Einfach nicht mein Jahr

Ihr Lieben,

das Jahr 2016 ist einfach nicht mein Jahr. Das dachte ich zwar auch schon letztes Jahr, aber in diesem Jahr scheint sich schlechtes Karma in einer Wolke über mir verdichtet zu haben und ständig kleine Blitze herunter zu schicken. Was immer ich in meinem vorherigen Leben angestellt haben mag: 2016 scheint Zahltag zu sein. Und ich muss mächtig böse gewesen sein!

Die essentiellen Dinge sind durchaus noch vorhanden: Job, Dach überm Kopf, Heizung und Essen auf dem Tisch. Auch die Beziehung läuft auf der gleichen Linie wie immer … nämlich der Null-Linie. Meine Familie ist -bis auf eine 90jährige Tante- noch vollständig. Was ich von meinen Tieren nicht gerade behaupten kann.

So musste ich in diesem Jahr vier Verluste hinnehmen: Dino, Christie und Alba aufseiten der Meerschweinchen und Lulu aufseiten der Kaninchen haben sich in diesem Jahr von mir verabschieden müssen.

Seit Januar habe ich quasi ein Dauer-Abo beim Tierarzt und ich kriege einfach keine Ruhe rein. Teilweise sind es keine schlimmen, aber lästige Dinge. Teilweise kommen dann eben Diagnosen wie Krebs.

Es gab natürlich auch Zuwachs. Der kleine Konstantin ist endlich bei mir eingezogen. Und auch das hat unüblich in die Länge gezogen, weil ständig irgendwas dazwischen gekommen ist.

Konstantin
Konstantin

Eigentlich hatte ich die Schnauze voll. Habe die Tiere mittlerweile auch von ihrem Sommerquartier draußen in ihr Winterquartier in die Wohnung geholt. Als Alba Anfang September gestorben ist, dachte ich, jetzt ist erstmal gut. Keine neuen Tiere, keine Eingewöhnung, Vergesellschaftung, Umgewöhnung. Doch dann starb vor einer Woche Lulu und ich muss wieder losziehen und eine neue Partnerin für Gustav holen, denn ein Kaninchen allein zu halten ist -wie bei Meerschweinchen übrigens- Tierquälerei. Aber Gustav muss noch etwas warten, bis Frauchen im Oktober Urlaub hat. Ich habe genug von Hau-Ruck-Aktionen und (unschönen) Überraschungen.

Zu Anfang des Jahres 2016 hatte ich mir einiges vorgenommen.

Meine Blogs auf eigenen Webspace umziehen, vielleicht sogar wieder eine eigene Webseite unabhängig von WordPress basteln. Regelmäßig die Blogs pflegen. Fotografieren gehen. Kleine Reisen unternehmen. Lesen. Jetzt haben wir Oktober, ich habe leidlich wenig fotografiert, bastle immer noch an meinen Blogs, von denen ich es kaum schaffe, sie überhaupt aktuell zu halten. Gereist bin ich maximal auf die Arbeit. Selbst meine üblichen Wochenend-Touren mit dem Fahrrad kann ich an einer Hand abzählen.

Fotografieren ist, wie gesagt, Mangelware in diesem Jahr. Und wenn ich dann mal gehe, kriege ich wenig auf die Reihe. Keine Ahnung, was mir in diesem Jahr fehlt, um mit meinen Bildern zufrieden zu sein. Wahrscheinlich ist es auf der einen Seite doch latenter Zeitdruck. Auf der anderen Seite quengel ich mit den Motiven und mit mangelnder, sich ewig ändernder Zielsetzung. Ich fotografiere plan- und ziellos. Konzentrationslos. Lustlos. Obwohl ich jedes Mal, wenn ich in einer Foto-Zeitschrift blättere, richtig Bock habe, die Kamera in die Hand zu nehmen. Aber wenn es dann soweit ist… Failure.

Obwohl ich immer gesagt habe, dass ein eigener NAS, also ein eigener kleiner Server, was für Poser, Protzer und Menschen mit Potenzprobleme ist, habe ich mir selbst einen zugelegt, nachdem die dritte externe Festplatte abgeraucht und der Platz auf meinem Laptop immer knapper wurde. Nun steht er hier, der kleine NAS. Die Grundidee dahinter … prima. Allerdings nicht, wenn man an einer generell langsamen INet-Leitung hängt (wir haben hier alles, was das Herz begehrt, zockeln aber dafür noch mit einer maximal 16000-DSL-Leitung durch die Gegend). Und wenn man das Ganze dann noch über WLAN mit einem Laptop betreiben will, kriegt man schnell Zweifel, ob so ein NAS die richtige Entscheidung gewesen ist. Bis ich ein Foto auf den NAS übertragen habe, habe ich es schneller nachgemalt. Deshalb will ich jetzt mal versuchen, wie die Geschwindigkeit ist, wenn ich den Laptop direkt ans Netz anschließe, also per Kabel. Aber natürlich hat mein Laptop keinen LAN-Anschluss. Also musste ich erst einen Adapter bestellen. Natürlich. Auf den warte ich jetzt und dann hoffe ich, dass zumindest das funktioniert. Und ich hoffe auf nächstes Jahr, denn dann soll hier endlich Breitband kommen.

Ansonsten habe ich eben an meiner Webseite gebastelt, um es relativ schnell wieder sein zu lassen. Früher habe ich mir Nächte um die Ohren gehauen und teilweise sogar mein Geld damit verdient, Webseiten zu stellen. Heute frage ich mich, woher ich damals die Energie genommen habe. So wurde aus der Webseite eine kleine Plattform und was habe ich gemacht? Genau: WordPress auf den Webspace aufgespielt.

Der Hintergrund des Ganzen war ursprünglich mal gewesen, dass es mich genervt hat, dass WordPress und Facebook unkompatibel sind. Ich habe in Facebook eine kleine Fotogruppe und es ist nicht möglich, einen WordPress-Artikel automatisch in einer Facebook-Gruppe zu posten. Also musste ich alles immer doppelt machen. Alles PlugIns, durch die ich mich gewühlt habe, haben entweder nicht oder nicht mehr funktioniert. Zwar ist es möglich, Artikel auf mehreren WordPress-Seiten crosszuposten, aber mal nach draußen … keine Chance. Oder zumindest leidlich eine.

Desweiteren wollte ich eine andere Möglichkeit, Fotos zu posten. Dabei bin ich auf Koken gestoßen, was auf den ersten Blick ganz nett ist, aber wenn man eine Weile damit arbeitet, stößt man schnell an seine Grenzen. Im Moment sieht meine Seite so aus: http://www.fraumagistra.de/koken/, aber es nervt mich, dass man z.B. die Größe der Bilder nicht verändern kann. Also bastel ich wieder an etwas anderem … wobei das eher theoretischer Natur ist, denn ich habe seit August keinen Strich mehr dafür getan. Kommt auf die Liste der „Muss-ich-mal-wieder“-to-dos. Die mittlerweile sowieso einmal um den Erdball reicht, da kommt es auf einen Eintrag mehr oder weniger auch nicht an.

Die Zeit rast. Ich hechele hinterher.

Ich folge euch allen im Stillen und hin und wieder schaffe ich es, selbst einen Beitrag zu posten oder zumindest ein „Gefällt mir“ und/oder einen kleinen Kommentar bei euch zu setzen.

Mehr scheint in diesem Jahr einfach nicht zu funktionieren.

in eigener sache

missmagistra View All →

Emma Peel:"I suppose Mother warned you about women like me?"
John Steed: "Until now, I didn't know there were women like you."

5 Comments Hinterlasse einen Kommentar

    • Danke. Wahrscheinlich hast du recht. Ich hab in den letzten zwei, drei Jahren auch ordentlich durchgezogen, was das Fotografieren angeht. Ich brauch vllt wirklich mal ne Pause, um mich neu zu sortieren und zu fokussieren.

  1. Falls es Dich tröstet, mein Jahr ist es auch nicht (2015 war auch nicht besser….), insofern bist Du nicht alleine. Lass und einfach hoffen, dass es 2017 schöner wird 😉 Ich wünsche Dir alles Gute!!

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