Meine neue Kamera: Canon EOS 70D

Spätestens seit meinem Urlaub in Flensburg und einem langen Gespräch in einem Fotogeschäft, wie es sie in dieser Qualität wahrscheinlich nicht mehr viele gibt, war mir bewusst, dass meine geliebte Canon EOS 1100D so langsam an ihre Grenzen stößt. Oder zumindest an die Grenzen dessen, was ich von ihr verlange. Ein neues Objektiv sollte den Schaden damals noch zumindest mildern, aber die Entscheidung war gefallen: Das nächste Weihnachtsgeld wird in einen neuen Body investiert.

Eine Canon sollte es wieder werden – allein schon wegen all meiner Objektive. Außerdem war ich bis dato mit meiner Canon immer zufrieden gewesen, warum also wechseln? Und sie sollte natürlich bezahlbar sein. Dass Fotografieren generell ein teures Hobby ist, findet man spätestens heraus, wenn man nur einen gescheiten Rucksack für die Cam kaufen will. Da weiß man ganz schnell, dass man entweder nur dieses eine Hobby hat … oder die anderen Hobbys um einiges kostengünstiger ausfallen müssen.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht. Aber welche soll es denn nun werden?

Irgendwann hatte ich die mögliche Auswahl auf drei Modelle verkleinert: Canon EOS 750D, Canon EOS 760D oder eben die Canon 70D.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Zeitungen ich gewälzt habe, wie viele Vergleiche ich gelesen habe, wie viele Foren und Meinungen ich im Internet durchforstet habe … nur … wirklich schlauer war ich danach auch nicht. Die Canon EOS 750D ist zwar wesentlich billiger, schien aber an anderer Stelle wiederum die besseren Werte zu haben. Aber wenn sie doch eigentlich „besser“ war, warum war sie denn da soviel billiger? Dazu kommt noch, dass die 750 erst im Januar 2015 auf den Markt kam, die 70D allerdings schon seit 2 Jahren käuflich zu erwerben ist. Ist die 70D dann schon irgendwie überaltet?

Am Ende, so blöd sich das anhören mag, war  für mich ausschlaggebend, dass Canon selbst die EOS 750D (und die 760D) als Einsteiger-Modell einteilt, während die 70D schon im Fortgeschrittenen-Segment angesiedelt ist. Und ich dachte mir: „Ein Einsteigermodell hatte ich mit meiner EOS 1100D. Jetzt will ich einen Schritt weiter gehen.“

So nahm ich die 70D ins Visier … um gleich erschrocken festzustellen, dass es da scheinbar massenhaft Probleme von Werk gegeben hat. Die Kamera stellte bei kleiner Blende nicht so scharf wie sie sollte bzw. stellte das scharf, was sie wollte … was nicht immer dem entsprach, was der Fotografierende wollte. Der Fehler war wohl bekannt und Canon behob ihn auch ohne Beanstandung, aber hatte ich Bock, eine Kamera zu kaufen, die vielleicht gleich wieder in Reparatur muss? Und dann das ganze Gerenne und der Papierkram, bis man das Ding dann wieder zurückgeschickt hätte… In einem anderen Forum las ich dann wieder von denen, deren 70D von Werk dieses Problem nicht hatte und dass sie total begeistert von der Kamera waren.

Lange Rede, kurzer Sinn: nach einigem Hin und Herwälzen aller Gedanken habe ich mir gesagt, ich gehe das Risiko ein und habe die Kamera bei Amazon bestellt. Ich hätte sie auch sehr gerne in einem hier ansässigen Fotogeschäft gekauft, aber entweder, sie hatte die Kamera nicht da oder aber das sogenannte Fotogeschäft war nichts als ein „Wir machen auch biometrische Passfotos“.

Ich habe sie, wie gesagt, bei Amazon, allerdings im Warehouse, bestellt, in der Hoffnung, dass die Kamera da schon von jemandem überprüft und ggfs. repariert worden ist. Dafür musste ich etwas länger warten, denn, wie ich erstaunt festgestellt habe, ist die Kamera aus Barcelona über Lyon zu mir geflogen worden.

Gestern kam sie nun an. *freu* Leider konnte ich sie nicht gleich ausprobieren, weil der Akku leer war. 😦 Aber er hat schnell geladen, von 0 auf 100 in gefühlt einer Stunde.

Das erste, was mir aufgefallen ist, ist das Gewicht der Kamera, die doch einiges mehr wiegt als meine alte. Und natürlich die vielen Knöpfchen und Rädchen. Kurz das Handbuch durchgeblättert (das muss reichen!) und dann los gelegt. Natürlich war es draußen schon dunkel und natürlich bin ich auch heute erst heimgekommen, als es schon dunkel war. Ich kann also noch nicht wirklich viel über die Kamera sagen, außer, dass sie mir vom Handling erstmal sympathisch ist und ich bis jetzt alles Neue, was ich entdeckt habe, für gut befunden habe. Aber ich will euch zumindest nicht das erste Bild, das ich mit meiner neuen Kamera gemacht habe, vorenthalten. 😀

IMG_0016

Später habe ich dann noch versucht, meine beiden Jungs zum Model-Stehen zu motivieren. Aber die waren nur mäßig begeistert.

Mal sehen, wann ich endlich Zeit haben werde, mit der Kamera mal richtig loszulegen. Wie ich mein Glück kenne, wird das wohl im Moment noch etwas dauern.

Meine alte Cam will ich meinem Patenkind zum Ausprobieren überlassen. Fotografieren mit einer Kamera ist doch was anderes als Fotografieren mit einem Handy. Wenn es ihr gefällt, kann sie die Kamera haben. Wenn nicht, findet sich bestimmt jemand oder ich nehme sie als Zweit-Body. Sie ist ja nicht kaputt.

in eigener sache

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