Fighting Canon 70D #2: Sonne und Licht

Heute war ich den Tag über mit meinem Wohnzimmer beschäftigt. Damit mir aber keiner sagen kann:“Ha, da jammerst Du übers schlechte Wetter und wenn die Sonne scheint, kriegst Du Deinen Kadaver nicht vors Loch“ habe ich mich tapfer aufs Fahrrad geschwungen. Auf dem Rücken meine 70D. Viel vom Tag blieb nicht, bis die Sonne verschwinden würde. Im Winter hat man eben doch nur einen begrenzten Zeitraum. Der Sonnenuntergang war heute auf 16:42 Uhr angesetzt, aber die Wolken haben ihn ein bisschen vorgezogen. Dabei hatte ich mein Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC Objektiv. Das hatte ich mir damals in Flensburg  bei Foto Raake gekauft. Falls ihr mal in Flensburg sein: super Laden, extrem nett, tolle Beratung und wenn ihr ein Problem habt, schauen die sich eure Bilder direkt am PC an und sagen euch, wo ihr noch ne Schraube drehen könnt. Das erste Mal kam das Objektiv nachts am Hafen zum Einsatz. Ebenso in den frühen Morgenstunden, ebenfalls am Hafen. Sollte was schiefgehen … am Objektiv kann es nicht liegen.

Das erste (und bisher einzige) Mal, als ich mit meiner Canon draußen gewesen bin, war im November bei dickstem Nebel. Da hat sie sich eigentlich sehr tapfer geschlagen und meine Begeisterung war groß. Mittlerweile etwas ernüchtert war ich gespannt, wie sie sich bei gutem Licht präsentieren würde. Was macht er also, der Autofokus?

Bei meiner EOS 1100 D habe ich meistens die Blendenautomatik gewählt. Sprich: Ich stelle die Verschlusszeit ein, die Kamera die Blende. Die Canon EOS 1100D hat bei mir stets dazu geneigt, die Bilder überzubelichten. Deshalb hatte ich die Belichtungskorrektur grundsätzlich auf -1 eingestellt. Die Canon EOS 70D neigt nun zum Gegenteil: Bei gleichen Einstellungen wie bei der 1100D neigt sie zum Unterbelichten. Also habe ich die Belichtungskorrektur auf +1 eingestellt.

Dann war es okay.

Also…Schätzelein…was kannste?

Anbei eine Auswahl der Bilder direkt von der Speicherkarte. Kein Photoshop, kein Lightroom, keine sonstige Bearbeitung.

Na, das sieht doch relativ ordentlich aus. Wie gesagt, es ging mir erstmal vor allen Dingen um die Schärfe und den (Auto)Fokus.

Und jetzt zu den Bildern, auf die ich am besten gespannt war: Der Autofokus bei Nahaufnahmen. Tut er das, was ich will? Fokussiert er das, was ich anpeile oder streckt er mir den mittelsten Finger entgegen?

Okay, ich würde sagen, so langsam werden wir uns einig. 😀

Ups.
Ups.

 

 

 

 

 

 

 

Diese Bild muss ich der Canon verzeihen, da bin ich nämlich fast in den Graben gekippt. 😀

Zu guter Letzt noch mal die Sonne, bevor sie sich dann endgültig verkrümmelt hat.

IMG_1558

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte heute nicht viel Zeit und zugegeben auch nicht viel Muße. Aber ich bin erstmal erleichtert, denn von dem 80%igen (!) Ausschuss, von dem bei der Canon 70D häufig gesprochen wurde, habe ich soweit erstmal nichts bemerkt. Für ein erstes Mal bei diesen Lichtverhältnissen bin ich zufrieden. Ich habe mit größerem Frust gerechnet. Auch damals im Nebel hat sich die 70D recht gut benommen. Kritisch soll es ja ohnehin nur in einem Blendenbereich bis 2,8 sein.

Jetzt bin ich erstmal etwas beruhigt(er) und hoffe darauf, die nächste Runde mit mehr Zeit und Muße angehen zu können.

in eigener sache natur on the road

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