir mal gut …

Und da isser nun, der Frühling. Und was mache ich? Frage mich, wann ich mal wieder stunden-, tage-, wochenlang auf dem Sofa … und so.

Frühjahrsmüdigkeit scheint es wirklich zu geben. Ich habe heute einen Artikel gelesen, dass jede/r zweite Deutsche davon betroffen ist. Ich offenbar auch. Ich könnte um 18 Uhr ins Bett gehen und wenn morgens der Wecker klingelt, bin ich immer noch komatös müde. Wenn ich abends von der Arbeit komme, erstmal Balkon…ah…Sonne genießen. (Noch ist man ja misstrauisch, man weiß ja nicht, wie lange sie noch da ist, wenn der April erstmal loslegt.) Nach den 20 min Sonne genießen rein, aufs Sofa und „Nur mal eben fünf Minuten die Augen zu…nein, nein…ich schlaf nicht ein…ich will nur…-zzz-„. Nein, ich schlafe nicht wirklich ein, was aber der Tatsache geschuldet ist, dass ich im Moment mal wieder im Chaos versinke und wenn ich die paar Stunden, in denen ich noch was erledigen könnte (die Betonung liegt auf „könnte“!) auch noch verpenne, wird’s gar nichts mehr.

Kennt das hier jemand? Das Triumph-Gefühl, wenn man es wenigstens (!) mal geschafft hat, einen Brief zur Post zu bringen, der schon drei Wochen fertig jeden Tag im Flur auf der Anrichte liegt? Es ist ja nicht so, dass man diesen Brief vor lauter Langeweile vergisst. Sondern, weil er ein Eintrag auf einer To-do-Liste ist, die dreimal um den Erdball geht und auf der wie bei einer Hydra drei neue Einträge erscheinen, wenn man einen streicht.

Frühling…das ist die Zeit, in der die Gartenarbeit ruft. In der die Stallungen für die Tiere neu gekauft oder wieder hergerichtet werden müssen. In der man sieht, wie dreckig die Wohnung eigentlich ist. In der einem auffällt, dass man den Schlafzimmerschrank jetzt echt satt hat, die Teppiche wirklich mal ausgewechselt werden und das Wohnzimmer sowieso komplett renoviert werden muss. In der einen die uralte Badewannen-Duschabdeckung fast erschlägt und man sich endlich durchringt, doch mal was „Gescheites“ installieren zu lassen. Also die Zeit, in der man an allen Ecken und Enden Arbeit sieht, die endlich mal wirklich getan werden muss.

Also sind die Liebe und ich durch jedes Zimmer gegangen und haben aufgeschrieben, was gemacht werden muss. Haben neue Möbel ausgesucht. Haben einen Bad-Installateur kontaktiert. Hatten einen Schreiner wegen unseren Schlafzimmerschrankes da (um uns dann gegen ein paar Bretter im Wert von über 1000 Euro zu entscheiden). Die Stallungen für die Tiere wurden bestellt und treffen nun nach und nach ein. Die müssen lasiert werden. Und natürlich aufgebaut. Das Bad soll noch neu angelegt werden. Vom Büro und vom Wohnzimmer (und vom Flur !) will ich erst gar nicht anfangen. *hechel*

Standardsatz nach jedem Wochenende am Montag danach: „Also nächstes Wochenende machen wir mal nix!“ Spätestens am Donnerstag ist die Liste fürs Wochenende schon wieder wie aus Zauberhand angewachsen. Gartenarbeiten für die meinen Eltern, Brunch bei den Schwiegereltern, Ostern und die ein oder andere Veranstaltung…schwupps…das nächste Wochenende verplant.

Aber gut…irgendwann muss man solche Dinge nun auch mal angehen. Und wenn beide eben die Woche über arbeiten gehen, bleibt eben nur das Wochenende.

Okay, es ist gerade viel und chaotisch und es gibt kaum eine ruhige Minute.

Was mich aber daran am meisten ärgert, ist, dass ich keine Zeit mehr für soziale Kontakte habe. Okay, ich war im März zwei Mal im Theater. Das funktioniert also schon noch. Aber trotzdem schaffe ich es nicht, mich bei den Leuten zu melden, die eben nicht gerade um die Ecke sind und/oder ArbeitskollegInnen, so dass man sich sowieso über den Weg läuft. Nein, an der Liebe liegt’s auch nicht. Die hält mich von nix ab und freut sich, wenn ich mal aus dem Haus bin, weil sie sich dann endlich was kochen kann, was ich nicht esse. Mit was ich nicht mal in einem Raum sein möchte.

Ich muss mich also unbedingt bessern. Ich weiß nur noch nicht, wann und wie. O.O

A walk in the park

Ich finde, es gibt Schlimmeres, als einen Park direkt vor dem Büro zu haben.

Auch, wenn dieser Park natürlich im Winter (und bei Regen und bei anderen unschönen Wettererscheinungen) eher selten gewürdigt wird, erfährt er um so mehr Liebe, so bald die ersten Sonnenstrahlen die Erde berühren. Ich schwöre, sobald die Sonne auch nur minimal ihr Antlitz zeigt, tun sich irgendwie Löcher in den Rasenflächen auf und Horden von Menschen werden aus dem Erdinneren an die Oberfläche geschoben. Ganz Geschwader von Kinderwägen werden Kilometer um Kilometer auf den schmalen Betonwegen bewegten. Die Gänse und Enten binden sich schon ein Lätzchen um, denn natürlich! darf man sie offiziell nicht füttern, aber natürlich! drückt jeder seinem Nachwuchs irgendein vermatschtes Plätzchen in die Hand oder Brot oder Bretzel und die Enten kriegen ihren Teil ab. Okay, Generationen von Enten durften nicht gefüttert werden, Generationen von Enten wurden gefüttert und Generationen von Enten haben es überlebt.

Anyway…ich habe das Glück, dass meine Liebe den gleichen Arbeitgeber hat wie ich und man sich deshalb problemlos zu Spaziergängen im Park treffen kann. Das Problem ist nur, dass man bei dem Wetter gar nicht mehr rein möchte und wenn man drin ist, sehnsuchtsvoll aus dem Fenster blickt. Glücklicherweise in meinem Fall auf ein Baugerüst und einen wenig ansprechenden Innenhof. Das macht es dann nicht ganz so schwierig … mit dem sehnsuchtsvollen Blick und so.

Die Bilder sind jetzt vielleicht nicht ganz so der Bringer. Ich saß auf einer Parkbank und habe etwas unmotiviert ausprobiert, ob mein Handy oder meine alte DigiCam bessere Fotos macht. Das Handy hat übrigens gewonnen.

Ostseebad Wustrow

Ihr Lieben,

lange Zeit habe ich mich rar gemacht.

Ich hatte ja in einem Beitrag vor gefühlt 100 Jahren gesagt, dass 2016 nicht wirklich mein Jahr wäre. Ich war eigentlich nur noch damit beschäftigt, dem Chaos in meinem Leben irgendwie Herr zu werden und das restliche Jahr möglichst unbeschadet zu überstehen. So … wegducken. Das Schicksal nicht mehr aufmerksam machen. Dem Chaos ein leises Schlaflied singen, in der Hoffnung, dass es 2017 besser wird. Als ob das Schicksal sich von ein bisschen Feuerwerk an Silvester und einer neuen Jahreszahl auf den Kalendern an Neujahr beeindrucken lassen würde. Aber … irgendwie glaubt man ja doch ein bisschen daran.

Während ich also mich weggeduckt habe, nur noch auf Fußspitzen durchs Leben geschlichen und ein permanentes Schlaflied gesummt habe, hatte das Schicksal etwas ganz anders mit mir vor. Bevor ich mich versehen konnte, hatte ich plötzlich jemandem an meinem Frühstückstisch sitzen. Und da sitzt dieser Jemand noch immer. 😉 Die Liebe ist mir also ganz hinterhältig in den Nacken gesprungen. Das Ganze war recht schnell und recht turbulent, aber rückblickend doch ein versöhnliches Ende von 2016.

Allerdings hat das alles mein Leben ziemlich durcheinander gewirbelt. Aber die Liebe hat auch dafür gesorgt, dass es neue Fotos gibt.

Wir waren Ende Februar in Wustrow. Ich bin noch nicht dazu gekommen, mich um die Fotos zu kümmern… aber hier gibt es erste Eindrücke.