7000 Schritt am Tag – Der Anfang

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Ta…ich weiß nicht, wie viele Blog-Leichen in diesen Zeiten wieder neues Leben eingehaucht wird. Wahlweise, weil man sich über die aktuelle Situation lautstark beschweren oder ihre positiven Seiten hervorheben will. Ich kann das Wort „Corona“ nicht mehr hören, noch irgendwelche Artikel von irgendwelchen sich widersprechenden Experten, gestressten Eltern, freu(n)dlosen Singles oder anderen vermeintlichen Katastrophen ertragen.

Basta.

Meine Freundin und ich sitzen seit dem 17. März im Homeoffice und wir haben uns noch nicht erschlagen. Für die, die es nicht wissen: Homeoffice bedeutet im Normalfall, dass man die gleiche Anzahl von Stunden arbeitet, die man normalerweise auch im Büro verbringt. Sogar noch mehr, wenn man nicht aufpasst.

Warum sage ich das?

Aus zwei Gründen:

1. Ich habe früher im Homeoffice gearbeitet und hatte mit dem Vorurteil zu leben, dass das doch eigentlich ganz toll ist, so ein bisschen arbeiten, wenn man Lust hat und ansonsten kann man sich den Tag einteilen, wie man es möchte. Quasi: permanent Urlaub mit ein bisschen Arbeiten dabei.

2. Homeoffice kann ganz schön auf die Knochen gehen. Weil man eben keine Ablenkung durch Kolleg_innen hat, keine Meetings, keine Wege zur Post, ins Sekretariat, in andere Büros oder um mal ne Zigarette zu rauchen. Man sitzt acht Stunden nahezu permanent von einem Bildschirm, die Hände auf der Tastatur. Die Haltung häufig wenig physiologisch korrekt.

Nach zwei Tagen habe ich bemerkt: „Das geht nicht gut! Das halten Deine alten Knochen nicht durch. Ob Du willst oder nicht: Du musst dich bewegen!“

Ob ich will oder nicht.

Grundsätzlich will ich nämlich eher nicht.

Mitte 40 sind die sportlichen Tage schon gut seit 20 Jahren durch. Ich bewundere joggende Menschen, aber ich selbst würde niemals joggen gehen. Ich bin relativ klein und habe definitiv kein Übergewicht. Ich arbeite gerne im Garten und habe nichts gegen körperlich anstrengende Arbeit – im Gegenteil. Aber Sport? So regelmäßig? Sich bewegen? Außerhalb der eigenen vier Wände, wo das Sofa und Bücher und allerlei Anderes lockt? Das Fleisch ist willig, aber der Geist ist schwach!

Das Problem bei mir war schon immer der Anfang. Oder wie sagt meine Freundin: „Wenn man dich mal aus dem Haus hat, dann geht’s. Aber bis man dich mal aus dem Haus hat!“

Nun muss ich gestehen, dass diese Freundin auch ein klein wenig Vorarbeit geleistet hat. Sie hat nämlich zu Beginn des neuen Jahres mit dem Joggen angefangen. Und um sie da zu unterstützen und die Motivation am Leben zu erhalten, habe ich ihr eine Fitness-Tracker-Armbanduhr gekauft. Eine, die u.a. Schritte zählt.

Und da mich das fasziniert hat, habe ich mir auch so eine Uhr gekauft. Einfach mal, um festzustellen, wie viele Schritte ich denn so gehen. Bestellt habe ich die Uhr, als ich noch im Büro war – angekommen ist sie, als ich im HomeOffice war.

Der erste Tag war erschreckend: ich hatte es gerade mal auf 500 (!) Schritte gebracht. 500! Selbst, wenn einer meiner Schritte 1m lang wäre – wären das gerade mal 500m.

Nahm man nun noch dazu, dass mir schon nach zwei Tagen Homeoffice jeder Knochen über dem Nabel weh getan hat, ließ das nur einen Schluss zu: Ich musste mich bewegen – ob ich wollte oder nicht.

 

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