Reactivation: Panasonic Lumix DMC-FZ7

Meine Wohnung ist viel zu groß für mich alleine. Sie bietet einfach zu viel Platz, um Dinge irgendwo hinzulegen und dann zu vergessen. Oder zu ignorieren. Oder beides. Oder Dinge von A nach B zu tragen und sie dann zu vergessen. Oder zu ignorieren…

Ich habe seit bestimmt zwei Jahren lang tapfer eine kleine Tüte von Thalia von einem Ort zum nächsten geschleppt. Das Problem an dieser Tüte ist, dass sie farblich einfach irgendwie immer passt und mich deshalb visuell nicht genug beleidigt hat, als dass ich sie endlich mal ausräumen würde. Dabei wusste ich da sowieso, was drin war: meine alte DigiCam, eine Panasonic Lumix DMC-FZ7.

Nachdem ich mir die Canon 1100 D und später die 70D gekauft hatte, ist meine alte Kamera in den Schrank mit dem Elektrolager gelandet. Das ist nicht das Lager für den Elektroschrott! Im Elektrolager lagern Dinge, die man irgendwann ja nochmal gebrauchen könnte: alte Telefone, alte Handys, Kabel (oh! natürlich! Kabel!), diverse Dinge, von denen man nicht mehr weiß, wofür man sie benutzt und eben meine alte Digicam.

Nun hat mich irgendwann vor zwei Jahren mal jemand gefragt, ob ich nicht für ein junges Mädel eine Kamera für die Klassenfahrt hätte, das Handy wäre ja jetzt dann halt doch nicht sooo gut. Da habe ich meine Lumix aus dem Schrank geholt, in eben jene Tasche gepackt und mitgegeben. Allerdings habe ich sie relativ schnell wieder zurückerhalten, weil … zu kompliziert. Gut, dazu sage ich jetzt mal nichts, aber seit diesem Tag lag die Tüte hier rum.

Am Freitag hatte ich beschlossen, dass ich mal wieder richtig Lust darauf hätte, mit meiner alten Lumix fotografieren zu gehen. Dann allerdings stellte ich fest, dass sie nicht mehr so funktionierte, wie ich dachte, dass sie funktionieren sollte. Kurz hatte ich im Verdacht, dass jemand die Kamera gelyncht hatte, während sie ausgeliehen war. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Diese Kamera kann halt nur mit Karten bis maximal 2 GB. So eine habe ich gar nicht mehr! Aber wozu gibt es Amazon?

Ich habe keine Ahnung mehr, wann ich mir die Lumix damals gekauft habe. Und warum. Ich hatte zwar früher schon mal Phasen, in denen ich ganz gerne mal geknipst habe, aber wenn ich so recht darüber nachdenke, hat sie wahrscheinlich 90% der Zeit einfach nur herum gelegen. Bis ich Anfang 2012 Probleme mit der Schulter und dem Nacken bekommen habe und man mir sagte, ich solle mich möglichst viel bewegen. So bin ich jeden Tag spazieren gegangen oder habe mich aufs Fahrrad geschwungen. Bloß kennt man eben irgendwann auch jeden Stein und jedes Blatt und so bin ich damals auf die Idee gekommen, ich könnte ja mal die Kamera mitnehmen. Das war, in Kurzform, der Beginn (m)einer Leidenschaft. Ein halbes Jahr später ist dann die erste Canon bei mir eingezogen.

Zurück zur Lumix:

Ich hatte mir damals eine Panasonic Lumix gekauft, weil ich ziemlich begeistert von deren eingebauten Bildstabilisator gewesen bin. Mein Vater hatte ebenfalls eine kleine Lumix und knipste, wenn meine Eltern im Urlaub gewesen sind. Die Bilder waren scharf, farbtreu und es gab nichts an ihnen zu meckern.

Zwar hat auch die DMC-FZ7 schon die verschiedene Einstellungsmodi, die man auch heute an den Kameras findet (P(rogramm), A (Blendenöffnungvorrang), M(anuelle Belichtung) etc.), aber ich habe damals wohl nur den „Einfach-Modus“ genutzt. Vielleicht mag es daran gelegen haben, vielleicht war es aber tatsächlich einfach eine Schwäche aller oder zumindest der beiden Lumix-Modelle, die ich kannte: So lange das Licht gut war, haben die Kameras sehr geile Bilder gemacht. Aber wehedem, es wurde dunkler – ob nun Dämmerlicht oder einfach Innenfotografieren bei leicht gedämpftem Licht. Da knickte die Kamera ein. Was schade war, denn so war sie eigentlich nur eine Gut-Wetter-Kamera. Oder zumindest Outdoor.

Dafür hat sie andere Qualitäten: sie ist ein Fliegengewicht gegen meine Canon, sie ist klein(er) und trotzdem griffig.

mumix1
Die Canon und die Lumix #1
lumix2
Die Canon und die Lumix #2

Sie passt in Taschen und Rucksäcke und sie ist wirklich einfach zu bedienen – wenn es jemandem nicht zu kompliziert ist, den Deckel vom Objektiv zu nehmen und die Kamera anzuschalten. Zudem hat sie auch eine Zoomfunktion. Kurz: die perfekte Kamera für Schnappschüsse bei Spaziergängen! Zudem habe ich einen zweiten Akku und wie es aussieht, ist sie auch noch voll funktionstüchtig, denn rückblickend ist sie noch nicht oft benutzt worden.

Deshalb habe ich beschlossen, sie mit ins Büro zu nehmen und dort in meinem Schreibtisch zu bunkern. So kann sie mich auf Rundgängen im Park begleiten und/oder steht zur Verfügung, wenn mir einfach mal nach Fotografieren zumute ist.

 

 

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9 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Lustig, ich habe 2005 mit einer Lumix FZ20 angefangen. 😊 Die funzt auch immer noch. 👍 Ist aber auch eher ne Schönwetter Kamera, was aber dem kleinen Sensor geschuldet ist.

    • Ich glaube, die haben damals mit den Lumix-Modellen richtig was auf den Markt geschmissen in der Digitalfotografie, aber haben dann den Spiegelreflex-Zug irgendwie verpennt, bzw. Nikon und Canon überlassen. Zumindest scheint es mir, als machen die noch den größten Teil des DSLR-Marktes unter sich aus.

      • Es kam ca 2006 mal ne DSLR von Panasonic, aber da hatte ich mich schon Nikon zugewendet und so richtig eingeschlagen hat die ja leider am Ende auch nicht… Meine die war recht teuer und hat optisch absolut an meine analoge Revue SLR erinnert.

      • Da ich erst 2012 in den DSLR-MARKTES eingestiegen bin, kenne ich quasi nur den Glaubenskrieg zwischen Canon und Nikon. Und als Einsteiger hält man sich erstmal an den Mainstream. In meinem Fall war es Canon. 😊 Ich denke mal, der Markt für Systemkameras sieht schon wieder anders aus und da erscheint der Name Lumix jetzt auch wieder öfter und das, wenn ich mich richtig an einige Artikel erinnere, mit richtig guten Kritiken. Aber frag mich mal nach dem Preis, den müsste ich nochmal nachlesen. Schnäppchen sind das aber wohl alle nicht.

      • Systemkameras sind was feines, aber weit entfernt von Schnäppchen! Die sind teurer als Einsteiger DSLRs und daher nicht wirklich attraktiv (jedenfalls für mich nicht) wenn man schon ziemlich in seine DSLR Ausrüstung investiert hat und das habe ich, von daher…

      • Es ist halt schade, dass gerade der finanzielle Aspekt potentielle Einsteiger abschreckt. Aber man überlegt sich halt zweimal, wieviel Geld man ausgeben will, um mal ein neues Hobby auszuprobieren. Ich weiß nicht, wie viele teure Kameras still in irgendwelchen Ecken verstauben. Andererseits…Wenn man einmal Blut gelegt hat, kann man sich quasi ohne Probleme finanziell ruinieren. 😆

      • Oooooohhh ja, das stimmt… wenn ich überlege wie ich angefangen habe und wo ich mittlerweile bin… Allerdings verdiene ich ja auch mein Geld mit fotografieren.

      • Du hast eine Entschuldigung: Du machst das beruflich. Ich bin reiner Amateur, … aber was ist schon vierstellig? 😮 Und da gibt es immernoch was, das fehlt. 😑

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