Shoppinglist und Blog-Gedanken

Nachdem ich mich so langsam mit meiner 70D anfreunde und wieder etwas vermehrt dazu komme, mich auf Foto-Blog-Seiten herumzutreiben und die Nase in Foto-Zeitschriften zu stecken, grüble ich über weiterem Zubehör.

.Stativ

Okay, da gibt es nicht viel zu überlegen: Ich habe das Meinige gelyncht. Man kann nur noch mit Gewalt den vertikalen Winkel der Kamera einstellen. Äußerst uncool, zumal ich jedes Mal dazu neige, am Objektiv herumzudrücken, wenn die Kamera auf dem Stativ sitzt. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, so rohe Gewalt und so. Natürlich möchte ich die eierlegende Wollmilchsau. Am besten auf 30cm zusammen klapp-, aber bis mindestens 1,60m ausfahrbar. Am besten 300g leicht, aber stabil, dass ihm selbst Windstärke 9 nix ausmacht. Und das Ganze am liebsten geschenkt. 😀 Gut, gibt’s nicht. Sehe ich ein. Aber leicht zu transportieren wäre schon schön, zumal ich 90% aller Fototouren mit dem Fahrrad abliefere und das hat keinen Gepäckträger. Den Rest erledige ich zu Fuß, da trägt sich alles ein wenig besser, aber ich möchte da auch nicht unbedingt 1,20m durch die Gegend schlenkern. Das Stativ werde ich mir aber auf alle Fälle beim Händler des Vertrauens vor Ort besorgen. Sobald ich einen gefunden habe.

.Makro-Objektiv

Erste Frage: Brauche ich ein Makro-Objektiv? Keine Ahnung, woher soll ich es wissen, wenn ich noch nie eines hatte? Mein Interesse an Motiven ist jedoch uneingeschränkt, ich bin keine ausgesprochene Makro-Fotografiererin, aber ich kann mich auch dafür begeistern. Bis dato haben meine vorhandenen Objektive irgendwann mal eine klare Weigerung angesprochen, wenn ich noch näher ran wollte. Brauche ich also ein Makro-Objektiv? Ich weiß es nicht. Ich dachte ja auch mal, ich bräuchte ein Festbrennweite-Objektiv. Ich habe eines gekauft und jedes Mal, wenn ich jetzt damit fotografiere, könnte ich es beherzt gegen die Wand werfen. Würde ich von einem Makro-Objektiv begeistert sein oder es hinterher werfen? Vielleicht sollte ich mich erstmal theoretisch schlau machen, ein paar Zeitschriften inhalieren und mir dann nochmal Gedanken darüber machen.

.Grau-Filter

Mit dem Graufilter verhält es sich so ähnlich wie mit dem Makro-Objektiv. Brauche ich einen Graufilter? Muss und möchte ich bei besten Lichtverhältnissen die Belichtungszeit hochreißen? Auch interessant: ein Pol-Filter. Beide Filter würde in meine Art der Fotografie ziemlich gut reinpassen. Gerade beim Stöbern einen netten Artikel gefunden: DSLR-Filter. Sehr schön in der Chip beschrieben, ohne, dass ich mich vorher seitenweise durch Physik wälzen muss (mir ist scheißegal, wie die Dinger funktionieren, ich will wissen, welchen Vorteil sie mir bringen).

.Kamera-Rucksack

Was für andere Mädels (vorurteilshalber) Schuhe sind, sind für mich Kamera-Rucksäcke. Ich brauch‘ nur drei Paar Schuhe, aber bei ’nem Kamera-Rucksack, hallo?!, da brauch ich Auswahl. Nicht jeder Rucksack ist für alles immer geeignet, da muss ich flexibel sein. -.-

Gut, also, das Jahr hat gerade angefangen und meine Shopping-Liste steht schon mal.

—-

Allerdings grübele ich immer noch auch über ein gänzlich anderes Thema: soll ich meine Blogs zusammen legen oder getrennt lassen?

Thematisch sind sie völlig unabhängig voneinander, deshalb ist eine Trennung schon sinnvoll. Allerdings habe ich wenig Lust, immer mit drei Bällen so rein admin-technisch zu jonglieren. Ich hasse Entscheidungen, wo pro und kontra sich gleichmäßig auf 50:50 verteilen.

in eigener sache

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Emma Peel:"I suppose Mother warned you about women like me?"
John Steed: "Until now, I didn't know there were women like you."

7 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ach, diese quälenden Fragen … Ich kenne das. Ich trage mich momentan mit der Frage: Ultraweitwinkel oder Fisheye? Als Weitwinkel-Zoom oder (von mir präferiert) Festbrennweite? Die Überlegung, ein Makro anzuschaffen, war bislang ein theoretisches Gedankenspiel. Ich finde Makrophotographie eigentlich ganz nett anzuschauen, aber ob ich das selbst motivisch umsetzen will? Ich habe es erstmal auf die lange Bank geschoben, die Weitwinkelfrage ist für mich drängender. Vllt. leihe ich mir irgendwann mal eins aus, um zu entscheiden. Muss nur noch jemanden finden, der nicht genau so bekloppt ist wie ich und sich gegen die beiden großen Anbieter entschieden hat. *gg*
    Was die Sache mit dem Blog angeht: Ich bin da vllt. in der Minderheiten-Ansicht, ich finde Blogs mit einer gewissen thematischen Breite viel interessanter, wenn es dem Macher gelingt, die unterschiedlichen Themen irgendwie zu verbinden. Deshalb gebe ich mir auch immer Mühe, „meinen“ Tonfall zu treffen, egal ob ich ein Kochrezept ins Internet puste, ein Buch verreiße oder tiefgründige Erkenntnisse mitteile. Ich fühle mich damit ganz wohl, von daher kriegst du von mir ein „Pro Gemischtwarenladen“.

    • Bei den Objektiven ist es schon klar eine Frage des Abwägens, wie oft man es nutzen wird und entsprechend dann auch, wieviel Geld man dafür ausgeben will. Und das ist ein bisschen mein Problem, weil ich da absolut offen in alle Richtungen bin. Ich könnte mir Makro durchaus vorstellen, genauso aber das Gegenteil…also ein stärkeres Tele. Nur sind die Tele-Objektive mal eben gleich so *richtig* teuer. Bei den speziellen Objektiven, die man nur für eine Form der Fotografie nutzen kann, scheue ich dank schlechter Erfahrung mit einer Festbrennweiten doch etwas zurück. Ich denke, es steht auf der Shoppingliste relativ weit unten. Ultraweitwinkel…kommt drauf an, was man damit machen will. Ich kann auch bei absolut guten Bildern mich für die Fisheye- Perspektive nicht erwärmen, genau wenig wie für HDR. Mir sieht beides zu künstlich aus.

      Bei meinen Blogs gibt es wenig Berührungspunkte. Vielleicht noch die Tiere mit der Fotografie, aber die Frage ist, ob ich in einem Fotoblog Abhandlungen über Tierhaltung oder die Abenteuer von sechs Fellkugeln lesen möchte und dazwischen noch alle paar Wochen Texte über Bücher. Jeder, wie er es will, aber ich mag schon „Mono-Blogs“ zu/bei gewissen Themengebieten, ohne, dass ich mich durch zig Einträge scrollen muss, um einen Eintrag zu finden, der mich interessiert. Da habe ich durchaus zwei verschiedene Ebenen: die einen Blogs, an denen mal so mehr global teilnimmt, mit liest und wo es gerne durcheinander sein darf und eben eher „Themenblogs“. Zwei Herzen schlagen ach! in meiner Brust.

      • Ja, so in etwa sind auch meine Überlegungen. Wobei ich UWWs und Fisheye zumindest in der Landschaftsphotographie recht nah beisammen finde. Ich hadere mehr mit meinem Zoom denn mit meiner 50mm Festbrennweite, weil ich meist in den Extremen unterwegs bin und nicht das als Bild bekomme, was ich mir wünsche. Qualitativ. Ich hab ja den Vergleich, was ich mit den 50mm hinkriege. Beim Makro … Meine Überlegung dazu ist momentan vor Allem: Zu viel Rumsitzerei im Matsch. *g*
        Aber um nochmal auf die Bloggerei zu kommen. Ich denke, du solltest dich fragen: Interessiert die Leser beides/kann ich die Beiträge so machen, dass sie für beide Zielgruppen ansprechend sind?
        Kann ich damit leben, dass es Manchem nicht gefällt?
        Kann ich durch das Design dafür sorgen, dass niemand ewig scrollen muss?
        Zuletzt, aber vielleicht am Wichtigsten und Schwierigsten: Geht es mir beim Bloggen eher um die einzelnen konkreten Themen oder um um was Anderes?
        Letzteres habe ich mir mit: „Mir geht’s ums erzählen“ beantwortet und mich für nur einen Blog entschieden. Vorläufig … *g*

  2. Also ein Stativ, dass all deine Anforderungen erfüllt, wird schwer zur finden sein! Versuche dich in Prioritäten zu setzen! Was ist wichtiger: Gewicht oder Packmaß? Packmaß oder maximale Nutzhöhe? Suchst du es primär für Reisen (sprich: hin und wieder mal dabei haben) oder suchst du eins für alle Gelegenheiten, was man auch schon einmal auf Reisen mitnehmen kann? Je nachdem würde ich auf das Gewicht achten. Marc von Reisezoom.com hatte vor geraumer Zeit mal seine damalige Neuerwerbung, ein Rollei Compact Traveler, vorgestellt. Könnte mir vorstellen, dass es von Packmaß und Gewicht zu deinen Anforderungen passt. Auch kommt es mit Kugelkopf daher und kann auch in Makrostellung genutzt werden.
    Halt uns mal auf dem Laufenden, ob du fündig wirst! 😉
    Viele Grüße,
    Mario

    • Hi Mario.
      Ich hatte ein wenig auf einen Kommentar von Dir spekuliert, um mir ein paar Denkanstöße zu geben.
      Ich denke, die Höhe ist für mich nicht zu ausschlaggebend, da die Canon ja ein schwankbares Display hat und ich nichts fotografieren muss, was in 2m Höhe hängt. Das Gewicht ist semi-wichtig, mein Rücken hält einiges aus an Gewicht. 🙂 Transportabiliät ist wichtig: zum einen Packmaß, zum anderen aber auch, dass man es irgendwo, irgendwie auch an einem Rucksack befestigen kann.
      Ich habe heute schon mal meine Nase an einem Fotoladen-Schaufenster platt gedrückt. Da werde ich mich mal umschauen.

      • Hey,
        das klingt nach einem guten Plan! Wichtig ist, so ein Ding auch mal ordentlich in die Hand zu nehmen. Achte besonders auch auf die Bauart der Teleskopauszüge: handelt es sich um einen Klapp- oder Drehmechanismus?! Das von mir genannte Stativ zum Beispiel nutzt diesen Drehmechanismus. Dieser ist nicht selten im Verruf, auf lange Dauer nicht ordentlich zu funktionieren. Nicht bei dem konkreten Stativ (s.o.), sondern allgemein. Da kommt es stark auf Hersteller und Fabrikat an. Bei einem leichten Stativ solltest du auch daran denken, dass ein Haken o.ä. an dem du einen Rucksack zur Beschwerung hängen kannst, durchaus hilfreich sein kann! Ansonsten hast du zu wenig Standfestigkeit bei (leichtem!) Wind -> verwackelte Bilder. Willst du ja aber nicht.
        Was die Befestigung am Rucksack anbetrifft: das steht und fällt in der Regel mit deinem Rucksack. Ist also in aller Regel kein ‚Problem‘ des Stativs, sondern deines Rucksacks. Das entsprechende Packmaß vorausgesetzt. Aber Tipp: nimm deinen Rucksack ruhig beim Shoppen mit! So kannst du schon vor Ort testen, ob alles passt. Ich hatte nämlich mal einen One-Sling-Bag (wird also über eine Schulter getragen) und dann ein Stativ gekauft, was von der Größe her daran zu befestigen war. Allerdings habe ich erst beim Tragen gecheckt, wie ungeschickt das ganze Paket ist: es zieht den Körper stets auf eine Seite. Wenig Tragekomfort bedeutet wenig Spaß. Vermeide so etwas und kaufe gleich gescheit! 😉
        Viel Erfolg auf der Suche & Viele Grüße,
        Mario

      • Hey Mario,

        so werd ich’s -bei Gelegenheit- machen: Alles mal mitschleppen und dann am lebenden Objekt testen.
        Aber ich glaube, in absehbarer Zukunft, also quasi: sehr bald!, werde ich mir in dem Laden erstmal einen Grau- und einen Polfilter holen. Dann kann ich gleich mal checken, ob die nett, geduldig und kompetent sind. Letzteres kann ich zwar nicht so ganz einschätzen, aber ein bisschen würde ich es wohl merken, wenn man mir den ganz großen Bullsh*t erzählt.
        Danke für die Hinweise. 🙂

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